16.11.2012, 12:07 Uhr | amr, t-online.de
Es fängt mit schütterem Haar an, dann kommen die Geheimratsecken und plötzlich ist der obere Kopfteil blank. Besonders Männer zwischen 30 und 50 leiden unter Haarausfall. Bei manchen Betroffenen schwindet mit der Haarpracht auch das Selbstbewusstsein. Mit allen Mitteln wollen Männer dann kaschieren, verdichten und implantieren - denn Mann will ja dem weiblichen Geschlecht imponieren. Doch in den allermeisten Fällen kommt es Frauen nicht darauf an, wie viel sich auf Seinem Kopf befindet. Wichtiger ist, dass Mann "Köpfchen" hat und diese No-Gos bei Haarausfall meidet - was Frauen raten.
Eine beginnende Glatze empfinden viele Männer als problematisch für ihr Selbstbild. Daher ist die Bereitschaft hoch, auch aufwendige Maßnahmen für den Erhalt oder die Wiederherstellung des Haares zu ergreifen. Ein Beispiel ist die dauerhafte Eigenhaarverpflanzung. Dabei werden Haarwurzeln vom Haarkranz am Hinterkopf entnommen und auf die kahlen Stellen umverteilt. So eine Eigenhaartransplantation kostet mehrere tausend Euro und ist auch nur begrenzt durchführbar. Der Mann muss schon eine geeignete Spenderfläche mitbringen. Aber wo nichts ist, da kann man nichts holen. Außerdem wächst das transplantierte Haar nicht bei jedem so, wie es sollte. Unser Fazit: Zu viel Aufwand und teuer.
Kein bisschen sexy sind Toupets oder Perücken. Meist versuchen Männer ihre Halbglatze mit einem Haarteil zu verdecken. Dieses wird gekraust, gelockt und gefärbt. Aber wer will schon in etwas Künstliches fassen, wenn man dem Liebsten über den Kopf streichelt.
Auch die Methode ist sehr beliebt: Männer mit einer Halbglatze lassen sich eine mehr oder weniger dicke Strähne der hinteren oder seitlichen Haare lang wachsen, um sie dann fein säuberlich über die kahle Platte zu kämmen. Diese Verlegenheitssträhne ist nicht nur unansehnlich, sondern wirkt auch ungepflegt und lächerlich. Noch schlimmer ist der Pferdeschwanz - besonders dann, wenn er nur aus dem übrig gebliebenen Hinterkopfhaar besteht, weil das obere Haupthaar schon ausfallen ist.
Sollten Männer Tabletten einnehmen, in der Hoffnung, ihre schwindende Kopfbehaarung zu neuem Leben zu erwecken? Bei erblich oder genetisch bedingtem Haarausfall kann eine Therapie mit Medikamenten helfen, das Kopfhaar zu erhalten. Mit der Einnahme muss jedoch schon in einem frühen Stadium des Haarausfalls begonnen werden. Ein Leben lang Tabletten zu nehmen, ist aber auch keine verlockende Aussicht. Bei einer anderen Form des Haarausfalls werden die Haare am ganzen Kopf gleichmäßig dünner. Hier helfen auch keine Wachstumswässerchen oder Pillen. Die Mittel gegen den sogenannten diffusen Haarausfall erleichtern höchstens das Portmonee. Wir empfehlen eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten. Körperliche Belastungen und Stress können Haarausfall auch begünstigen und sollten vermieden werden.
Die Ursachen für Haarausfall sind noch nicht restlos geklärt. Kurios ist, dass das Barthaar offensichtlich entgegengesetzt zu seinem Haupthaar reagiert. Während das eine ausfällt, sprießt das andere umso mehr. Die medizinische Erklärung hierfür ist, dass die männliche Kopfbehaarung mit zunehmendem Alter eine Überempfindlichkeit gegen das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) entwickelt und sich dadurch lichtet. Dasselbe Hormon regt aber den Bartwuchs um so mehr an.
Unser Fazit lautet: Männer sollten bei Haarverlust keine Experimente oder Vertuschungs-Manöver starten. Ein Kurzhaarschnitt punktet eher bei Frauen. Im Zweifelsfall kann Mann es auch mal komplett "oben ohne" probieren. Eine sexy Glatze kommt bei vielen Frauen auch gut an.
Quelle: amr, t-online.de
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