22.04.2013, 16:30 Uhr | jlu/t-online
Viele kennen das Problem: Nach dem Essen zwickt der Bauch und wölbt sich kugelförmig. Schlagartig gewachsene Speckrollen sind daran allerdings nicht schuld. Vielmehr entsteht der so genannte Blähbauch, wenn man etwas "Falsches" gegessen hat. Der dicke Bauch ist zwar harmlos, wird aber oft von peinlichen Nebenwirkungen wie Blähungen begleitet. Wir zeigen Ihnen, welche Lebensmittel den Bauch wie einen aufgepusteten Luftballon erscheinen lassen.
Ein Blähbauch ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das jeden treffen kann. Warum sich der Bauch plötzlich aufbläht, kann viele Ursachen haben. In den meisten Fällen steckt der Genuss blähender Speisen und Getränke, wie Cola, Knoblauch oder Kohl, dahinter. Solche Nahrungsmittel enthalten bestimmte Stoffe, die die Gasproduktion im Darm anregen und den Bauch deshalb dick werden lassen. Zu Blähungen kommt es, wenn die Luft aus dem Darm nach und nach entweicht.
Zu viele Gase im Bauch entstehen aber nicht nur durch blähende Lebensmittel. Auch wer zu schnell isst, riskiert, einen Gasbauch zu bekommen. Der Grund: Schnellesser schlucken mehr Luft, was ein Aufblähen des Magens zur Folge hat. Hinzu kommt, dass man bei der hastigen Nahrungsaufnahme oft nicht genug kaut. Gelangen aber unzureichend gekaute Speisen in den Darm, werden sie dort von Darmbakterien statt vom Speichel zersetzt. Dabei können sich Gase bilden. Zu wenig Bewegung ist ebenfalls schlecht für die Verdauung: Sie wird träge, der Weitertransport der Nahrung verlangsamt sich und die Gefahr für einen Gasbauch steigt.
Die positive Nachricht: Blähungen kann man vorbeugen. Hauptsächlich leicht verdauliche Lebensmittel zu essen, ist eine Möglichkeit. Ballaststoffreiche Speisen sollte man also ebenso meiden wie scharfes Essen. Auch zu viel rohes Gemüse kann peinliche Nebenwirkungen haben. Wer darauf nicht verzichten will, kann es dünsten oder blanchieren, das verträgt der Magen besser. Außerdem kann es helfen, vor dem Essen ein Glas stilles Wasser zu trinken. Gerichte mit blähenden Lebensmitteln kann man mit Anis oder Kümmel würzen, dies vermindert das Blähungsrisiko.
Treten keine weiteren Beschwerden auf, muss man mit Blähungen oder einem Blähbauch nicht zum Arzt. Wer allerdings auch Bauchschmerzen hat, unter Übelkeit leidet oder sich erbrechen muss, sollte sich untersuchen lassen. Denn in diesem Fall könnte sich hinter den Magenproblemen eine ernste Krankheit verbergen, zum Beispiel ein Reizmagen, Zöliakie, Leber- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weitere Auslöser für die Beschwerden sind Stress und die Einnahme von Antibiotika. Letztere bringen die Darmflora aus dem Gleichgewicht. Die Folge: Der Magen reagiert sensibler auf schwer verdauliche Lebensmittel, das Blähbauch-Risiko steigt.
Bei Frauen kommen Blähungen oft auch von Hormonschwankungen während der Periode oder in den Wechseljahren. In dieser Zeit produziert der Körper mehr Progesteron. Das Hormon entspannt die Darmmuskulatur, deshalb bläht sich der Bauch schneller auf.
ratgeber.t-online.de: Blähungen zu Beginn der Schwangerschaft? Das lindert die Beschwerden
Quelle: jlu/t-online
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