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Salz als Hausmittel – nicht alle Salz-Tipps helfen wirklich

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Was Salz als Hausmittel wirklich taugt

29.11.2016, 07:58 Uhr | rw, zuhause.de

Salz ist als Hausmittel vielfältig einsetzbar, kann an falscher Stelle aber auch Schaden anrichten. (Quelle: imago/Screenshot: Bit Projects)
Einfacher Salz-Trick macht das Backblech sauber

Ohne Schrubben und ohne Chemie: So lösen sie selbst festgebrannte Verkrustungen ohne jede Mühe.

Einfacher Salz-Trick macht das Backblech sauber


Einst als "weißes Gold" selten und kostbar, findet sich Salz heute in jedem Haushalt. Es ist nicht nur jederzeit verfügbar, sondern auch sehr günstig. Diese Eigenschaften machen Salz zu einem sehr guten und vielseitig verwendbaren Hausmittel. Doch nicht alle Salz-Tipps, von denen immer wieder zu lesen ist, halten einer Überprüfung stand. An falscher Stelle eingesetzt kann Salz sogar schaden. Wir erklären, was Salz als Hausmittel wirklich taugt und wann man besser zu Alternativen greift.

Sehr effektiv ist Salz, um ein Backblech ganz ohne chemische Reiniger von festgebrannten Fett- und Speiseresten zu befreien. Dafür bestreut man das Blech einfach großzügig und gibt es dann bei 50 Grad in den Ofen. Sobald sich das Salz an der Oberfläche bräunlich verfärbt, nimmt man das Blech wieder heraus und kippt das Salz ab. Nun kann man das Backblech einfach unter klarem Wasser abspülen und es strahlt wieder wie neu.

Salz als Hausmittel gegen Rotwein-Flecken nur bedingt geeignet

Doch nicht alle gängigen Salz-Tipps sind wirklich empfehlenswert. Vor allem der Klassiker, laut dem man Rotwein-Flecken auf Kleidung, Polstern oder Teppichen mit Salz behandeln sollte, ist mit Vorsicht zu genießen. Zwar bindet Salz Feuchtigkeit und kann bei einem frischen Fleck verhindern, dass er sich weiter ausbreitet. Ist der Rotwein aber bereits in die Textilien eingezogen, hilft es nur wenig.

Salz ist ein effektives Scheuermittel

Man kann im Gegenteil sogar einigen Schaden anrichten, wenn man Flecken auf Teppichen oder Polstermöbeln mit Salz zu Leibe rückt. Keinesfalls sollte man versuchen, den Fleck unter Einsatz von Salz herauszureiben. Denn die Speisewürze ist zugleich ein sehr effektives Scheuermittel. Empfindliche Textiloberflächen würden Schaden nehmen oder ausbleichen, wenn man mit den Salzkristallen auf ihnen herumschrubbt.

An anderer Stelle kann man sich deren scheuernde Eigenschaften aber durchaus zu Nutze machen. Auf einen feuchten Lappen oder Schwamm gegeben – bei Bedarf unter der Zugabe von herkömmlichem Reinigungsmittel – kann es Scheuermilch ersetzen und gegen grobe Verschmutzungen robuster Oberflächen eingesetzt werden.

Alufolie und Salz bringen angelaufenes Silber wieder zum Glänzen

Sehr hilfreich ist Salz auch, um angelaufenes Silber wieder zum Glänzen zu bringen. Verantwortlich für die unschönen Verfärbungen sind Schwefelverbindungen in der Luft, die auf der Oberfläche des Silbers durch Oxidation zur Bildung von bräunlichem Silbersulfid führen. Gibt man das angelaufene Silber nun zusammen mit Alufolie in einen Topf voller Salzwasserlösung, wird das Silbersulfid wieder zu Silber reduziert. Wichtig ist, dass sich Silber und Alufolie berühren. In kürzester Zeit entsteht ein Schwefelgeruch, der anzeigt, dass die Reaktion wie gewünscht funktioniert und man sieht sehr schnell, wie sich das angelaufene Silber wieder aufhellt.

Kritiker dieser Methode monieren allerdings, dass das im Salz (Natriumchlorid) enthaltene Chlor auf Dauer zur Ermattung des Silbers führe, weil es die Bildung von Silberchlorid befördere. Um diesen Effekt zu minimieren, sollten Sie das Silber also umgehend aus dem Wasser nehmen, sobald die bräunlichen Verfärbungen verschwunden sind.

Salzwasserbad gegen tropfende Kerzen? Ein Mythos

Angeblich soll Salz auch gegen tropfende Kerzen helfen, wenn man diese vor dem ersten Entzünden für etwa eine Stunde in ein Salzwasserbad taucht und hinterher vollständig trocknen lässt. Auch Stefan Thomann von der European Candle Association (Europäischer Kerzenverband) kennt diesen Mythos. Und was hält er davon? "Das ist vollkommener Quatsch", erklärt der Fachmann gegenüber zuhause.de.

Zwar würden Dochte schon vom Hersteller mit speziellen Salzen imprägniert, Salz sei also tatsächlich im Spiel, jedoch handle es sich dabei nicht um gewöhnliches Speisesalz. Würde dieses tatsächlich gegen das Tropfen helfen, würden die Hersteller es selbst einsetzen. Schließlich haben auch diese ein Interesse daran, dass ihre Produkte möglichst wenig tropfen. "Das einzige, was der Verbraucher mit einem solchen Tauchbad in Salzwasser erreichen kann, ist eine Verschlechterung des Brennverhaltens", stellt Thomann klar.

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