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Diesen Bio-Labels können Sie vertrauen

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Lebensmittel-Siegel  

Diesen Bio-Labels können Sie vertrauen

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Diesen Bio-Labels können Sie vertrauen. Diesen Bio-Labels können Sie vertrauen. (Quelle: dapd)

Diesen Bio-Labels können Sie vertrauen. (Quelle: dapd)

Sie tragen so unterschiedliche Namen wie Naturkost, BioBio oder Demeter und übermitteln dem Kunden im Supermarkt doch alle die gleiche Botschaft: Das mit einem Bio-Siegel versehene Produkt kann vorbehaltlos erworben werden, wurde nach Öko-Verordnungen produziert und stellt somit einen Beitrag zu einer gesunden Ernährung dar. Vor allem die großen Supermarktketten haben erkannt, dass sich daraus Profit schlagen lässt und treten mit eigenen Bio-Labels auf, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Die hohe Anzahl an verschiedenen Gütesiegeln verwirrt Käufer zunehmend – vor allem, da nicht für jedes Siegel die gleichen Vergabekriterien gelten. Wir stellen die bekanntesten Bio-Labels in einer Foto-Show vor.

Discounter, Verbände und die EU

Wie nötig ein Leitfaden ist, zeigt das immer breiter werdende Sortiment an Bio-Produkten: So hat Aldi rund 40 Bio-Produkte im Angebot, Netto mehr als 150 und Rewe sogar stattliche 200. Auch Penny und Alnatura versehen viele ihrer Produkte mit eigenem Siegel. Und als ob das nicht schon genug wäre, gibt es auch noch eine breite Anzahl an verschiedenen deutschen Verbandssiegeln, zu denen etwa Bioland, Demeter und Naturland gehören.

Ökologischer Anbau mit einem kleinen Abstrich

Grundsätzlich gilt: Wer Produkte mit den Begriffen "Bio" oder "Öko" versieht, verpflichtet sich dazu, die Anforderungen der EG-Verordnung  Nr. 834/2007 sowie der EWG-Verordnung Nr. 2092/91 zu erfüllen (der Inhalt als PDF im Volltext). Diese schreiben vor, dass mindestens 95 Prozent der Inhaltsstoffe aus ökologischem Anbau stammen. Trotz der hohen Anforderungen, die das Siegel an Erzeugung, Verarbeitung und Handel stellt: Erlaubt sind auch bis zu 0,9 Prozent an gentechnisch verändertem Material – was dem Siegel wiederholt Kritik eingebracht hat.

Zusatzstoffe inklusive

In Deutschland können Produkte, die den EU-Normen entsprechen, mit dem bekannten, sechseckigen Bio-Siegel versehen werden. Damit werden artgerechte Tierhaltung, Futter aus ökologischem Anbau und ein Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel garantiert. Ebenfalls tabu: Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffe. Erlaubt dagegen sind rund 50 Zusatzstoffe, unter denen die NGO "Foodwatch" einige Problemfälle ausgemacht hat. So enthalten die Bio-Marken von Edeka ("BioBio"-Siegel) und der Metro-Group ("Grünes Land"-Siegel) laut Foodwatch etwa das umstrittene Konservierungsmittel Nitritpökelsalz, das für die Bildung von krebserregenden Nitrosaminen im menschlichen Magen verantwortlich gemacht wird. Der Aromastoff Allylhexanoat hat die Experten des Magazins "Öko-Test" in der Ausgabe 03/2010 daran zweifeln lassen, ob sich ein Erdbeer-Joghurt von Norma zu Recht "Bio" nennt. Denn der Stoff ist nicht natürlich. Laut Norma handelte es sich jedoch um eine einmalige Verunreinigung, spätere Tests von "Öko-Test" wiesen kein Allylhexanoat mehr nach.

Teuer, aber besser

Auf der sicheren Seite ist man mit einem Siegel der acht deutschen Bio-Verbände Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Ecoland, Ecovin, Gäa oder Naturland. Denn deren Vergabekriterien reichen über jene der EU hinaus. Meist wird nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft produziert. So garantieren die über 5.000 Bioland-Betriebe etwa, dass Tiere Zugang ins Freie haben und Ställe ausreichend hell und gut belüftet sind, während Naturland-Produkte auch hinsichtlich der sozialen Gegebenheiten der Erzeugung kontrolliert werden. Regelmäßige Kontrollen, die auch unangekündigt sein können, sind zudem fester Bestandteil der Aufnahmekriterien vieler Verbände. Wie der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) in einen aktuellen "Ökotipp" anmahnt, sollte beim Blick auf Bio-Siegel auch nicht vergessen werden, auf das Herkunftsland der Ware zu schauen. Produkte, die erst von weit her nach Deutschland oder in die EU transportiert werden müssen, sind alles andere als klimafreundlich. Wer also auf Nachhaltigkeit achten will, sollte regionale und saisonale Ware bevorzugen.

Bio mit Gesicht

Wer's ganz genau wissen will, bekommt zudem mit der Initiative "Bio mit Gesicht", an der unter anderem Naturland, Demeter und tegut teilnehmen, die Möglichkeit, die Herkunft der gekauften Ware selbst zu überprüfen. Dazu wird einfach auf der Webseite www.bio-mit-gesicht.de die "bmg"-Nummer des Produktes eingegeben und der Kunde erhält daraufhin weitere Informationen. Derartige Transparenz und die besonders nachhaltige Art der Erzeugung von Bio- und Öko-Produkten spiegelt sich natürlich im Preis wieder. Die Entscheidung, welchem Siegel man das meiste Vertrauen entgegenbringt, obliegt letztlich dem Käufer. Denn wirklich schwarze Schafe finden sich unter den Siegeln keine. Nur eben kleine, aber mitunter sehr feine Unterschiede.

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