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Pfannen-Tests zeigen: "gute" Pfanne muss nicht viel kosten

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Worauf man beim Kauf von Pfannen achten sollte

22.11.2016, 08:20 Uhr | rw, zuhause.de

Pfannen-Tests zeigen: "gute" Pfanne muss nicht viel kosten. Eine gute Bratpfanne muss nicht unbedingt viel kosten. (Quelle: imago/McPHOTO)

Eine gute Bratpfanne muss nicht unbedingt viel kosten. (Quelle: McPHOTO/imago)

Wer eine neue Pfanne braucht, den erwartet im Handel eine beinahe unüberschaubare Auswahl unterschiedlichster Materialien und Formen. Nicht minder groß sind die Preisspannen. Eine neue Bratpfanne findet man sowohl für 20 als auch für 200 Euro. Allerdings haben mehrere Pfannen-Tests in der Vergangenheit gezeigt, dass der Preis nur wenig über die Qualität aussagt. Ob beschichtet oder unbeschichtet, ob Aluminium, Edelstahl oder Eisen: Mit diesen Tipps finden finden Sie die perfekte Pfanne für Ihre Bedürfnisse.

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So viel schon vorweg: Die eine Allround-Pfanne, die allen Anforderungen des Alltags gerecht wird, gibt es nicht – auch wenn zahlreiche Teleshopping-Kanäle im TV immer wieder vom Gegenteil überzeugen wollen. Los geht es schonmal mit der Frage, ob die Bratpfanne eine Anti-Haft-Beschichtung haben soll.

Giftige Dämpfe beim starken Erhitzen beschichteter Pfannen

Denn die meisten Beschichtungen sind noch immer aus Kunststoff. "Hinter Bezeichnungen wie zum Beispiel Teflon verbergen sich Anti-Haft­Beschichtungen auf der Basis von Polytetrafluorethylen (PTFE)", informiert die Stiftung Warentest und warnt: "Ab einer Temperatur von 360 Grad Celsius setzt PTFE giftige Dämpfe frei." Bei einem Induktionsherd könne diese kritische Grenze bereits in einer Minute erreicht sein. Für das scharfe Anbraten in einer bereits auf hohe Temperatur vorgeheizten Pfanne sind PTFE-Beschichtungen also nicht geeignet.

Ein weiterer Nachteil: Die Beschichtungen zerkratzen leicht. Keinesfalls sollte man deshalb Pfannenwender und anderes Kochbesteck aus Metall in PTFE-beschichteten Pfannen verwenden. Schon die raue Seite eines Spülschwamms kann das empfindliche Material beschädigen, wodurch es seine Anti-Haft-Wirkung einbüßt. Gesundheitsgefahr durch das Verschlucken gelöster PTFE-Partikel bestehe laut dem Bundesamt für Risikobewertung aber nicht, so die Warentester.

Keramik-Pfannen vertragen mehr Hitze

Seit einigen Jahren drängen deshalb zunehmend Pfannen mit einer Beschichtung aus Keramik auf den Markt. Die Hersteller versprechen wahre Wunder. Temperaturen bis 400, manchmal gar bis 450 Grad sollen problemlos möglich sein. Das würde zum Anbraten eines ordentlichen Steaks allemal reichen. Zugleich sollen die Pfannen leicht zu reinigen und ihre Beschichtung auch noch kratzfest sein.

Keramik-Pfannen im Test

Allerdings zeigt ein Paxistest des WDR-Verbrauchermagazins Servicezeit, dass nicht alle Keramik-Pfannen diesem guten Ruf gerecht werden. Auf ganzer Linie überzeugen konnten von den fünf getesteten Produkten zu Preisen zwischen 20 und 95 Euro nur zwei: die mit einem Preis von etwa 25 Euro sehr günstige "Trendline" von Culinario und die "Crispy Ceramic Comfort" von Fissler, die allerdings auch die teuerste Pfanne im Test war. Bei den übrigen Test-Pfannen wurde moniert, dass sie entweder keineswegs kratzfest waren oder die Hitze ungleichmäßig verteilten.

