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Bluthochdruck: Darf man mit Hypertonie in die Sauna gehen?

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Wirklich ungefährlich?  

Darf man mit Bluthochdruck in die Sauna gehen?

27.08.2014, 14:57 Uhr | jb (CF)

Weit verbreitet ist die Annahme, dass man mit Bluthochdruck nicht in die Sauna gehen darf. Dass Bluthochdruck eine ausnahmslose Kontraindikation, also ein medizinisch begründetes Ausschlusskriterium, für den Sauna-Besuch darstellt, ist aber ein Trugschluss. Richtig ist allerdings, dass in diesem Fall Ihr Hausarzt das letzte Wort hat. Keinesfalls sollten Sie dessen Rat überspringen und ohne vorhergehenden Arztbesuch in die Sauna gehen.

Sauna führt zur natürlichen Blutdrucksenkung

Bei den verschiedensten Menschen - auch bei denen mit Bluthochdruck - wird der Sauna-Besuch sogar im wahrsten Sinne des Wortes ans Herz gelegt, da er eine gesundheitsfördernde Wirkung auf die Blutdruck-Problematik haben kann: Durch die anhaltende Hitze-Einwirkung erweitern sich die Blutgefäße, wodurch eine natürliche Blutdrucksenkung erfolgt. Doch Achtung: Sofern Sie bereits blutdrucksenkende, gefäßerweiternde Medikamente einnehmen, kann die zusätzliche Senkung durch die Hitzeeinwirkung einen Kollaps provozieren.

Sauna und Bluthochdruck: Zu Risiken und Nebenwirkungen…

Von einer Selbstdiagnose sollten Sie allerdings absehen und Ihren Arzt ganz konkret auf das Thema Sauna ansprechen. Es kann sein, dass dieser Ihnen allerdings nur einen kurzen Aufenthalt empfiehlt. In einem solchen Fall sollten Sie sich an die zeitliche Vorgabe auch halten.

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Eventuell können auch andere, mildere Sauna-Formen eine Alternative darstellen: Während in der finnischen Sauna  etwa 80 bis 110 Grad Celsius bei null Prozent Luftfeuchtigkeit vorherrschen, sind es in der Bio- oder Dampfsauna deutlich erträglichere 45 bis 60°C sowie eine höhere Luftfeuchtigkeit.

Unabhängig von der Sauna-Art sollten Sie die Anzahl der Sitzungen lieber zu niedrig als zu hoch ansetzen: Zu Beginn sind zwei Sitzungen à 10 bis 15 Minuten bereits das Höchste der Gefühle. Dabei können Sie „live“ erfahren, wie ihr Körper auf die zusätzliche Belastung durch Hitze reagiert.

Radikalabkühlung bei Bluthochdruck unbedingt vermeiden

Bluthochdruck-Patienten dürfen nach dem Sauna-Besuch nicht zu schnell abkühlen. Dementsprechend sollten Sie auf den Sturzeimer oder den Sprung ins Eiswasser unbedingt verzichten. Bringen Sie die Temperatur stattdessen langsam und kontrolliert aufs Normniveau, indem Sie sich mit lauwarmem Wasser abduschen und anschließend eine Ruhepause einlegen. Wer sich radikal abkühlt, kann den Bluthochdruck am Ende noch befördern.

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