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Leukämie: Blutkrebs ist eine tödliche Krankheit

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Leukämie

So tückisch ist Leukämie

07.08.2012, 19:25 Uhr | lac

So tückisch ist Leukämie. Leukämie kann durch eine Blutentnahme diagnostiziert werden. (Foto: Imago)

Leukämie kann durch eine Blutentnahme diagnostiziert werden. (Foto: Imago)

 

Leukämie ist eine tückische Krankheit. Der Blutkrebs kann innerhalb weniger Wochen zum Tod führen. Die Symptome einer Leukämie sind vielfältig. Lesen Sie hier, bei welchen Warnsignalen Sie einen Arzt aufsuchen sollten.

Krebszellen breiten sich im ganzen Körper aus

Leukämie ist eine bösartige Erkrankung von Blutzellen. Der Begriff bedeutet übersetzt "weißes Blut", denn der Körper bildet dabei vermehrt Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen. Diese Leukämiezellen zerstören das Knochenmark, wo die Blutzellen gebildet werden, und können auch in andere Organe wie Leber oder Milz eindringen. Durch den Überschuss der Leukämiezellen entsteht ein Mangel an roten Blutkörperchen, Blutplättchen und funktionierenden weißen Blutkörperchen. Das Gefährliche an Leukämie ist, dass sich die Krebszellen im ganzen Körper ausbreiten und sich nicht nur ein Tumor in einem bestimmten Organ bildet. Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Leukämie: Akuter Blutkrebs entwickelt sich rasch und geht mit schweren Krankheitssymptomen einher, die chronische Form beginnt schleichend, weitgehend symptomlos und kann sich lang hinziehen.

9.300 Betroffene pro Jahr

Leukämien sind verglichen mit Brustkrebs, Darmkrebs oder Lungenkrebs eher selten. In Deutschland erkranken pro Jahr rund 9.300 Menschen an Leukämie. Männer sind im Schnitt 68 Jahre alt, wenn sie erkranken, Frauen 69. Aber auch Kinder können von Leukämie betroffen sein. Wird Blutkrebs behandelt, können die Krebszellen in 60 bis 80 Prozent der Fälle zurückgedrängt werden. Allerdings kommt es bei 80 Prozent der Patienten zu Rückfällen, meist in den ersten ein bis zwei Jahren.

Ursachen von Leukämie sind unbekannt

Wie Leukämien entstehen, ist kaum bekannt. In manchen Familien tritt Blutkrebs gehäuft auf, was möglicherweise auf einen Gendefekt zurückzuführen ist. Als mögliche Risikofaktoren für Leukämie gelten zudem radioaktive oder Röntgenstrahlen, Kontakt mit chemischen Substanzen wie zum Beispiel Benzol oder eine Infektion mit bestimmten Viren. Allerdings erkranken viele Menschen an Leukämie, ohne dass sie je einem dieser Faktoren ausgesetzt waren. Der Krankheit vorzubeugen, ist kaum möglich: Ernährung und Lebensstil wirken sich auf das Leukämierisiko nicht nachweislich aus.

Häufiges Nasenbluten ist ein Alarmsignal für Leukämie

Eine Leukämie äußert sich häufig durch ein plötzliches schweres Krankheitsgefühl mit Blässe und Fieber. Auch verstärktes Nasen- oder Zahnfleischbluten können auf eine akute Leukämie hindeuten. Patienten neigen zudem oft verstärkt zu blauen Flecken. Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit und nächtliches Schwitzen sind weitere mögliche Symptome. Allerdings können alle diese Anzeichen auch auf andere Krankheiten hindeuten - eine klare Diagnose ist also nur durch den Nachweis von Krebszellen in Blut und Knochenmark möglich.

Transplantation von Knochenmark als Therapie

Da sich die Leukämiezellen im ganzen Körper ausbreiten, ist eine Operation wirkungslos. Meist bekommen Leukämiepatienten eine Chemotherapie, das heißt, sie werden mit Medikamenten behandelt, die das Zellwachstum hemmen. Das Problem: Diese Medikamente greifen nicht nur die Leukämiezellen, sondern auch gesunde Zellen an. Deshalb können Patienten nur eine begrenzte Menge davon vertragen. Doch diese Menge reicht meist nicht aus, um alle Krebszellen zu töten. Eine mögliche Lösung ist die Knochenmarks- oder Blutstammzellentransplantation. Der Patient erhält dann eine so große Menge der Medikamente, dass sein Knochenmark und die Leukämiezellen fast vollständig zerstört werden. Dann wird ihm Blut mit neuen Stammzellen injiziert. Die Stammzellen fangen dann an, im Körper des Patienten neue Blutzellen zu bilden. Das Stammzellen-Blut kann gespendet werden, man kann aber auch das Blut des Patienten reinigen und ihm erneut injizieren. Blut mit einem hohen Anteil an Stammzellen kann zum Beispiel aus dem Knochenmark entnommen werden.

Vorsicht bei Spendenaufrufen per E-Mail

Knochenmarkspender werden zur Behandlung von Leukämiepatienten dringend gesucht. Vorsicht ist aber bei E-Mails geboten, die zur Spende aufrufen - dahinter verbirgt sich meist nur ein übler Scherz. Wer Knochenmark spenden will, wendet sich am besten an die Gesellschaft der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

 
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