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Fenstersauger-Test: drei Geräte im Vergleich

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Drei Fenstersauger im Test

11.10.2016, 13:21 Uhr | Ralph Wefer sive Evermann, zuhause.de

Fenstersauger-Test: drei Geräte im Vergleich. Der Kärcher Fenstersauger WV 2 Premium punktet mit umfangreichem Zubehör. (Quelle:  Matthias Wahl/zuhause.de)

Der Kärcher Fenstersauger WV 2 Premium punktet mit umfangreichem Zubehör. (Quelle: Matthias Wahl/zuhause.de)

Drei Markengeräte treten an, dem ungeliebten Fensterputz seinen Schrecken zu nehmen. Das Versprechen: Fenster putzen ohne Frust und ohne große Mühe, Streifen und Schlieren ausgeschlossen. In unserem Praxistest haben wir den Fenstersauger von Leifheit, den Kärcher WV 2 Premium und den Vorwerk Kobold VG100 auf Herz und Nieren geprüft.

Was die Fenstersauger kosten

Preislich liegen die Fenstersauger von Kärcher und von Leifheit recht nah beieinander. Leifheit gibt als unverbindliche Preisempfehlung (UVP) 69,99 Euro an, für seinen WV 2 Premium ruft Kärcher 89,99 Euro als UVP auf. Deutlich teurer ist der Vorwerk Kobold VG100, der mit 249 Euro zu Buche schlägt.

Im Gegensatz zu den beiden anderen Geräten saugt der Kobold aber auch nicht nur das Putzwasser von der Scheibe. Das Mikrofasertuch, das mit einem Klettverschluss unter der Saugdüse angebracht wird, reinigt das Fenster zugleich. "Der Fensterreiniger vereint drei Arbeitsschritte in einem", schwärmt Vorwerk über seinen frisch in den Markt eingeführten Kobold.

Zwar gehört auch bei Kärcher eine Sprühflasche mit aufgesetzten Mikrofasertüchern mit zum Lieferumfang, jedoch sind hier – ebenso wie bei Leifheit – das Reinigen und Absaugen zwei voneinander getrennte Arbeitsschritte. Leifheit verzichtet gleich ganz darauf, seinem Fenstersauger Putzutensilien beizulegen. "Reinigen Sie das Fenster wie gewohnt mit Wasser und Reinigungsmitteln", heißt es in der Betriebsanleitung.

So haben wir die Fenstersauger getestet

Gesagt, getan: Wir verwendeten für den Test des Leifheit-Geräts warmes Wasser mit herkömmlichem Geschirrspülmittel. Spezieller Glasreiniger ist beim Fensterputzen generell überflüssig und liefert kein besseres Ergebnis. Beim Kärcher-Fenstersauger kam sowohl das mitgelieferte Reinigungskonzentrat als auch Wasser und Spüli zum Einsatz.

Weil beim Vorwerk Fensterreiniger laut Betriebsanleitung eine gute Verteilung des Reinigungsmittels auf dem Mikrofasertuch nur gewährleistet ist, wenn man das mitgelieferte Reinigungskonzentrat verwendet, haben wir den Kobold auch nur damit getestet.

So gut klappt das Fensterputzen mit den drei Geräten

Anders als noch im letzten Jahr als uns der Fensterputzroboter Sichler Hobot im Test enttäuschte, ist das Ergebnis dieses Mal ziemlich zufriedenstellend: Keines der drei Geräte fällt komplett durch. Alle Fenstersauger nehmen das Wasser von der Scheibe gut auf. Der Kobold reinigt darüber hinaus auch sehr ordentlich.

Damit sich wie von den Herstellern versprochen tatsächlich keine Streifen bilden, muss man die Gummilippen, mit denen man das aufzusaugende Wasser abzieht, allerdings hin und wieder mit einem sauberen und fuselfreien Tuch von Staub- und Schmutzpartikeln befreien. Ist die Scheibe stark verschmutzt, sollte man die Abzieher sogar nach jedem Wisch einmal abputzen, sonst ziehen sich hässliche Schlieren über die Scheibe.

Das Reinigungsergebnis der drei Fenstersauger

Das beste Ergebnis erzielte in unserem Test der Fensterreiniger von Vorwerk. Bei der Scheibenreinigung von innen mussten wir den Kobold stets nur einmal über das Fenster gleiten lassen, um es streifenfrei zu säubern. Der Leifheit Fenstersauger neigte am stärksten zur Streifenbildung. Hier mussten wir die Abziehlippe häufiger mit dem Tuch abwischen, um Schlieren zu vermeiden. Dann aber lieferte auch dieser ein gutes Ergebnis.

