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Freitag der 13. bringt Unglück? Das steckt hinter dem Aberglaube

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Aberglaube im Fakten-Check  

Warum Freitag der 13. kein Unglückstag ist

29.07.2016, 13:06 Uhr | pag

Freitag der 13. bringt Unglück? Das steckt hinter dem Aberglaube. Manche Menschen fürchten sich vor Freitag dem 13. so sehr, dass sie nicht aus dem Haus gehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Manche Menschen fürchten sich vor Freitag dem 13. so sehr, dass sie nicht aus dem Haus gehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Freitag, der 13. gilt hierzulande als Unglückstag. Extrem abergläubige Menschen gehen an diesem Tag gar nicht vor die Tür. Doch woher hat Freitag, der 13. seinen schlechten Ruf und passieren an diesem Tag wirklich mehr Unglücke? 

Warum Menschen mit dem magischen Datum schlimme Ereignisse verbinden, beschäftigt die Volkskundler schon lange. Sie fanden verschiedene Erklärungen für die Angst vor diesem bestimmten Tag.

Ursprung von Freitag, dem 13. 

1907 thematisierte der amerikanische Schriftsteller Lawson den schwarzen Freitag. In seinem Börsenroman mit dem Titel "Freitag der 13." zeichnete er ein Schreckensszenario auf. Im Jahr 1916 schürte der erste gleichnamige Film die öffentliche Angst vor dem mythischen Datum.

Daneben gibt es geschichtliche Ereignisse, die auf besagten Tag fielen. 1307 zum Beispiel, als alle Mitglieder des Templerordens am Freitag, den 13. Oktober verhaftet wurden. Dies besiegelte den Untergang des Ordens. 

Zahlenlogik und Legendenbildung

Manche betrachten die Zahl 13 alleine schon als Vorbote unglücklicher Umstände. So galt im Christentum die Zwölf als vollendete Zahl. Bei den Griechen und Römern gab es zwölf Hauptgötter, bei den Christen die zwölf Apostel. Der Kalender umfasst zwölf Monate. Da die Dreizehn als erste Zahl das Zwölfersystem überschreitet, prägte sie sich im deutschen Volksmund als Teufelszahl oder "Dutzend des Teufels" ein.

Auch in der Bibel steht die Zahl 13 eher für negative Ereignisse. So nahm Jesus das letzte Abendmahl zusammen mit seinen zwölf Jüngern ein - insgesamt waren es also dreizehn. Judas, der Jesus an die Römer verriet, schlüpft dabei in die Rolle des dreizehnten Gasts. Der Mythos der Unglückszahl im Christentum gipfelt darin, dass Jesus an einem Freitag den Tod am Kreuz fand.

Und auch heutzutage bringt die Dreizehn nicht immer Glück. Wer etwa im Lotto Kreuzchen setzt, sollte die 13 lieber aussparen. Sie ist die am wenigsten gezogene Zahl.

Die Statistik sagt: Weniger Unfälle an diesem Tag

Viele Menschen, die zu Aberglauben neigen, fürchten sich am besagten Tag schon, wenn sie nur ins Auto einsteigen. Doch die größte Gefahr ist dann, dass es zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung kommt. Denn ADAC und andere Unfallstatistiken geben eine eindeutige Entwarnung für das Datum. So kam eine Auswertung des ADAC aus den Jahren 2004 bis 2012 zu einem überraschend guten Ergebnis. An allen Freitagen, die auf einen 13. fielen, gab es weniger Unfälle als an anderen Freitagen. In den acht untersuchten Jahren ereigneten sich im Schnitt 1011 Unfälle mit Personenschäden. An den 16 Freitagen, die während dieser Zeit auf einen 13. fielen, kam es dagegen zu durchschnittlich 990 Unfällen. Davon unabhängig, gilt der Freitag insgesamt als der unfallreichste Wochentag. So überstieg die Freitags-Unfallquote Im Jahr 2012 die anderen Tage um rund 25 Prozent.

Um wirklich allen Gefahren an diesem Tag aus dem Weg zu gehen, überlegt sich manch einer offenbar, den Tag besser zu Hause zu verbringen. In einer Auswertung der Kaufmännischen Krankenkasse KKH ergab sich, dass sich etwa fünfmal so viele Arbeitnehmer für Freitag den 13. krank schreiben lassen.

