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Stiftung Warentest: Wasserfilter erfüllen nur selten ihren Zweck

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Neun Geräte im Test  

Wasserfilter erfüllen nur selten ihren Zweck

22.05.2015, 14:46 Uhr | cme

Stiftung Warentest: Wasserfilter erfüllen nur selten ihren Zweck. Wasserfilter machen das Wasser nicht besonders weich.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wasserfilter machen das Wasser nicht besonders weich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hartes Wasser kann Kaffee- und Teeliebhaber zur Verzweiflung bringen. Wasserfilter sollen da Abhilfe schaffen. Sie versprechen weicheres Wasser, weniger Schadstoffe und mehr Teegenuss. Doch im Praxistest filtern die Geräte nur mäßig, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt. Keines von neun getesteten Geräten schaffte ein gutes Filterergebnis. Bei drei Modellen gab es zudem Probleme mit Verkeimung.

Hartes Wasser ist durch einen hohen Gehalt an Magnesium und Kalzium gekennzeichnet. Die beiden Mineralstoffe schaden zwar nicht der Gesundheit, können aber Wasserkocher und Kaffeemaschinen ordentlich verkalken und den Geschmack von Tee beeinträchtigen.

Filterleistung ist oft mangelhaft

Für den Test sollten die Wasserfilter Wasser mit dem Härtegrad 16 bis 17 auf unter 10 Grad bringen. Die Anforderung folgt einer Richtlinien für Teeverkostungen und ist moderat. Erst bei weniger als 8,4 Grad spricht man von weichem Wasser. Trotzdem verfehlten fast alle Filter das Ziel.

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Nur drei Geräte erhielten ein "Befriedigend", darunter der "Klin-Tec Pure Water" (ca. 20 Euro) und der "Brita Elemaris 2,4 l" (ca. 34 Euro). Sie filtern zumindest zu Beginn relativ gut, allerdings lässt die Filterleistung schneller nach als angegeben. Wer die Patronen nicht frühzeitig wechselt, muss wieder mit härterem Wasser rechnen.

Schadstoffe in Deutschland selten ein Problem

Besser schneiden die Filter bei der Reduzierung von Schadstoffen wie Blei und Kupfer ab. Allerdings seien diese Stoffe in Deutschland nur selten ein Problem, schreibt Warentest. In Haushalten mit alten Bleirohren hingegen können die Geräte nützlich sein. Die drei Testsieger verringerten in der Untersuchung zudem den Gehalt an Rückständen wie Pestiziden im Wasser.

Drei Filter können zu Keimschleudern werden

Damit die Wasserfilter nicht verkeimen, sind die meisten Kartuschen mit Silberionen versetzt. Einige Hersteller verzichten jedoch darauf. Bei drei Modellen kann das dazu führen, dass sich in den Geräten Bakterien vermehren. Stiftung Warentest vergab dafür zweimal die Note "Mangelhaft".

Die meiste Kritik gab es an dem mit 185 Euro teuersten Filter im Test, dem "EVA-Filter 700 PLC 7 l". Warentest bezeichnet das Gerät als "Keimschleuder", das zudem nicht in den Kühlschrank passt. Außerdem fand das beauftragte Labor in dem gefilterten Wasser erhebliche Mengen an Dichlormethan, einem möglicherweise krebserregenden Stoff. Dieser stammt offenbar aus der Filterkartusche.

Der Anbieter des EVA Filters hat bereits reagiert und den Vertrieb vorsorglich eingestellt. Einzelne Geräte könnten sich aber noch im Handel befinden.

Im Kühlschrank lagern und Kartusche regelmäßig wechseln

Laut Stiftung Warentest fließt in Deutschland zu 99 Prozent klares, sauberes Trinkwasser aus den Rohren. Zur Sicherheit sollte man das in den Rohren stehende Wasser kurz ablaufen lassen, bis kaltes nachströmt. Wer zudem Kaffeemaschine oder Wasserkocher regelmäßig entkalkt, spart Geld und benötigt keinen Wasserfilter.

Wer dennoch nicht auf ein Gerät verzichten möchte, sollte es in den Kühlschrank stellen, täglich frisches Wasser einfüllen und die Kartuschen regelmäßig wechseln.

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