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So gefährlich ist der Sommer für unsere Haustiere

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Keine Schweißdrüsen  

So gefährlich ist der Sommer für unsere Haustiere

23.06.2017, 08:59 Uhr | Felicitas Fehrer, dpa, MHa

So gefährlich ist der Sommer für unsere Haustiere. Hunde geben deutliche Signale, wenn es ihnen zu heiß ist. (Quelle: dpa/tmn/Martin Gerten)

Hunde geben deutliche Signale, wenn es ihnen zu heiß ist. (Quelle: Martin Gerten/dpa/tmn)

Nicht nur wir Menschen haben im Sommer unter der großen Hitze zu leiden. Unseren geliebten Haustiere geht es nicht anders. Oftmals reagieren sie sogar empfindlicher auf sommerliche Höchsttemperaturen als wir. Welche Haustiere besonders gefährdet sind, erfahren Sie hier.

Für manche Haustiere kann die Hitze lebensgefährlich werden, denn sie können, wie Menschen, einen Hitzeschlag erleiden. "Am anfälligsten sind Tiere ohne Schweißdrüsen, wie Hunde oder Kaninchen", sagt Astrid Bernardi, Tierärztin aus Dillingen an der Saar.

Wie lässt sich ein Hitzeschlag erkennen?

"Wenn ein Hund extrem stark hechelt und der Speichel zäh wird, sollten schon die Alarmglocken läuten", sagt Bernardi. "Oft erkennt man die Gefahr auch an einer starken Rötung der sichtbaren Hautbereiche, wie zum Beispiel an der Ohrinnenseite", sagt Lisa Michelt, Tierärztin aus Schwerte. "Kleintiere liegen häufig schnellatmend in einer Ecke des Käfigs."

In solchen Fällen muss schnell gehandelt werden. "Das Tier sollte umgehend an einen kühlen, schattigen Ort gebracht und mit Wasser versorgt werden", sagt Michelt. Hunde und Katzen kann man mit einem nassen Tuch bedecken. Sollte das Tier ohnmächtig werden, muss umgehend ein Tierarzt eingeschaltet werden. Allerdings können Halter einiges beachten, damit es gar nicht erst so weit kommt:

Nicht alle Hunde scheren

Grundsätzlich sollte ein Hund immer die Möglichkeit haben, sich abzukühlen. Schattige Plätze und ausreichend Wasser sind das Wichtigste. "Bei Hunden, die von sich aus nicht viel trinken, kann man das Futter mit Wasser anreichern", sagt Bernardi. Spaziergänge sollten bei hohen Temperaturen eher früh morgens und am Abend gemacht werden.

Regina Schmidt, Vorsitzende des Malchiner Tierschutzvereins, macht auf etwas aufmerksam, das immer wieder unterschätzt wird: "Ein Hund darf bei starker Hitze niemals alleine im Auto gelassen werden – auch nicht für fünf Minuten." Achten Sie darauf, dass der Hund während der Fahrt seine Schnauze nicht aus dem Fenster hält. Denn starker Fahrtwind kann zu Augen- und Ohrenentzündungen führen.

Viele Hundehalter lassen ihre Hunde im Sommer scheren. Jedoch ist das für die meisten Rassen gar nicht gut. "Abgesehen von Hunden mit extrem dickem Fell sollte man auf das Scheren verzichten", sagt Schmidt.

Ein tiefgekühltes Kirschkernkissen für Katzen 

Im Gegensatz zu Hunden sind die meisten Katzen nicht so abhängig von ihren Besitzern. Sie suchen sich oft eigenständig kühle Rückzugsorte. Trotzdem müssen auch Katzenhalter einiges beachten:

  1. Lassen Sie Katzen nicht im Auto.
  2. Ist die Katze in einer Transportbox, stellen Sie diese nicht in die Sonne.

Munter trotz Hitze: So kommen Haustiere gut durch den Sommer (Quelle: dpa/tmn/Ina Fassbender)In der Transportbox dürfen Katzen nicht für längere Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt werden. (Quelle: Ina Fassbender/dpa/tmn)

Selbstverständlich brauchen auch Katzen immer genug Wasser. "Bei hohen Temperaturen kann man ihnen zusätzlich ein tiefgekühltes Kirschkernkissen anbieten", sagt Schmidt. Auch das Futter sollte nicht zu lange in der Sonne stehen. "Insbesondere Nassfutter zieht sonst schnell Ungeziefer an und kann gefährliche Krankheiten verursachen."

Vermeiden Sie Stress bei Kaninchen und Meerschweinchen 

Kaninchen sind sehr hitzeempfindlich und haben einen schwachen Kreislauf. Der Käfig sollte niemals in der prallen Sonne stehen. Wichtig ist auch, dass es eine Belüftungsmöglichkeit gibt. Komplett geschlossene Käfige kommen deshalb nicht infrage.

Meerschweinchen sollten so wenig Stress wie möglich ausgesetzt werden. (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)Meerschweinchen sollten so wenig Stress wie möglich ausgesetzt werden. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Wenn ein Kaninchen oder Meerschweinchen Symptome für einen Hitzschlag zeigt, sollte man das Tier an einen kühlen, schattigen Ort bringen und mit Flüssigkeit versorgen, damit sich der Kreislauf erholt. "Es ist nicht ratsam, in solchen Fällen das Tier in eine Box zu packen und dann zum Tierarzt zu fahren. Diesen zusätzlichen Stress würde es vermutlich nicht überleben", sagt Bernardi.

Vögel mit Wasser besprühen 

Vögel in einer Voliere oder in einem Käfig sollten genug Schattenplätze und Wasser zur Verfügung haben. Sorgen Sie dafür, dass die Tiere ausreichend belüftet werden. "Bei extremer Hitze kann man die Tiere zum Beispiel mit einer kleinen Blumensprühflasche besprühen, die mit Wasser gefüllt ist", sagt Michelt.

Da Vögel in freier Wildbahn auch im Regen sitzen, macht ihnen Wasser nichts aus. Sie sind allerdings relativ gut in der Lage, ihre Temperatur selbst zu regulieren. Dazu belüften sie sich selbst durch schnelle Flügelschläge.

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