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Das sind die 10 gefährlichsten Inseln der Welt

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Trügerische Idylle  

Die 10 gefährlichsten Inseln der Welt

05.04.2017, 14:42 Uhr | A. Jäger; msc, t-online.de

Das sind die 10 gefährlichsten Inseln der Welt. Luftaufnahme der Forschungsinsel Riems, Sitz des Friedrich Löffler Instituts (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Fotowunsch)

Die Forschungsinsel Riems im Greifswalder Bodden, Sitz des Friedrich Löffler Instituts (Quelle: Fotowunsch/Thinkstock by Getty-Images)

Urlaub auf einer Insel, auf der sonst niemand seine Ferien verbringt – eine Wunschvorstellung vieler. Doch, Vorsicht: Hier trügt die Idylle! Auf diesen Inseln macht aus gutem Grund keiner Urlaub. Wir stellen Ihnen die gefährlichsten Inseln der Welt in unserer Foto-Show vor.

Riems, Deutschland: Hochsicherheitstrakt für Viren und Bakterien

Auf den ersten Blick wirkt diese Insel in der Ostsee äußerst idyllisch. Doch sie beherbergt die älteste virologische Forschungsstätte der Welt, gegründet 1910 von Friedrich Loeffler. In den 90er Jahren waren die wenigen Wohnhäuser noch für die Öffentlichkeit zugänglich, doch dies ist mittlerweile verboten. Wer hier hinein oder hinaus will, muss sich einer aufwändigen Prozedur unterziehen. Aktuell wird dort ein Tiergesundheitsforschungsinstitut gebaut und im Zuge dessen entstanden weitere Hochsicherheitslabors.

Ilha da Queimada, Brasilien: Die Schlangeninsel

Eine pittoreske kleine Insel vor der Küste Brasiliens - keine Menschenseele weit und breit. An der steinigen Küste steht ein Leuchtturm - in der Nähe liegt das verlassene Haus des ehemaligen Leuchtturmwärters. Die ideale Gelegenheit zum Entspannen? Weit gefehlt! Denn die brasilianische Regierung hat aus gutem Grund das Betreten der Insel untersagt: Hier leben tausende Exemplare der Goldenen Lanzenotter - einer der giftigsten Schlangen der Welt. Aus diesem Grund trägt das Eiland auch den Spitznamen "Schlangeninsel".

Miyake-jima, Japan: Gasmasken gegen giftige Gase 

Die nächste gefährliche Insel heißt Miyake-jima und liegt im Pazifischen Ozean südlich von Japan. Auf der elf Kilometer langen Vulkaninsel leben rund 2300 Einwohner. Doch da der Vulkan in seiner Geschichte schon öfter ausgebrochen ist und seit 2005 ständig giftige Gase austreten, sind die Einwohner dazu angehalten, ständig eine Gasmaske parat zu haben - für den Notfall.

Saba, Niederländische Antillen: Insel der Hurrikans

Saba ist die kleinste Insel der Niederländischen Antillen in der östlichen Karibik. Sie beträgt rund 4,5 Kilometer im Durchmesser. "Oh wie süüüß!" –Achtung, diese Insel ist zwar klein, aber oho. Denn das winzige Eiland ist in den vergangenen 150 Jahren öfter von Hurrikans heimgesucht worden als jede andere Region des Erdballs.

North Sentinel Island, Indien: Bewohner sehen sich nicht als Gastgeber

Die Bewohner der North Sentinel Islands, die Sentinelesen, mögen keine Gäste. Sie setzen sich gegen jeden zur Wehr, der ihrer kleinen Insel östlich von Indien, zu nahe kommt. Die Insel ist nur rund 75 Quadratkilometer groß, die offizielle Bevölkerungszahl beträgt 39. Aber genau weiß das niemand. Denn viele Besucher haben das Eiland noch nicht betreten. Als im Jahr 1981 ein Frachter vor der Insel kenterte, war es nur einem Taifun zu verdanken, dass die 33 Mann der „Primrose“ überlebten: Denn wegen der hohen Wellen konnten die feindseligen Eingeborenen nicht mit ihren Kanus zum Schiff rüberrudern und von ihren Waffen Gebrauch machen. Die Besatzung wurde nach und nach per Helikopter gerettet. Immer wieder scheitern Kontaktversuche. Seit 1996 ist ein Besuch außerdem streng verboten. Zehn Jahre später, 2006, wurden zwei Fischer, die sich North Sentinel Island näherten, vor der Insel tot aufgefunden. 

