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Alzheimer-Test: Diese Fragen geben Hinweis auf Krankheit

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Fragenkatalog für Angehörige  

Acht Anzeichen für Alzheimer

16.01.2017, 12:18 Uhr | cme

Alzheimer-Test: Diese Fragen geben Hinweis auf Krankheit . Alzheimer zeigt sich anfangs oft an Kleinigkeiten.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Alzheimer zeigt sich anfangs oft an Kleinigkeiten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Man verlegt den Schlüssel, vergisst Termine oder erzählt Geschichten doppelt: Wenn Vergesslichkeit mit dem Alter zunimmt, stellen viele sich die Frage: Ist das vielleicht Alzheimer? Doch die Krankheit zeigt sich keinesfalls nur durch Vergesslichkeit.

US-Mediziner haben einen Fragenkatalog entwickelt, mit dem Angehörige die Anzeichen der Krankheit frühzeitig erkennen können. In einem Versuch mit 250 Personen war die Methode sogar zuverlässiger als ein Demenz-Screening beim Arzt.

Nicht nur Vergesslichkeit ist ein Zeichen

Viele Menschen verbinden Alzheimer vor allem mit Vergesslichkeit. Dabei ist diese nur eines von vielen Anzeichen und muss am Anfang nicht unbedingt im Vordergrund stehen. Tatsächlich fallen zu Beginn der Krankheit vor allem komplexere Denkvorgänge schwer. Es kann zu Sprachstörungen und Störungen im Urteilsvermögen, beispielsweise in finanziellen Dingen, kommen. Auch die Fähigkeit, mit einfachen Geräten umzugehen, kann eingeschränkt sein. Für die Diagnose spielt daher nicht nur die Befragung der Patienten selbst, sondern auch die der Angehörigen eine zunehmende Rolle.

Fragenkatalog hilft, Alzheimer frühzeitig zu erkennen

US-Forscher der Washington University stellten Angehörigen von Patienten acht Fragen über die Betroffenen. Sie fragten unter anderem, ob das Interesse an Hobbys nachgelassen habe und ob die Betroffenen Fragen oder Aussagen ständig wiederholen. Zudem wurde gefragt, ob die Betroffenen plötzlich Termine vergessen und den Überblick über die eigenen Ausgaben verloren hatten.

Weitere Fragen sind: Hat der Betroffene Schwierigkeiten, mit einfachen Geräten umzugehen? Vergisst er häufig Termine? Gibt es ausgeprägte Schwierigkeiten beim Denken und Erinnern? All diese Fragen können einen Hinweis darauf geben, ob der Betroffene möglicherweise an Alzheimer leidet. Die letzte Frage zielt schließlich darauf ab, ob das Urteilsvermögen eingeschränkt ist.

Der Verdacht auf Alzheimer besteht den Wissenschaftlern zufolge bei den Patienten, deren Angehörige zwei oder mehr Fragen mit "Ja" beantworten.

Die Methode scheint äußerst verlässlich zu sein. In dem Versuch mit 250 Personen war die Fragemethode weit treffsicherer als ein Demenz-Screening beim Arzt, bei dem sich Patienten etwa Wörter oder Objekte merken sollen. Das zeigte eine Biomarker-Untersuchung im Anschluss an die Tests.

Angehörige wissen mehr als Betroffene

Dass die Methode so zuverlässig ist, liegt den Forschern zufolge vor allem daran, dass Patienten häufig versuchen, ihre Symptome zu verbergen. Angehörige und nahe Freunde hingegen durchschauen viel eher, wenn Betroffene ihre Probleme ignorieren.

Obwohl es für Alzheimer noch keine Heilung gibt, hat ihre möglichst frühe Diagnose große Bedeutung. Erst wer über seine Diagnose Bescheid weiß, kann Information und Hilfe holen und mögliche Therapien in Anspruch nehmen, die den Verlauf der Krankheit verzögern. Zudem kann man durch die Abklärung Leiden mit ähnlichen Symptomen, wie etwa Altersdepression oder Hirntumor, abklären.


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