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Am 19. November ist Volkstrauertag – Das steckt dahinter

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Tag der Trauer  

Mahnen und gedenken: Was ist der Volkstrauertag?

19.11.2017, 18:02 Uhr | km (CF)

Am 19. November ist Volkstrauertag – Das steckt dahinter. Am Volkstrauertag gedenken die Menschen der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Symbolbild/Alan_P)

Am Volkstrauertag gedenken die Menschen der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. (Quelle: Symbolbild/Alan_P/Thinkstock by Getty-Images)

Am Volkstrauertag gedenken die Menschen der Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus. Es handelt sich um einen Tag der Trauer, der Mahnung und des Friedens. Er fällt auf einen Sonntag, ist ursprünglich kein kirchlicher Feiertag und findet in der Regel zwei Wochen vor dem ersten Advent statt – dieses Jahr am 19. November.

Volksbund pflegt Gräber von Kriegstoten

Begründer des Volkstrauertages ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der die Gräber deutscher Kriegstoter im Ausland registriert und erhält. 1919 wurde er als Bürgerinitiative ins Leben gerufen, um die Gräber der gefallenen deutschen Soldaten zu pflegen. Die damalige Reichsregierung war nämlich weder politisch noch finanziell dazu in der Lage.

Heutzutage kümmert sich der Volksbund um die vielen Kriegsgräberanlagen auf 833 Friedhöfen in 46 Staaten bei etwa 2,7 Millionen Kriegstoten. Das Leitwort des Bundes lautet "Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden".

Gründung des Volkstrauertages

Der Volksbund hat den Volkstrauertag bereits 1922 eingeführt, um den Kriegstoten des Ersten Weltkrieges zu gedenken. In jenem Jahr hielt der Reichstagspräsident Paul Löbe bei der ersten Andacht im Deutschen Reichstag eine richtungsweisende Rede im Hinblick auf Verständigung, Versöhnung und Erinnerung. Zu jener Zeit fand der Volkstrauertag noch am fünften Sonntag vor Ostern statt.

Später unter nationalsozialistischem Regime funktionierten die Machthaber den Volkstrauertag in den sogenannten "Heldengedenktag" um, der von 1934 bis 1945 von der NSDAP und der Wehrmacht durchgeführt wurde. Genauere Inhalte legte der Reichspropagandaminister fest.

Gedenken in der Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg belebte der Volksbund den Volkstrauertag erneut. 1950 fand der erste Gedenktag nach der Zeit des Nationalsozialismus im Bundestag statt. Die damalige Regierung und die Länder einigten sich, den Trauertag auf den vorletzten Sonntag des evangelischen Kirchenjahres beziehungsweise auf den 33. Sonntag im Jahreszyklus der Katholiken festzulegen. Einer der Beweggründe war es, sich deutlich vom nationalsozialistischen "Heldengedenktag" abzugrenzen.

Sich der Folgen des Krieges bewusst sein

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich der Charakter des Volkstrauertages verändert. So ist er nicht mehr einfach nur ein Tag von Erinnerungen und persönlicher Trauer, sondern ein Tag, an dem viele mahnend den Folgen von Krieg und Gewalt gedenken. In Niedersachsen ist er zum Beispiel geschützt. Öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen sind hier am Tag der Trauer bis auf vereinzelte Ausnahmen untersagt.

Vertreter der deutschen Verfassungsorgane gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Am frühen Sonntagnachmittag findet die zentrale Gedenkveranstaltung im Plenarsaal des Deutschen Bundestages statt. Dort wird eine Rede gehalten.

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