Bikini-Atoll, Marshallinseln: Atombombe trifft Haischwarm

Bikini-Atoll...das klingt nach palmenreicher Insel im Pazifischen Ozean, Puderzuckerstrand und türkisblauem Wasser. Stimmt. Also rein in den Badeanzug und ab ins Wasser? Lieber nicht! Das Bikini-Atoll ist gleich wegen zwei gefährlicher Faktoren bekannt. Zum Einen war das Atoll Schauplatz gesundheitsschädlicher Kernwaffentests der USA zwischen 1946 und 1958. Erst 1997 kamen die ersten Siedler zurück, als die Insel wieder für "sicher" erklärt wurde. Aber da in den Gewässern nun kaum jemand fischte, hat sich die Population der ansässigen Haie vervielfacht. Badevergnügen? Fehlanzeige! 

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Gruinard Island, Schottland: Milzbranderreger

Ein paar Kilometer vor der schottischen Küste liegt Gruinard Island: grün, unbewohnt, idyllisch. Doch auch hier gilt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellan-Kiste! Auf Gruinard Island wurden während des Zweiten Weltkrieges Versuche mit Milzbranderregern gemacht. Nach Abschluss der Versuche wurde festgestellt, dass die Sporen des Krankheitserregers in den Boden gesickert waren und diesen dauerhaft verseucht hatten. Erst 1986 wurde die Insel dann mit Tonnen Formaldehyd "entseucht". 1990 erklärte das britische Verteidigungsministerium die Insel wieder für bewohnbar - hin getraut hat sich bisher trotzdem niemand.

Farallon-Inseln, USA: Nukleare Mülldeponie mit unbekanntem Risiko

43 Kilometer westlich von San Franciscos Sehenswürdigkeit Nummer Eins, der Golden Gate Bridge, liegen die Farallon-Inseln. Zwischen den Vierziger und Siebziger Jahren wurden vor den Inseln jedoch radioaktive Abfälle entsorgt. Doch laut des britischen "The Telegraph" sind genaue Lage sowie Umfang und Risiko der Nuklearabfälle unbekannt. Angeblich solle es ungefährlicher sein, die Umweltsünden dort liegen zu lassen, als sie zu verlagern. Bis auf Forschungsstationen sind die Inseln unbewohnt. Nur eine große Population Seelöwen nutzt die Inseln - was wiederum andere Gäste anlockt: weiße Haie.

Ramree Island, Myanmar: "Das größte an Menschen verübte Unglück durch Tiere"

Dieser Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde hört sich zunächst merkwürdig an. Doch auf Ramree Island vor Myanmar ist 1945 ein Desaster passiert, das an diesem Eintrag Schuld ist. Im Zweiten Weltkrieg kämpften auf der Insel britische gegen japanische Truppen. Rund 400 japanische Soldaten waren gezwungen, in die Sümpfe der Insel zu fliehen. Doch der Morast wurde ihnen zum Verhängnis, denn hier trafen sie auf eine riesige Anzahl Salzwasserkrokodile, die auf Ramree Island leben.

Danger Island, Malediven: Verlockende Kokospalmen, aber keine Chance für Schiffe

Rund 800 Kilometer südlich der Malediven liegt Danger Island. Die unbewohnte Insel ist rund zwei Kilometer lang und bietet Kokospalmen perfekte Bedingungen zum Wachsen. Doch die köstlichen Kokosnüsse zu ernten ist fast unmöglich. Denn die Insel hat ihren Namen daher, dass Schiffsreisende vor ihr kaum ankern können. Wer es doch versucht, riskiert sein Leben. Besonders den frühen Entdeckern wurde das oft zuim Verhängnis.

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