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Ulaubsfotos: Wo man fotografieren darf und wo nicht

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Urlaubsfotos in Sozialen Netzwerken  

Diese Bilder können teuer werden

02.09.2017, 15:49 Uhr | Hans-Werner Rodrian, srt

Ulaubsfotos: Wo man fotografieren darf und wo nicht. Moscheen dürfen nur sehr eingeschränkt fotografiert werden.  (Quelle: srt/Berge & Meer)

Moscheen dürfen nur sehr eingeschränkt fotografiert werden. (Quelle: srt/Berge & Meer)

Für viele gehört es heute ganz einfach zum Urlaub dazu: Fotos und Videos für die Lieben daheim in die sozialen Medien hochzuladen. Allerdings lauern zahlreiche Tücken, manches ist nicht erlaubt. Wir nennen die fünf häufigsten Stolperfallen.

Bei Einzelpersonen grundsätzlich Zustimmung einholen

Der Mönch vor der griechischen Kapelle und der Nachbar auf dem Liegestuhl haben eins gemein: Beide dürfen – wie alle Menschen – nur fotografiert werden, wenn sie vorher zugestimmt haben. Eine Ausnahme macht der Gesetzgeber nur, wenn die Personen "nur als Beiwerk (...) erscheinen".

Ebenfalls keiner Einwilligung des Betroffenen bedarf die Veröffentlichung eines Fotos von einer Versammlung. Der Trachtenumzug in Oberbayern darf also ebenso fotografiert werden wie die Sambaschule in Rio de Janeiro, auch wenn einzelne Personen erkennbar sind. Grundsätzlich sollte man beim Fotografieren von anderen Menschen aber immer überlegen, ob man selbst in dieser Situation fotografiert werden wollte.

Kinderfotos sind besonders heikel

Kinderfotos brauchen gleich zwei Einverständniserklärungen: die der Eltern und die des Kindes selbst, wenn es älter als sieben Jahre ist. Achtung: In anderen Ländern können andere Altersgrenzen herrschen. Also am besten immer alle fragen.

Das gilt übrigens auch als Elternteil. Viele Mütter und Väter veröffentlichen Urlaubsbilder von ihren Kindern im Internet, ohne sich zu fragen, was das eigene Kind möglicherweise in einigen Jahren dazu sagt oder welche Nachteile ihm daraus entstehen könnten.

In Museen auf mögliche Fotografieverbote achten

Museen haben das Hausrecht. Der Louvre in Paris kann also entscheiden, ob er Fotos von der Mona Lisa zulässt. Dabei ist es egal, ob man nur das Bild fotografiert oder sich für ein Selfie davor stellt. Fotografieren in Museen ist aber immer erlaubt, wenn es nicht ausdrücklich verboten ist.

Und ist es nicht verboten, dann dürfen die Fotos auch veröffentlicht werden. Auch hier kann der Pinnwandeintrag bei Facebook also kaum beanstandet werden. Doch Achtung bei moderner Kunst: Picassos Gemälde beispielsweise sind urheberrechtlich geschützt. Der Schutz gilt in der EU bis 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers, bei Picasso also noch bis zum Jahr 2043. Dasselbe gilt für fremde, auch abfotografierte Fotos.Fotografieren in Museen ist immer erlaubt, wenn es nicht ausdrücklich verboten ist. (Quelle: H.W.Rodrian/SRT)Fotografieren in Museen ist immer erlaubt, wenn es nicht ausdrücklich verboten ist. (Quelle: H.W.Rodrian/SRT)

Bei Architektur herrscht die Panoramafreiheit – aber nicht überall

Auch Architektur ist Kunst. Die Reichstagskuppel in Berlin darf also streng genommen nur mit Einwilligung von Architekt Norman Foster fotografiert werden. Mit einer wichtigen Ausnahme: Wenn man sie von öffentlichem Grund aus fotografiert, so ist das erlaubt (Panoramafreiheit). Bereits aus dem Hotelzimmer zu fotografieren kann aber kitzlig werden. Und mit Drohnen aus der Luft sowieso. Achtung: Panoramafreiheit gilt längst nicht überall im Ausland. Selbst einige EU-Länder wie Italien und Griechenland kennen sie nicht.

In der Reichstagskuppel ist das Fotografieren erlaubt. (Quelle: srt/Heike)In der Reichstagskuppel ist das Fotografieren erlaubt. (Quelle: srt/Heike)

Militärische Anlagen sind absolut tabu

Militärische Anlagen sind überall auf der Welt tabu. Wer ein entsprechendes Schild sieht, verzichtet also besser auf Fotos. Paläste, Flug- und Schiffshäfen oder auch Moscheen dürfen nur sehr eingeschränkt fotografiert werden. Wird man erwischt, droht mancherorts sogar die Konfiskation von Kamera sowie Film- und Speicherkarte.

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