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Sprechen lernen: Grafik zeigt Sprachentwicklung von Kindern

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Hürden der Sprachentwicklung  

Interaktive Grafik zeigt: So lernen Kinder das Sprechen

22.08.2016, 12:11 Uhr | t-online.de, dpa

Sprechen lernen: Grafik zeigt Sprachentwicklung von Kindern. Sprachentwicklung in der interaktiven Grafik: Von Geburt an sind bei Kindern alle Voraussetzung für das Sprechen vorhanden.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Von Geburt an sind bei Kindern alle Voraussetzung für das Sprechen vorhanden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Bubu, "Dada", "Ada": Wenn Babys ihre ersten Laute äußern, ist die Begeisterung der Eltern meist groß. Die Sprachentwicklung kommt nun in Gang. Wie Kinder ihre Sprachfähigkeit erwerben, was die anatomischen Voraussetzungen sind und auf welche Schwierigkeiten sie dabei stoßen, zeigt unsere interaktive Grafik.

Die Zentren im Gehirn, die für das Verarbeiten und Verstehen von Sprache und das Sprechen zuständig sind, bestehen schon bei der Geburt. Das gleiche gilt für die notwendigen Organe, Muskeln und Sinne wie Lippen, Zunge oder Gehör.

Ein Kind vernimmt bereits im Mutterleib die Stimme der Mutter. Neugeborene sind deshalb mit deren Klang und Melodie vertraut. Dadurch können sie Sprachlaute aus der Fülle an Geräuschen herausfiltern.

Wenn es mit dem Sprechen hakt

Doch nicht bei jedem Kind verläuft die Sprachentwicklung reibungslos. Etwa jedes dritte Kind im Vorschulalter leidet laut einer Studie der Barmer Krankenkasse an einer Sprachstörung. Diese Kinder stammeln und stottern, bekommen häufig keinen vollständigen Satz heraus oder finden nur schwer die richtigen Worte.

"Weil Kinder in so unterschiedlichem Tempo sprechen lernen, ist es für Eltern oft nicht leicht zu beurteilen, ob ihr Kind altersgerecht spricht", erklärt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Nicht jede Auffälligkeit ist gleich eine Störung und muss behandelt werden. Machen sich Eltern Sorgen, weil ihr vierjähriges Kind sich kaum verständigen kann, raten Experten, die Ursachen klären zu lassen.

"Der erste Gang führt dann zum Kinderarzt, der bei Bedarf ein Rezept für eine logopädische Behandlung ausstellen kann", sagt Sonja Utikal, Referentin beim Deutschen Bundesverband für Logopädie (dbl) in Frechen. Die Kinderärzte verordnen oft eine solche Sprachtherapie im Rahmen der regulären U-Vorsorgeuntersuchungen. "Wichtig ist zum Beispiel die U7a im Alter von drei Jahren, da können wir verschiedene Tests durchführen", sagt Stefan Renz vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Eltern sind oft unsicher, ob bei ihrem Kind alles in Ordnung ist, schließlich unterscheidet sich die Entwicklung individuell sehr stark. Für Laien sei es schwierig zu hören, um welche Sprach- oder Sprechauffälligkeit es sich handeln könnte, sagt Logopädin Utikal. Sagt das Kind zum Beispiel "Tasse" statt "Kasse" oder macht es andersherum aus "Tasse" das Wort "Kasse"? "Die Problematik wäre eine jeweils völlig unterschiedliche, was deshalb auch unterschiedliche Behandlungsempfehlungen zur Folge hätte."

Tipps zum Sprechenlernen für zu Hause

Einen Tipp fürs Üben zu Hause gibt Kinderarzt Renz: Sagt ein Kind zum Beispiel immer "taufen" statt "kaufen" oder "Tuchen" statt "Kuchen", dann bringe es wenig, das Kind diese Wörter immer wieder aufsagen zu lassen. "Es ist besser, diesen Begriff einzubinden in einen Satz oder eine Geschichte."

Utikal empfiehlt Singspiele, Fingerreime, Klatsch- oder Bewegungsspiele zur Unterstützung. Wichtig sei auch eine ruhige Sprache in Alltagssituationen. Sie rät zudem. mit dem Kind "in Kontakt zu sein": "Ich beobachte immer wieder, dass Mütter auf ihr Smartphone schauen, während sie mit einem kleinen Kind unterwegs sind oder ihm das Gerät zum Spielen geben."

Auch wenn es anstrengender sein mag: "Binden Sie das Kind in die Einkaufsroutinen ein, beteiligen Sie es über Fragen." Eltern können beispielsweise sagen: "Suchst du bitte mal die Nudeln - siehst du sie schon?" Es hilft, das Eingekaufte zu versprachlichen, sagt die Logopädin. "Dadurch wird das Sprechenlernen kinderleicht."

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