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Stiftung Warentest: Kunstaroma statt Frucht

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Stiftung Warentest

Wässer mit Geschmack fallen im Test durch

25.04.2013, 16:22 Uhr | dpa/tmn, stw

Stiftung Warentest: Kein Wasser mit Geschmack ist gut.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Stiftung Warentest: Kein Wasser mit Geschmack ist gut. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wasser mit Geschmack ist für viele eine leckere Alternative zu normalem Sprudelwasser. Von den bunten Abbildungen frischer, reifer Früchte auf dem Etikett sollten Verbraucher sich jedoch nicht blenden lassen: In aromatisierten Wassersorten finden sich keine echten Fruchtnoten, sondern nur Kunstaromen. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift "test" nach einer Untersuchung von 25 Wässern in acht Geschmacksrichtungen. Wir stellen Auszüge aus dem Testergebnis vor.

Schlechte Noten für fast alle Produkte

Die Gesamtnote "Sehr gut" oder "Gut" erhielt kein Produkt, nur sechs waren "befriedigend", fünf bekamen ein "mangelhaft". Zu den mit "befriedigend" getesteten Wässern gehören überwiegend Produkte aus dem Discounter. Am besten schnitt "Saskia Boneau Apfel Geschmack" von Lidl ab. Auch das Wasser von Aldi Nord "Quellbrunn plus Apfel" bekam ein "Befriedigend".

Teurere Produkte fallen durch

Zu den Verlierern gehören vor allem teurere Produkte, für die der Verbraucher bis zu 1,45 Euro pro Liter bezahlen muss. Wasser mit Geschmack aus dem Discounter gibt es bereits ab 33 Cent. "Volvic Apfel" bekam von den Testern nur ein "Mangelhaft". Auch das Wasser des Herstellers Bonaqua "Pfirsich-Maracuja" sowie das Lidl Wasser "Saskia Boneau Erdbeer" erhielten die Note "Mangelhaft". Gerade bei Letzterem überrascht das Ergebnis: Die Geschmacksrichtung Apfel ist der Sieger des Tests.

Keine Früchte im Wasser

Die Tester bemängelten vor allem, dass die Produkte keinen natürlichen Fruchtgeschmack haben. Die Verpackung suggeriere Verbrauchern, dass das Aroma tatsächlich von Äpfeln, Zitronen und Beeren stamme, sagt "test"-Chefredakteurin Anita Stocker. "Das ist irreführend: Volle Frucht, nennenswerten Fruchtsaft oder Fruchtmarkt enthält keines der Getränke." Verbraucher müssten beim Kleingedruckten schon sehr genau hinsehen, um das zu durchschauen. "Meist ist nicht drin, was draufsteht. Dafür ist aber drin, was nicht draufsteht", kritisierte Stocker.

Im Geschmackstest durchgefallen

Bis auf ein Produkt rochen und schmeckten die Wässer auch nicht fruchttypisch und fehlerfrei, sondern überwiegend aromatisiert und nur fruchtähnlich, bestätigt Birgit Rehlender, Projektleiterin für Lebensmitteluntersuchungen bei der Stiftung Warentest. Ebenso kritisch sahen die Prüfer, dass bei fast allen Produkten Zucker zugesetzt war. Den meisten Zucker fanden die Tester in den Getränken mit Erdbeeraroma. Dadurch können bis zu 200 Kalorien pro Liter enthalten sein.

Benzol wurde nachgewiesen

Auch im Hinblick auf Schadstoffe wurden die Wässer geprüft. Speziell fünf Wässer, die Benzoesäure enthalten, wurden von den Testern genauer unter die Lupe genommen. Denn Benzoesäure ist ein Konservierungsmittel, das dazu führen kann, dass das Getränk mit dem krebserzeugenden und keimzellenschädigenden Benzol belastet ist. In einem Produkt fanden sich laut Rehlender 0,6 Mikrogramm Benzol pro Liter. Der für Trinkwasser geltende Grenzwert liegt bei einem Mikrogramm pro Liter. 

"Völlig inakzeptable Belastung"

Zudem enthielten alle vier Wässer mit Kirschgeschmack große Mengen des ähnlich wie Benzoesäure aufgebauten Aromastoffs Benzaldehyd. Also überprüften die Tester auch diese Produkte auf Benzol. In einem fanden sie laut Rehlender eine "völlig inakzeptable Belastung" von drei Mikrogramm. Die Ergebnisse sind jedoch noch nicht endgültig geklärt und weitere Tests nötig.

Selbstgemacht ist doch am besten

Wasser mit echten Fruchtnoten ist im Handumdrehen selbst zubereitet. Verbraucher können zum Beispiel eine Tasse Früchtetee mit einem Liter kaltem Wasser mischen oder einen Schuss Fruchtsaft ins Wasser geben. Auch ein paar Gurkenstücke und Pfefferminzblätter oder einige Zitronenscheiben und etwas Ingwer, geben dem Wasser Aroma.

Das gesamte Testergebnis lesen Sie in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift "test".

25.04.2013, 16:22 Uhr | dpa/tmn, stw

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