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So verändert sich Ihr Körper, wenn Sie lange keinen Sex hatten

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Übergewicht und Erektionsstörungen  

So verändert sich Ihr Körper, wenn Sie lange keinen Sex hatten

21.05.2017, 22:15 Uhr | Jennifer Buchholz, t-online.de

So verändert sich Ihr Körper, wenn Sie lange keinen Sex hatten. Ein Mann sitzt auf der Kante des Bettes (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/nd3000)

Regelmäßiger Sex kann einer erektilen Dysfunktion vorbeugen (Symbolbild) (Quelle: nd3000/Thinkstock by Getty-Images)

Es gibt verschiedene Gründe für Enthaltsamkeit. Zu wenig Zeit, zu viel Stress, kein Partner oder die bewusste Entscheidung gegen Sex. Doch welche Auswirkungen hat es, wenn das Liebesleben einfriert?

1. Veränderung der Vagina

Bereits auf dem Schulhof erzählten sich Teenager, dass Frauen durch Abstinenz enger werden oder sogar das Jungfernhäutchen wieder zuwächst. Dies ist allerdings nur ein Mythos. Richtig ist jedoch, dass sich die Geschlechtsorgane einer Frau verändern. Hat eine Frau lange keinen Sex, so kann ihre Vagina "aus der Übung kommen“. Die Phasen der Entspannung und Erregung sowie der Kontraktion sind langwieriger und schwieriger zu erreichen. Durch regelmäßigen Geschlechtsverkehr verkürzt sich diese Zeit, da die Vagina wieder "im Training“ ist.

Darüber hinaus dauert es bei Frauen nach einer sexuellen Auszeit häufig länger, bis sie wieder ausreichend "feucht“ werden. Ihre Sexualorgane benötigen für die Produktion des natürlichen Gleitmittels mehr Zeit. Hiergegen kann jedoch regelmäßiges Masturbieren helfen.

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2. Erektionsstörung bei Männern

Mehrere Studien bestätigen, dass Männer, die lange keinen Sex hatten, eher unter einer erektilen Dysfunktion leiden können. Folglich kann sich ein regelmäßiges Sexualleben positiv auf die Potenz und Erektion auswirken. Zudem soll regelmäßiges Ejakulieren Prostatakrebs vorbeugen.

3. Anfälliges Immunsystem

Ein stillstehendes Liebesleben beeinflusst auch das Immunsystem. Zwar kommt man beim Geschlechtsverkehr in Kontakt mit anderen Keimen und Viren, gleichzeitig stärkt Sex jedoch die Abwehrkräfte. Der positive Effekt ist demnach höher. Laut einer Studie der britischen Cardiff Universität reichen zwei- bis dreimal Sex pro Woche aus, um das eigene Immunsystem ausreichend zu stärken.

4. Libido sinkt

Wer wenig oder selten Sex hat, kann allgemein die Lust am Liebesakt verlieren. Der Körper kann sich sogar an diesen Sexentzug gewöhnen. Die Folge: Die Produktion bestimmter Sexualhormonen nimmt so stark ab, dass die Libido komplett verschwindet. Was dagegen hilft? "Sex“, erklärt Sextherapeutin Dr. Tammy Nelson im Medical Daily.

5. Erhöhte Stressanfälligkeit

Sex kann ein ideales Mittel gegen Stress sein. Dies bestätigt auch eine Studie, die im Psychology Today veröffentlich wurde. Der Liebesakt hat für viele eine entspannende Wirkung. Zusätzlich werden durch Sex Endorphine und Oxytocin freigesetzt, die zusätzlich für Entspannung und Glücksgefühle sorgen.

Menschen, die unregelmäßigen oder wenig Geschlechtsverkehr haben, können in stressigen Situationen sogar vermehrt unter Bluthochdruck leiden.

6. Erhöhtes Herzinfarktrisiko

Ein gutes Sexualleben kann die Herz-Kreislauf-Gesundheit fördern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der American Heart Association (AHA). Regelmäßiger Geschlechtsverkehr soll das Risiko für einen Herzinfarkt senken, die Herzfrequenz normalisieren und den Blutdruck stabilisieren.

7. Intelligenzsteigerung

Regelmäßiger Geschlechtsverkehr kann die Intelligenz steigern – zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der University of Maryland. Durch die sexuellen Aktivitäten wird nämlich das Neuronenwachstum im Hippocampus des Gehirns verstärkt.

8. Muskelaufbau wegen Testosteron

Nicht nur die Bewegungen während des Aktes fördern den Muskelaufbau. Durch Sex wird auch die Produktion des Sexualhormons Testosteron angeregt. Testosteron unterstützt den Muskelaufbau.

Eine Frau liegt auf einem Mann im Bett (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Jacob Ammentorp Lund)Sex ist gut für die Gesundheit (Quelle: Jacob Ammentorp Lund/Thinkstock by Getty-Images)

9. Verringerte Lebenserwartung

Männer, die sexuell aktiv sind, haben häufig eine höhere Lebenserwartung als diejenigen, die auf den Geschlechtsverkehr verzichten. Zu diesem Ergebnis kamen britische Wissenschaftler in einer Langzeitstudie. Zwar wird die Lebenserwartung auch durch die Ernährung, den allgemeinen Gesundheitszustand sowie die Lebensgewohnheiten beeinflusst, jedoch sank das Sterblichkeitsrisiko bei den Probanden deutlich, die mindestens zweimal pro Woche Sex hatten.

10. Übergewicht

Wer auf Sex verzichtet und deswegen gefrustet ist, kann dazu neigen, sich einer Ersatzbefriedigung hinzugeben. Diese besteht häufig aus Essen wie Süßigkeiten oder Fast Food. Weshalb? Laut der University of California haben diese Lebensmittel eine ähnliche Wirkung auf das Gehirn wie Sex. Die Folge: Wir nehmen zu und werden noch gefrusteter. 

11. Gut für die Beziehung

Sex ist jedoch nicht nur gut für die Gesundheit, er kann auch zur Verbesserung der Partnerschaft beitragen. Durch die Abstinenz kann das Selbstwertgefühl sinken. Auch steigt bei vielen während einer Sexfreien Zeit die Angst, dass der eigene Partner fremdgeht, so der Psychologieprofessors Les Parrott. Zudem festigt das Liebesspiel die Bindung der Partner miteinander. 

Was spricht für die Enthaltsamkeit?

Es gibt aber auch Vorteile einer absichtlichen Abstinenz. Laut US-Forschern (Journal of the American Medical Association) verringert sich das Risiko einer Harnwegsinfektion oder einer sexuell übertragbaren Krankheit, wenn man keinen Geschlechtsverkehr hat. Allerdings können Sie diese Erkrankungen auch auf andere Weise erhalten. Kein Sex ist somit auch keine Lösung.

Die Entscheidung, einige Zeit auf Sex zu verzichten, kann jedoch auch psychische oder physische Gründe und somit einen negativen Hintergrund haben. In diesem Fall sollten Sie besonders auf Ihre Gesundheit achten.

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