Kauftipps für Bratpfannen

Leider sieht man das den Pfannen beim Kauf nicht an. Aufgrund der Testergebnisse erscheint auch der Preis als Qualitätskriterium nicht geeignet zu sein. Das bestätigt auch ein allerdings schön älterer Test von Stiftung Warentest, in dem eine 25-Euro-Pfanne (Steinbach Milano) ebenso gut abschnitt, wie die über 50 Euro teurere "Fissler alux comfort" (beide 2,1 im Gesamtergebnis). Verbrauchern bleibt nur, sich vor dem Pfannenkauf über Tests oder durch Nachfragen bei Freunden und Verwandten möglichst gründlich über das bestehende Angebot zu informieren. Achten sollte man außerdem auf eine durchgehende Beschichtung ganz bis zum Pfannenrand.

Darüber hinaus gibt es einige generelle Qualitätskriterien, die für beschichtete und unbeschichtete Pfannen gleichermaßen gelten: In jedem Fall sollte man auf einen stabilen Griff achten, der gut in der Hand liegt. Holz- und Kunststoffgriffe sind laut Stiftung Warentest zumindest bei hohen Temperaturen nicht ofenfest. Praktisch seien deshalb abnehmbare Griffe, damit man die Pfanne zum Überbacken auch mal in den Ofen geben kann.

Außerdem darf der Pfannenboden sich nicht nach außen wölben. Sonst liegt er später nicht überall eben auf Platte oder Kochfeld auf und die Hitze verteilt sich nicht gleichmäßig. Um selbst leichte Wölbungen zu erkennen, legt man am besten ein Lineal oder einen anderen geraden Gegenstand an. "Eine leichte Wölbung nach innen ist dagegen normal", so die Warentester. "Beim Erhitzen zieht sich der Boden gerade." Wer einen Induktionsherd nutzt, muss außerdem darauf achten, dass die Pfanne der Wahl dafür ausdrücklich geeignet ist. Für Gas-, Elektro- und Ceran-Kochfelder eignen sich hingegen alle Pfannen.

Aus welchem Material die Pfanne sein sollte

Vor dem Kauf einer Pfanne sollte man sich darüber klar werden, wozu genau man sie verwenden will: Für das scharfe Anbraten von Fleisch schwören Puristen nach wie vor auf unbeschichtete Pfannen aus Eisen oder Gusseisen, die allerdings vergleichsweise schwer sind und sich nur mit hohem Kraftaufwand schwenken lassen. Alternativ kann man auch zu unbeschichteten Edelstahl- oder eben Keramik-beschichteten Pfannen greifen. "Aus Edelstahl kann Nickel in geringen Mengen in die Speisen übergehen", warnt die Stiftung Warentest. Allergiker sollten also auf ein anderes Material oder eine emaillierte Edelstahlpfanne zurückgreifen.

Beschichtete Pfannen sind vor allem für empfindliche Speisen wie Eier, Pfannkuchen oder Fisch gut geeignet. Letzterer ist in speziellen Fischpfannen, besonders gut aufgehoben. Diese haben eine ovale Form, so dass der ganze Fisch hineinpasst. Wer auch ein geringes Gewicht Wert legt, wählt am besten eine Aluminium-Pfanne.

Mindestens zwei Pfannen gehören in jeden Haushalt

Mit einer Pfanne allein kommt man in der Regel nicht aus – allein schon wegen der Größe. "Leisten Sie sich Pfannen in verschiedenen Größen", rät die Stiftung Warentest, "mindestens eine kleine und eine große, zum Beispiel mit 18 und mit 28 Zentimetern Durchmesser." Vor allem bei beschichteten Pfannen sollte der Boden möglichst und gleichmäßig vom Bratgut bedeckt sein. "Eine große Pfanne für ein einzelnes Spiegelei wäre nicht sinnvoll." Außerdem sollte der Pfannenboden möglichst exakt zur Herdplatte passen. Eine große Pfanne auf einer kleinen Platte könnte sich verziehen. Umgekehrt würde man bei einer kleinen Pfanne auf großer Platte unnötig Energie verschwenden.

Mindestens zwei Pfannen müssen also sein – ob beschichtet oder nicht und ob darüber hinaus weitere Pfannen sinnvoll sind, hängt dann von den eigenen Kochgewohnheiten ab.

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