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Mein Job ist Sex: Warum bieten Frauen Sex gegen Geld an?

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Mein Job ist Sex  

Darum bieten Frauen Sex gegen Geld

21.04.2017, 16:02 Uhr | jb

Mein Job ist Sex: Warum bieten Frauen Sex gegen Geld an?. Eine Frau steckt einen Geldschein in irh Strumpfband (Quelle: imago/Westend61)

Einige Frauen verdienen ihr Geld gerne durch Sexarbeit (Quelle: imago/Westend61)

Spaß am Sex, Aufbessern der Urlaubskasse oder die Liebe zum Luxus: Für viele Menschen nicht vorstellbar - aber es gibt tatsächlich zahlreiche Gründe für Frauen in Deutschland, freiwillig als Sexarbeiterin tätig zu sein. Wir haben mit einigen Frauen gesprochen und berichten, weshalb einige von ihnen gerne und ohne Zwang im ältesten Gewerbe arbeiten.

"Ich arbeite als Prostituierte, weil ich Spaß an Sex habe"

Ihr Wunsch nach einem ausgeprägten Sexleben sowie Spaß und Neugierde brachten Josefa Nereus erst zu einer Escort Agentur und später zur Sexarbeit als Callgirl. Dabei steht für die Liebesdienerin Interesse und Neugierde an der Sexualität im Vordergrund. Durch ihre Arbeit erweitere sie ihren Horizont sowie ihr Können, erklärt Nereus gegenüber t-online.de.

Wichtig ist ihr auch, dem Kunden schöne, entspannende Momente zu bieten, sodass sie „im besten Fall mit einem Leuchten in den Augen beschwingt wieder in ihr Leben gehen“, erklärt Nereus. Zwar sei der Beruf gut bezahlt, allerdings müssen selbständig arbeitende Prostituierte viele Aufgaben erledigen: Marketing, Kundenkontakt per Telefon und E-Mail, Körperpflege, Buchhaltung und Putzen. Besonders die Kundenpflege ist dabei wichtig, erklärt die Sexarbeiterin.

Ob Sexarbeit für eine Frau als Hauptberuf oder Nebenberuf geeignet ist, hängt laut Nereus von der inneren Einstellung und der eigenen Persönlichkeit ab. „Zugewandt den Themen Sex zu sein und ganz generell Freude an Berührungen und Körperlichkeit zu haben“, sind laut Nereus wichtige Voraussetzungen, um als Sexarbeiterin tätig zu sein.

Sexualassistenz für Menschen mit Behinderung

Menschen mit einer Behinderung haben häufig nicht die Möglichkeit, ihre Sinnlichkeit und Sexualität zu entwickeln und zu gestalten. Darum gibt es Sexualassistentinnen, die ihnen dabei aktiv oder passiv helfen. Die direkte sexuelle Befriedigung steht bei der Sexualbegleitung nicht immer im Vordergrund, es geht auch um körperliche Nähe und Hautkontakt. Neben dem Beschaffen von Hilfsmitteln wie diversen Heften und Sexspielzeugen, zeigen die Sexualassistentinnen ihren Kunden auch, wie sie sich selbst befriedigen können.

Reich werden könne man jedoch in diesem Beruf nicht, erklärt Bärbel Ahlborn, Leiterin der Fachberatungsstelle Kassandra e. V. (Beratungsstelle für Prostituierte und Sexarbeit). Im Vordergrund stehe, Menschen zu unterstützen. „Viele arbeiten nebenberuflich im Bereich der Sexualassistenz oder Sexualbegleitung. Hierfür ist viel Einfühlungsvermögen nötig, sowie Zuverlässigkeit, Diskretion und Freude am Beruf. "Es gibt spezielle Fortbildungen für Sexualbegleiter", fügt Ahlborn hinzu.

"Ich arbeite als Sexualbegleitung für Senioren"

Im Alter lässt der Wunsch nach Zuneigung nicht nach. Besonders bei Menschen mit Demenz scheint sich der Wunsch nach Zärtlichkeit erneut und wesentlich stärker zu entfachen. Viele Angehörige, aber auch Pfleger, fühlen sich damit häufig überfordert und wissen nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Speziell ausgebildete Sexualbegleiterinnen helfen Senioren, ihre sexuellen Neigungen und Wünsche weiterhin auszuleben, ohne sich hierfür zu schämen.

Durch regelmäßige Besuche, erklärte die in Deutschland bekannteste Sexualassistentin Nina de Vries auf dem Sozialhilfekongress, werden ihre Klienten entspannter und fröhlicher. Dabei sieht sich de Vries nicht als Therapeutin, sondern arbeite als Sexualbegleiterin für Senioren, um selbst dazu zu lernen.

"Ich will einen Sugardaddy: Sex gegen Luxus"

Die Auszubildende Janine*, 21, liebt den Luxus. Da sie sich diesen allerdings nicht leisten kann, lässt sie sich ihre Shopping Touren von älteren, wohlhabenden Männern, sogenannten Sugardaddies, bezahlen. Diese findet sie auf der Internetplattform mysugardaddy.eu. Im Gegenzug verbringt sie Zeit mit ihren Sugardaddys, lässt sich mit ihnen auf diversen Veranstaltungen sehen und zum Essen einladen. „Die Sugardaddys wollen sich ja mit mir zeigen und mit mir angeben – und Sex gehört natürlich auch dazu“, erklärt Janine im Interview mit t-online.de.

Janine selbst bezeichnet ihre Nebentätigkeit nicht als Arbeit. „Für mich ist das eine richtige Beziehung, aber es ist für beide Seiten klar, dass man nur so lange zusammen ist, wie man Spaß hat und dass die Hochzeit eher unwahrscheinlich ist.“ Als Sexarbeiterin sieht sie sich nicht: „Ich bekomme ja kein Geld für Sex“, berichtet sie, „ich habe mit meinen Sugardaddy eine schöne Zeit und werde verwöhnt und beschenkt.“ Für ihre Kollegin Maren* steht hingegen eher die „normale“ Beziehung im Vordergrund. „Ausgehen, lange Gespräche, gemeinsame Hobbys und wenn möglich, gemeinsam Verreisen“ gehört für Maren zur Beziehung mit einem Sugardaddy dazu.

Wer will Sex für Geld?

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Frauen gerne für Geld oder Ware Sex haben. Neben der Möglichkeit, schnell und viel Geld verdienen zu können, nutzen auch viele die Chance, sich selbst und ihren Körper besser kennenzulernen. Dabei gibt es verschiedene Berufsfelder bei der Sexarbeit, die jeweils auch verschiedene Klientel ansprechen.

Sexarbeit ist keine einfache Aufgabe. Eine starke Eigenreflektion, ein gutes Körpergefühl und die Lust auf Arbeiten mit dem menschlichen Körper ohne Berührungsängste sind wichtige Eigenschaften einer Frau, die mit ihrem Körper und Sex Geld verdient.

Ungeachtet dessen gibt es auch zahlreiche Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden oder aufgrund anderer Einflüsse im ältesten Gewerbe arbeiten müssen. Wir wollten hier allerdings diejenigen vorstellen, die bewusst und gerne als Sexarbeiterin in Deutschland tätig sind.

*Name von der Redaktion geändert

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