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Mutterschaftsgeld beantragen: Anspruch, Höhe, Ausnahmen

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Mutterschutzgesetz  

Wann bekomme ich Mutterschaftsgeld - und wie viel?

04.06.2014, 17:19 Uhr | rev, t-online.de

Mutterschaftsgeld beantragen: Anspruch, Höhe, Ausnahmen. Frauen, die eigenständig in der gesetzlichen Krankenkasse versicherte sind, erhalten Mutterschaftsgeld während der Schutzfristen im Mutterschutz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Frauen, die eigenständig in der gesetzlichen Krankenkasse versicherte sind, erhalten Mutterschaftsgeld während der Schutzfristen im Mutterschutz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Um berufstätige schwangere Frauen während der allgemeinen Schutzfristen im Mutterschutz vor finanziellen Nachteilen zu schützen, erhalten die werdenden Mütter Mutterschaftsgeld. Lesen Sie hier, wer Anspruch hat, wo Frauen das Mutterschaftsgeld beantragen können, wie hoch die Leistung ist und welche Sonderregelungen es gibt.

Wer hat Anspruch auf Mutterschaftsgeld?

Laut Mutterschaftsgesetz erhalten eigenständig in einer gesetzlichen Krankenkasse versicherte Frauen das Mutterschaftsgeld. Voraussetzung hierfür ist, dass die Schwangere zu Beginn der Schutzfrist (für gewöhnlich sechs Wochen vor und acht Wochen nach dem Geburtstermin) Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung ist und dort mit Anspruch auf Krankengeld versichert ist.

Auch Krankenkassenmitglieder, die zwar in einem Arbeitsverhältnis stehen, aber aufgrund der Mutterschutzfristen kein Arbeitsentgelt erhalten, bekommen das Mutterschaftsgeld. Dazu zählen Studenten, Rentenbezieher sowie freiwillig Versicherte, die versicherungsfrei beschäftigt sind. Nicht berufstätige Schwangere bekommen hingegen kein Mutterschaftsgeld.

Mutterschaftsgeld beantragen

Das Mutterschaftsgeld kann frühestens sieben Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin beantragt werden. Denn erst ab der 33. Schwangerschaftswoche stellen Frauenärzte oder Hebammen eine Bescheinigung aus, mit der Schwangere das Mutterschaftsgeld beantragen können. Ein weiteres Formular zu diesem Zweck wird vom Arbeitgeber ausgefüllt.

Diese beiden Unterlagen müssen der Krankenkasse zugeschickt werden, woraufhin alle weiteren Formalien zwischen Krankenkasse und Arbeitgeber geregelt werden und das Mutterschaftsgeld ausgezahlt wird.

Höhe des Mutterschaftsgeldes: Wann ein Arbeitgeberzuschuss gezahlt werden muss

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes richtet sich nach dem durchschnittlichen Netto-Arbeitsentgelt der letzten drei komplett abgerechneten Kalendermonate beziehungsweise bei einer wöchentlichen Abrechnung der letzten 13 Wochen vor Beginn der Schutzfrist. Das Mutterschaftsgeld beträgt maximal 13 Euro für den Kalendertag.

Wenn der durchschnittliche tägliche Nettolohn 13 Euro - was einem monatlichen Nettogehalt von 390 Euro entspricht - übersteigt, ist ein Arbeitgeberzuschuss fällig. Der Arbeitgeber ist in diesem Fall verpflichtet, die Differenz zum Mutterschaftsgeld zu zahlen. Das gilt ebenfalls für geringfügig Beschäftigte, falls deren Nettoeinkommen höher als 390 Euro im Monat liegt.

Nicht eigenständig versichert: Mutterschaftsgeld über das Bundesversicherungsamt

Schwangere Arbeitnehmerinnen, die nicht eigenständiges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, wie privat Versicherte oder in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversicherte Frauen, erhalten ein reduziertes Mutterschaftsgeld von insgesamt höchstens 210 Euro. Das gilt auch für Frauen, die über die Bundesagentur für Arbeit oder das Sozialamt Berechtigungsscheine erhalten haben.

Voraussetzung dafür ist laut Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes einer dieser Punkte:

  • Die Frauen haben oder hatten zu Beginn der Schutzfrist ein Arbeitsverhältnis oder Heimarbeitsverhältnis.
  • Das Arbeitsverhältnis wurde durch den Arbeitgeber während der Schwangerschaft oder der Schutzfrist nach der Entbindung mit Zustimmung der zuständigen Behörde aufgelöst.
  • Die Frauen sind während der Schutzfristen von einem Beamten- in ein Arbeitsverhältnis gewechselt.

Informationen und Antragsformulare stehen auf der Internetseite des Bundesversicherungsamtes zur Verfügung.

Mutterschaftslohn

Das Arbeitsengelt bei Beschäftigungsverboten für schwangere Arbeitnehmerinnen außerhalb der allgemeinen Mutterschutzfristen ist über den sogenannten Mutterschaftslohn geregelt. Nähere Informationen zum Mutterschaftslohn finden Sie hier.

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