Freitag, der 13. ist in anderen Ländern ein Glückstag

Während die Christen sich mit der positiven Deutung der Zahl Dreizehn schwertun, soll sie nach dem Judentum Glück bringen. Der Bibelwissenschaftler Jürgen Werlitz verbindet das mit dem Buch Ester. Hier wird der "dreizehnte Tag des zwölften Monats" für das Volk Israel zum Schlüsseldatum. Der persische Großwesir Haman plante an diesem Tag, das jüdische Volk zu vernichten. Doch die Heldin Esther verhinderte das Vorhaben, der hebräischen Bibel zufolge. Das jüdische Purimfest erinnert bis heute an den guten Ausgang dieser Episode.

Aus heidnischer Zeit ist überliefert, dass Glück verheißende Bräuche und Sitten an diesem Datum gepflegt wurden. Daran glaubten auch die alten Römer. In neuerer Zeit etabliert sich der Tag bei den Westschweizern als Glückstag. Sie greifen verstärkt zu Rubbellosen. Ob sich durch mehr verkaufte Lose die Gewinnchancen erhöhen, sei dahingestellt. In China verheißt die Zahl 13 Glück und Muslimen ist der Freitag heilig. Andere Länder verbinden Pech mit einem Dienstag, den 13. So halten es Spanier gerne mit dem Spruch: "Heirate nicht am Dienstag, den Dreizehnten, und fange nichts Neues an." Dort, wie in Griechenland und Lateinamerika muss die 13 mit einem Dienstag zusammenfallen, damit es zu einem möglichen Unglück kommt. Von Glück sagen können auch Fluggäste, die für diesen Tag ein Ticket erwerben. Sie sparen besonders viel.

Lukrative Geschäftsideen blühen

Manch einer hat sich die Angst der anderen schon zunutze gemacht. So entstand im Frankreich des 18. Jahrhunderts ein neuer Berufszweig. Eine Art Caterer, der bei gesellschaftlichen Zusammenkünften darauf achtete, dass niemals nur dreizehn Personen Platz nahmen. Er sorgte für eine fehlende vierzehnte Person "Quatorzien" an der Essenstafel. So konnte der Furcht vor der magischen 13 vorgebeugt werden.

Für Manche ist Freitag, der 13. ein Angstdatum

Es gibt Menschen, die sich nicht oder nur ungern auf einen Sitzplatz mit der Nummerierung 13 setzen. Sie vermeiden auch konsequent, sich in Reihe 13 niederzulassen. Der Grund dafür könnte tiefer liegen, in einer Art übersteigerter Angstvorstellung. Wissenschaftler bezeichnen dieses starke Unbehagen vor Freitag, dem 13. als Paraskavedekatriaphobie. Wie das Allensbach-Institut ermittelte, macht das Datum sogar jedem elften Deutschen Angst. Da der erste deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck nie an einem 13. Verträge unterzeichnete, lässt sich spekulieren, ob auch er zu den besonders Angstvollen gehörte. Oder Gerald Ford, ehemaliger US-Präsident, der an einem solchen Tag nicht arbeitete. Der Komponist Arnold Schönberg blieb lieber im Bett und starb angeblich dreizehn Minuten vor einer vollen Stunde. Ganz abgesehen davon, dass er der Erfinder der Zwölftonmusik war. Ein dreizehnter Ton wäre ihm wohl kaum in den Sinn gekommen. Das mulmige Gefühl bei diesem Datum ist ein länderübergreifendes Phänomen: es zeigt sich in Deutschland, England und den USA.

Die nächsten Termine für Freitag, den 13. im Überblick

Wer sich nun dafür entscheidet, den 13. mehr zu beachten als jeden anderen Tag, kann folgende Termine in seinem Kalender markieren.Im Jahr 2017 dann wieder zwei: am 13. Januar und am 13. Oktober 2017. Im Jahr 2018 fallen die fatalen 13. auf den April und den Juli.

Warum das mysteriöse Datum eher für Glück spricht:

  • Am Freitag, den 13. kommt es zu etwa zehn Prozent weniger Schäden als an anderen Freitagen, ermittelte die Zurich-Versicherung
  • Entwarnung für Autofahrer: An Freitagen, die auf den 13. fallen, passieren statistisch weniger Unfälle, so der ADAC.
  • Flugtickets sind an diesem Tag etwa ein Viertel günstiger.
  • Mehr Glück für Lottospieler, wenn sie nicht auf die 13 setzen. Die Zahl wird am wenigsten gezogen.

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