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Alkohol: Woher der Kater am nächsten Morgen kommt

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Schmerzen nach dem Feiern  

Schuld am Kater sind auch die Fuselalkohole

03.03.2014, 13:43 Uhr | msh

Alkohol: Woher der Kater am nächsten Morgen kommt. Zuviel Alkohol kann zu einem Kater führen. (Quelle: imago)

Trinkt man zu viel Alkohol, droht am nächsten Tag ein fieser Kater. (Quelle: imago)

Ein Glas Bier am Abend schadet in der Regel nicht. Wird Alkohol jedoch in großen Mengen konsumiert wie im Karneval, kann das unangenehme Folgen haben. Heftige Kopfschmerzen, ein flaues Gefühl im Magen und allgemeines Unwohlsein sind die typischen Anzeichen eines Katers. Schuld an den üblen Nachwirkungen ist nicht nur die Alkoholmenge. So genannte Fuselalkoholverbindungen sorgen dafür, dass uns der Schädel mächtig brummt.

Bei der alkoholischen Gärung entstehen neben dem erwünschten Ethanol auch unerwünschte Begleitalkohole wie Methanol, Propanol oder Butanol. Diese Begleitstoffe, auch Fuselalkohole genannt, werden von der Leber in Giftstoffe umgewandelt und schränken die Funktion der Herzens ein. Sie können dazu führen, dass sich die Blutgefäße weiten - ähnlich wie bei einer Migräne. Das Gehirn bekommt nicht mehr genügend Sauerstoff, es droht ein Kater.

Nach Weizenbier brummt der Kopf stärker als nach Pils

Doch nicht jedes alkoholische Getränk enthält gleich viele Begleitalkohole. Die Chemieingenieurin Siegrun Mohring hat in ihrer Diplomarbeit Biere verschiedener Hersteller und Brauarten auf Fuselalkohole untersucht. Das Ergebnis: Untergärige Biere haben in der Regel weniger Begleitalkohole als obergärige Biere. Ein Pils bringt es also auf weniger Fuselalkohole als ein Weizenbier. Beim Weizenbier sind es im schlimmsten Fall rund 160 Milligramm Fuselalkohol pro Liter. Ein Pils enthält dagegen maximal 120 Milligramm Begleitalkohole pro Liter, im besten Fall sogar nur 60 Milligramm pro Liter.

UMFRAGE
Wie oft trinken Sie Alkohol?

Auch in anderen alkoholischen Getränken sind Fuselalkohole enthalten. Dabei enthält Rotwein meist mehr Begleitstoffe als Weißwein und Prosecco. Praktisch frei davon ist Wodka.

Alkohol führt zu Wassermangel

Doch auch der Alkohol selbst trägt zum Kater bei. Denn reines Ethanol entzieht dem Körper Wasser und Mineralstoffe. Trinkt man Alkohol, scheidet die Niere mehr Wasser aus. Das führt nicht nur zum großen Durstgefühl am nächsten Tag, sondern auch zu Kopfschmerzen. Deshalb der Rat: Trinken Sie nach jedem alkoholischen Getränk ein bis zwei Gläser Wasser oder Saftschorle. Das reduziert die Alkoholaufnahme und der Körper trocknet nicht so stark aus.

Manchmal schadet bereits ein kleine Menge Alkohol und führt zu Kopfschmerzen am nächsten Tag. Denn auch die individuelle Verfassung spielt eine Rolle. Ist man ausgeschlafen, verträgt man den Rotwein oder das Bier besser als nach einer stressigen Arbeitswoche. Wer empfindlich auf Alkohol reagiert und regelmäßig Kopfschmerzen bekommt, sollte sein Pensum einschränken. Auch der Verzicht auf Getränke mit hohem Gehalt an Begleitalkoholen kann helfen. Zudem kann Sauerstoffmangel in überfüllten Räumen den Kater zusätzlich fördern. Sorgen Sie deshalb zwischendurch immer mal wieder für Frischluft.

Rezepte gegen den Kater

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen am nächsten Tag mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel aufwacht, bekämpft die Beschwerden am besten mit reichlich Wasser. Auf Sprudelwasser sollte man aber besser verzichten, weil die Kohlensäure den ohnehin schon strapazierten Magen zusätzlich reizt. Auch Kaffee verstärkt bei manchem Katergeplagten die Kopfschmerzen und belastet den Magen. Außerdem baut Koffein den Alkohol im Blut nicht ab, lediglich die Müdigkeit wird vorübergehend reduziert. Wer sich halbwegs fit fühlt, sollte an die frische Luft gehen. Dann kommt der Kreislauf schnell wieder in Schwung.

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