Sie sind hier: Home > Leben >

Spinnen sicher entfernen: Staubsauger-Attacke hilft kaum

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

So werden Sie die Tiere los  

Spinnen können aus dem Staubsauger krabbeln

08.06.2017, 16:00 Uhr | vdb, t-online.de

Spinnen sicher entfernen: Staubsauger-Attacke hilft kaum. Ein Spinnennetz mit Spinne in der Nahaufnahme (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Ingram Publishing)

Viele Spinnen in Deutschland sind ungefährlich (Symbolbild) (Quelle: Ingram Publishing/Thinkstock by Getty-Images)

Sie zählen zu den unbeliebten Gästen, die sich in den meisten Haushalten regelmäßig einfinden: Langbeinige, unschöne Spinnen. Ihr bloßes Aussehen entsetzt viele Menschen, bei manchen löst es Angstzustände aus. Welche Arten aber sind es, die im heimischen Keller lauern und wie wird man sie wieder los? Wir haben mit einem Experten gesprochen.

140 Redakteure im Einsatz für unsere Fans:
Jetzt "Gefällt mir" klicken!

t-online.de auf Facebook.

1. Kellerspinnen haben sich an menschliche Umgebung gewöhnt

Spinnen ernähren sich von Insekten. Verwunderlich erscheint es deshalb, dass sie sich in Kellern und dunklen Wohnungsecken finden. "Es gibt Spinnenarten wie die Keller- oder die Zitterspinne, die in diesem, für sie unnatürlichen, Umfeld leben. Sie haben sich an die menschliche Umgebung gewöhnt und fühlen sich dort wohl", sagt Julian Heiermann, Zoologe beim Naturschutzbund (NABU).

2. Viele Spinnen verirren sich ins Haus

Andere Spinnenarten – wie zum Beispiel die Zebraspinne – suchen keineswegs ein Dach über dem Kopf. Durch offene Fenster und Balkontüren verirrt sie sich schlichtweg in geschlossene Räume. Etwas anders im Herbst: "Dann suchen Spinnen geeignete Überwinterungsplätze, die sie vor niedrigen Temperaturen schützen", so Heiermann. Gesundheitsgefährdend sind die unwillkommenen Mitbewohner aber nicht: "Es gibt in Deutschland keine giftigen Spinnen", so Heiermann. Auch die oftmals gefürchtete Kreuzspinne kann dem Menschen nichts anhaben. Ihr Biss löst beim Menschen eher einen Juckreiz, wie bei einem Mückenstich, aus.

Eine Spinne in Nahaufnahme (Quelle: 631372, CC0 Public Domain , pixabay.com)Viele Menschen mögen keine Spinnen (Quelle: 631372, CC0 Public Domain , pixabay.com)

3. Spinnen können aus dem Staubsaugerbeutel krabbeln

Trotzdem sind vielen Menschen die langbeinigen Spinnentiere zuwider. Ihr einziger Wunsch ist es, das Getier so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Von dem Aufsaugen mit einem Staubsauger rät Tierschützer Heiermann allerdings ab. Diese Methode sei für Spinnen besonders qualvoll, zudem überleben einige Arten die Tortur und krabbeln aus dem Staubsaugerbeutel wieder heraus. "Spinnen werden - je nach Staubsaugermodell - mit bis zu 140 km/h von der Bodendüse aufgesaugt und durch den Schlauch geschleudert. Da der Schlauch einige Biegungen hat, knallen sie mit voller Wucht links und rechts gegen die Wände. Im Allgemeinen landen sie also gleich tot im Staubbeutel", erklärt Reinhild Portmann, Pressesprecherin des Staubsaugerherstellers Miele, gegenüber dem Portal "Süddeutsche Zeitung Magazin".

Tierfreundlicher ist es, ein Glas über das Tier zu stülpen. Ein Blatt darunter schieben, umkippen und das Getier nach draußen bringen. Auch spezielle Geräte, wie ein "Spider Catcher" können helfen, wenn man sich ekelt und die Spinne nicht mit der Hand berühren mag.

4. Wann die Spinnenangst eine Krankheit ist

Doch auch eine solche Art der Spinnenentsorgung ist für viele Menschen, besonders für Frauen, undenkbar. "Die Abneigung gegen Spinnen ist bei vielen Menschen angeboren", sagt Heiermann. "Vermutlich wird gerade das Krabbelige gefürchtet", vermutet auch Psychologe Görg-Helge Pflug. Die Angst vor der langbeinigen Spinne habe sich über Generationen fortgesetzt. Zwar entwickeln viele Menschen unangenehme Gefühle gegenüber Spinnen, "von einem Krankheitsbild ist jedoch nur zu sprechen, wenn das Leben der Betroffenen erheblich eingeschränkt ist".

Wer seine Wohnung, aus Angst auf Spinnen zu treffen, nicht mehr verlässt oder auch nachts fürchtet ein solche könnte über ihn krabbeln, leidet unter einer schweren psychischen Störung. Eine leichtere Spinnenphobie hingegen lässt sich mit einer schrittweisen Desensibilisierung behandeln. Anhand eines langsamen Heranführens an die Spinne bauen Betroffene dann ihre Ängste ab. Besonders wirksam seien zudem Entspannungstechniken wie autogenes Training, so Pflug.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
Portable Bluetooth-Speaker für alle Gelegenheiten
online unter www.teufel.de
Shopping
Sichern Sie sich 20,- € Rabatt ab 60,- € Einkaufswert
nur für kurze Zeit bei TOM TAILOR
KlingelBabistabonprix.deESPRITStreet OneCECILMADELEINEdouglas.demyToys
Meistgesuchte Themen
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben

Anzeige
shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017