Beim Kärcher bildeten sich zwar seltener Streifen, dafür ließ aber die Saugwirkung an den Rändern der Düse leicht nach, so dass die Scheibe nah am Rahmen etwas feucht blieb. Lässt man die verbliebene Feuchtigkeit dann einfach verdunsten, bilden sich dort gut sichtbare Rückstände. Man sollte die Feuchtigkeit am Rand also mit einem Tuch aufnehmen.

Auf der Haben-Seite steht beim Fenstersauger von Kärcher das umfangreiche Zubehör. Unter anderem ist neben der 28 Zentimeter breiten Düse auch ein schmalerer (17 cm) Aufsatz im Lieferumfang enthalten – sehr hilfreich für kleinteilige Sprossenfenster. Mit dem schmaleren Aufsatz ist auch die Saugkraft am äußersten Rand konstant hoch, so dass keine Feuchtigkeit mehr in der Nähe des Fensterrahmens zurückbleibt.

Von den Rändern abgesehen war das Ergebnis beim Kärcher sehr gut. Streifen bildeten sich selten und nur dann, wenn die Abziehlippe verschmutzt war. Übrigens erzielten wir sowohl mit dem Kärcher-Reinigungskonzentrat als auch mit Wasser und Spüli gleich gute Ergebnisse. Geht das mitgelieferte Putzmittel zur Neige, kann man also getrost umsteigen und muss nicht teuer beim Hersteller nachkaufen.

Auch der Testsieger hat ein paar kleinere Schwächen

Auch wenn die Reinigungsleistung des Vorwerk Kobold VG100 uns insgesamt am meisten überzeugte, so hat auch dieses Gerät seine Schwachpunkte: Im Vergleich mit den beiden anderen Fenstersaugern muss der Kobold vor allem seinem außergewöhnlichen Gerätedesign Tribut zollen. Anders als die beiden anderen Geräte verlängert der Kobold nicht die Reichweite des Arms.

Vor allem bei hohen und bei problematischen Fenstern – in unserem Test einem zweiflügligen Fenster, bei dem sich nur einer der Flügel öffnen ließ – wirkt sich das negativ aus. Der Fensterreiniger wird zentral am Gerät festgehalten, so dass wir uns weit aus dem Fenster lehnen mussten, um den nicht zu öffnenden Fensterflügel von außen zu reinigen. So weit mag man sich eigentlich nur ungern aus dem Fenster lehnen. Die Unfallgefahr bei solch waghalsigen Manövern ist groß.

Bislang bietet Vorwerk noch keine Verlängerung als Zubehör an. Allerding ist der Kobold VG100 erst vor wenigen Wochen in den Markt eingeführt worden. Nicht auszuschließen also, dass Vorwerk bald eine Palette an sinnvollem Zubehör nachlegt.

Die Bilanz des Fenstersauger-Tests

Trotz dieser Schwächen liefert der Vorwerk Fensterreiniger von allen drei Testgeräten insgesamt den größten Mehrwert gegenüber der gewöhnlichen Fensterreinigung von Hand. Weil Putzen und Abziehen in nur einem Arbeitsschritt erfolgen, spart man viel Zeit. Das Reinigungsergebnis ist tadellos. Wer aber viele hohe Fenster hat, wird eine Verlängerung vermissen. Wegen seiner Breite von knapp 30 Zentimetern kann man mit dem Kobold VG100 sehr kleinteilige Fenster nicht sauber machen.

An dieser Stelle punktet der Kärcher WV 2 Premium, der auf den zum Lieferumfang gehörenden schmaleren Düsenaufsatz umgerüstet werden kann. Als kostenpflichtiges Zubehör bietet Kärcher für 39,99 Euro (UVP) ein Verlängerungsset an. Es besteht aus zwei Teleskopstangen – eine für den Sauger, eine weiter ist mit einem Reinigungsaufsatz versehen. Beide lassen sich stufenlos auf Längen zwischen 1,20 und 2 Meter einstellen.

Preisbewusste Verbraucher sind mit dem Leifheit ebenfalls sehr gut bedient. Nicht nur der Sauger selbst, sondern auch das Zubehör ist bei Leifheit günstiger als beim Kärcher. Eine auf Längen von 1,2 bis 1,9 Meter ausziehbare Teleskop-Verlängerung beispielsweise kostet nur 11,99 Euro (UVP). Weiteres Plus: Eine kurze (47 cm) und nicht weiter ausziehbare Verlängerungsstange gehört bei Leifheit mit zum Lieferumfang.

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