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Wie gefährlich sind Punkte und Blitze vor den Augen?

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Glaskörpertrübung  

Was Punkte und Blitze vor den Augen bedeuten

25.05.2016, 14:22 Uhr | akl

Wie gefährlich sind Punkte und Blitze vor den Augen?. Ein Arzt kann feststellen, was hinter dem Flimmern steckt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Arzt kann feststellen, was hinter dem Flimmern steckt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kleine schwarze Punkte tanzen vor dem Auge oder es zucken Blitze: Fast jeder kennt dieses Phänomen. Was aussieht wie Fusseln, die vor dem Gesicht herumschwirren, ist in Wirklichkeit eine Glaskörpertrübung. Experten sprechen von Mouches volantes, also „fliegenden Mücken“. Doch ist das gefährlich? 

Den meisten fallen die Flusen und kleinen Punkte beim Lesen auf oder wenn sie auf einen hellen Hintergrund blicken. Doch wo kommen sie her? Der größte Teil des menschlichen Auges ist von einer glasklaren, gelartigen Substanz ausgefüllt, dem Glaskörper. Dieser besteht zu 98 Prozent aus Wasser und zu zwei Prozent aus Hyaluronsäure. Ein Gerüst aus Kollagenfasern sorgt für die nötige Stabilität.

Mouches volantes: „kleine Mücken“ im Blickfeld

Mit dem Alter entmischt sich der Glaskörper langsam, schrumpft und löst sich in Folge von der Netzhaut. Die Kollagenfasern verklumpen und werden als kleine Punkte beziehungsweise Flusen wahrgenommen, die vor dem Gesichtsfeld schweben. Experten sprechen in einem solchen Fall von einer Glaskörpertrübung, beziehungsweise von Mouches volantes, also „kleinen Mücken“. Auch die Bezeichnung „Floaters“ ist üblich. Gefährlich ist das erst mal nicht, sondern ein ganz normaler Alterungsprozess.

Wie der Berufsverband der Augenärzte Deutschland (BVA) mitteilt, lernt fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens dieses Phänomen kennen. Bei kurzsichtigen Menschen können die Trübungen sogar bereits in jungen Jahren auftreten, da bei ihnen die Augäpfel länger sind und sich der Glaskörper dadurch leichter von der Netzhaut ablöst.

Flusen vor den Augen: für die meisten Patienten irritierend

Die in der Regel harmlosen Mouches volantes werden von vielen Patienten als irritierend empfunden: Je näher sich die Trübungen vor der Netzhaut befinden, desto störender wirken sie sich auf die Sehqualität aus. Bei Augen- und Kopfbewegungen treiben oder pendeln sie hin und her. Nur wenn sich die Patienten massiv beeinträchtigt fühlen, kommt eine Behandlung in Frage. Denn der Eingriff ist nicht ohne Risiko.

Wann man schnell zum Augenarzt muss

Kritisch wird die Glaskörperablösung dann, wenn die schwirrenden Fädchen und Pünktchen stark zunehmen oder Lichtblitze hinzukommen. Das weist darauf hin, dass an bestimmten Verbindungen zur Netzhaut größere Zugkräfte wirken. Im schlimmsten Fall entstehen dabei Risse und Löcher in der Netzhaut oder sie löst sich ganz ab. In Folge sterben Sehzellen ab. Dann gilt: schnell zum Arzt.

Vorsicht bei "Rußregen"

Auch Einblutungen im Glaskörper sind möglich. Dann kann es zu einer deutlichen Verschlechterung der Sehleistung kommen. Patienten beschreiben das oft als „Rußregen“. Sogar ein kompletter Sehverlust ist möglich. Auch bei diesem augenärztlichen Notfall sollte man keine Zeit verstreichen lassen und zum Arzt gehen.

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