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Krankheitserreger in belegten Brötchen

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Keime  

Krankheitserreger in belegten Brötchen

08.05.2013, 15:30 Uhr | hut

Krankheitserreger in belegten Brötchen. Belegte Brötchen sehen oft lecker aus. Doch wie gut sind sie wirklich? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Belegte Brötchen sehen oft lecker aus. Doch wie gut sind sie wirklich? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob mit Wurst, Käse, Eiern oder Hack: Belegte Brötchen zählen zu den beliebtesten Pausensnacks der Deutschen. Sie sind handlich und dazu fast überall erhältlich. Doch nicht an jeder Verkaufsstelle kann man auch guten Gewissens zum belegten Gebäck greifen. Eine Untersuchung im Auftrag des Hessischen Rundfunks (HR) zeigt, dass viele Brötchen stark mit Keimen belastet sind. Worauf Sie beim Kauf achten sollten und von welchen Brötchen Sie besser die Finger lassen.

Keime auf Brötchen unvermeidbar

Keime kommen auf jedem belegten Brötchen vor. Das lässt sich kaum vermeiden. "Es kommt letztlich darauf an, wie viele Keime drauf sind und um welche Art von Keimen es sich handelt", erklärt Lebensmittelkontrolleur Hans-Christoph Köhler gegenüber dem HR. Die Unterschiede sind da sehr groß. Um zu testen, auf welchen Brötchen die schlimmsten Keime lauern, kauften die Reporter von "Alles Wissen" zwölf mit Wurst, Käse, Ei oder Hack belegte Brötchen von vier verschiedenen Verkaufsstellen. Darunter mehrere Metzgereien, ein Backshop, eine Tankstelle und ein Kiosk.

Hygienestandards sehr unterschiedlich

Gleich beim Einkauf fiel auf, dass die Handhabung und Hygienestandards in den verschiedenen Verkaufsstellen sehr unterschiedlich sind. So setzt der Backshop auf Selbstbedienung und es werden Zangen zur Verfügung gestellt, die man zum Entnehmen der Brötchen nutzen kann - oder nicht. Köhler weiß: "Es gibt immer wieder Kunden, die das nicht vorschriftsmäßig handhaben. Dann ist das natürlich eine Gefahr für die anderen Verbraucher. Sie wissen ja nicht, welche Keime durch diesen einen Kunden auf die Brötchen übertragen wurden".

Oft mangelt es an der Handhygiene

Generell gibt es laut dem Experten drei Schwachstellen beim Verkauf belegter Brötchen. Dazu zählt zunächst die Handhygiene der Mitarbeiter. Zumindest beim Belegen der Backwaren sollten Hygiene-Handschuhe getragen werden, sagt Köhler. Andernfalls können schnell Krankheitserreger auf dem Pausensnack landen. Dass viele Mitarbeiter hier oft nachlässig sind, zeigt die Stichprobenuntersuchung. Zwar wurde in der Tankstelle - als seltene Ausnahme - das Eierbrötchen vor den Augen des Kunden frisch belegt, doch auf Handschuhe wurde dabei verzichtet - mit dramatischen Auswirkungen, wie sich im Labortest zeigte.

Hackbrötchen besonders belastet

Als zweite Schwachstelle gilt die Temperatur in den Auslagen. Sie sollte konstant bei sieben Grad liegen. Ab 15 Grad können sich Keime unkontrolliert ausbreiten, warnt Köhler in "Alles Wissen". Zudem ist ihm zufolge entscheidend, ob ein sogenannter Spuckschutz vor den ausgelegten Waren angebracht ist, wie eine durchgängige Glasvitrine. Dass Keime aus dem Mundraum öfter mal auf den Waren landen, wurde auch im Test sehr deutlich: Die Laboruntersuchung offenbarte, dass sich auf jedem belegten Brötchen Keime und Bakterien in hohen Mengen fanden. Und diese stammten vor allem aus dem menschlichen Rachenbereich und von unreinen Händen.

"Sicherlich sind das Produkte gewesen, die schon längere Zeit gelegen haben und die eigentlich dem Verzehr nicht mehr zugeführt werden sollten", bemängelt Mikrobiologe Reinier Mutters in der Sendung. Auf den Brötchen vom Kiosk und der Tankstelle waren sogar Krankheitserreger, die Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich werden können. Am schlimmsten waren die Testergebnisse jedoch für die Hackbrötchen vom Metzger. In einer Probe wurden sogar Darmbakterien gefunden, die Mutters zufolge zu einer Lebensmittelvergiftung und damit auch zu einer Durchfallerkrankung führen können.

Zubereitung stets im Auge behalten

Um zu vermeiden, dass der Pausensnack zum Durchfall-Auslöser wird, sollten Kunden immer genau beobachten, wie ihr Brötchen zubereitet wird. Am besten ist es, sich das Brötchen frisch belegen zu lassen und darauf zu achten, dass dabei Hygienevorschriften wie das Handschuh-Tragen eingehalten werden. Auch sollte man bei der Wahl des Imbisses berücksichtigen, wie die Brötchen gelagert werden. Fühlt sich das Brötchen in der Hand kühl an, ist das Salatblatt frisch und nicht welk, und riecht der Hack- oder Eierweck appetitlich, können Sie recht zuversichtlich sein und Ihr Brötchen unbeschwert genießen.

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