Milben
Grasmilben: So schützen Sie sich vor fiesen Bissen06.08.2013, 13:19 Uhr | ema
Lästige Grasmilben können einem den Aufenthalt im Grünen vermiesen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Sie ist klein und unscheinbar, aber die Stiche der Grasmilbe haben es in sich. Die winzigen rötlichen Sauger sind im Spätsommer und Herbst besonders aktiv. Ihr Biss kann Quaddeln an Kniekehlen und Füßen hervorrufen sowie wochenlang anhaltenden Juckreiz auslösen. Wie Sie erkennen, ob in Ihrem Garten Grasmilben lauern und was Sie gegen die Blutsauger tun können.
Die Grasmilbe ist auf dem Vormarsch. Experten führen die Vermehrung der stecknadelkopfgroßen Tiere auf den Klimawandel zurück. Aber auch das veränderte Freizeitverhalten bei Spaziergängen in Feld und Wald oder der Gartenarbeit macht es dem Parasiten leicht. Dabei sind nicht die ausgewachsenen Milben, sondern die Larven für die juckenden Stiche verantwortlich. Die erwachsenen Spinnentiere leben im Boden, wo sie ihre Eier legen. Bei warmem Temperaturen kommen die winzigen orangeroten Larven an die Oberfläche und sammeln sich in Wiesen und Gärten. Denn einmal im Leben benötigen die Larven eine eiweißreiche Blutmahlzeit, um sich weiterzuentwickeln.
Von den Spitzen der Grashalme gelangen die Larven beim Menschen in der Regel auf die Füße, wandern die Beine hoch und beißen sich an einer geeigneten Stelle fest. Bevor Sie diese gefunden haben, wandern sie häufig einige Stunden auf dem Körper des Wirts umher. Die Larven bevorzugen dünnhäutige und feucht-warme Körperstellen wie Knöchel, Unterschenkel, Bauchnabel, Kniekehlen oder Achselhöhlen. Mit ihren sichelförmigen Mundwerkzeugen dringen sie in die Haut ein und sondern ihren Speichel in die Wunde ab, der die oberste Zellschicht der Haut aufweicht. Als Reaktion auf das Sekret bilden sich etwa 24 Stunden nach dem Biss rund um den Saugkanal stark juckende, rote Quaddeln. Der Juckreiz kann bis zu zwei Wochen anhalten und sich noch bis drei Tage nach dem Biss steigern.
Da die Rötungen erst einige Stunden nach dem Biss auftreten, bringen die meisten Menschen sie nicht mit dem Aufenthalt im Freien in Verbindung und verwechseln sie oft mit Mückenstichen. Doch so unangenehm ein Grasmilbenbiss auch sein mag, er ist im Grunde harmlos. Grasmilben übertragen keine Krankheiten. Allerdings kommt es durch verstärktes Kratzen häufig zu Entzündungen. Kratzen Sie die Quaddeln bloß nicht auf, die Milbe befindet sich meist schon nicht mehr in der Haut. Als erste Maßnahme können Sie die Bissstelle mit einem in Alkohol getränkten Wattebausch desinfizieren. Gegen den Juckreiz helfen lindernde Salben aus der Apotheke. Alternativ kann die Bissstelle mit Zitronensaft oder Essig betupft oder mit Salzwasser abgerieben werden. In schweren Fällen kann ein Arzt eine Kortison-Salbe oder ein Antihistaminikum verordnen.
Hohes Schuhwerk wie Gummistiefel und geschlossene Kleidung sind ein guter Schutz gegen Grasmilben-Befall. Im Sommer ist das jedoch eher unangenehm. Deshalb ist es vor dem Aufenthalt im Freien empfehlenswert, sich mit Insektenabwehrmitteln einzureiben. Auch die Kleidung lässt sich mit solchen Mitteln behandeln. Nach dem Liegen auf einer befallenen Wiese sollten Sie rasch duschen und die Kleidung wechseln. Wer die Milben einmal ins Bett getragen hat, wird sie nur schwer wieder los. Dazu müssen Bettzeug und Laken gründlich gereinigt oder in die Tiefkühltruhe gelegt werden.
Die Larven der Milben sind kaum 0,3 Millimeter groß und daher zu klein, um sie mit bloßem Auge zu erkennen. Um festzustellen, ob der eigene Garten von Grasmilben befallen ist, kann man den Papiertrick anwenden. Dazu wird an einem sonnigen Tag ein weißes Blatt Papier auf dem Rasen auslegt. Sollten Grasmilben vorhanden sein, sammeln sie sich dort in der warmen Sonne. Auf dem weißen Untergrund kann man die rötlichen Tiere als winzige Punkte erkennen.
Als erste Sofortmaßnahme sollte der Rasen möglichst kurz gemäht und der Rasenschnitt sofort entsorgt werden. Da die Milben es warm und trocken lieben, sollte der Rasen möglichst feucht gehalten werden. Ansonsten gibt es keine wirksamen Mittel, um die Plagegeistern zu vertreiben. Da es sich bei den Milben nicht um Pflanzenschädlinge handelt, gibt es kein zugelassenes Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung. Manche Hobbygärtner setzen auf Brennesselsud oder Niemtee-Behandlung. Deren Wirksamkeit ist jedoch nicht nachgewiesen.
06.08.2013, 13:19 Uhr | ema
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