13.11.2012, 12:18 Uhr | ag
In der kalten Jahreszeit häufen sich elektrische Mini-Stromschläge. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Jeder kennt das Phänomen: Beim Begrüßungshandschlag, beim Berühren eines Gegenstandes oder bei einem Kuss sprühen kleine Funken und es kribbelt unangenehm auf der Haut. Im Winter bekommt man häufig kleine kurze elektrische Schläge. Dann nämlich ist die Luft besonders trocken und somit ein schlechter elektrischer Leiter. Denn der Körper lädt sich den ganzen Tag über auf - bis es funkt. Mit ein paar simplen Tricks lassen sich die Mini-Stromschläge jedoch vermeiden.
Um in den eigenen Wänden nicht ständig eine gewischt zu bekommen, sollten Sie darauf achten, dass die Luft nicht zu trocken ist. Das erreichen Sie zum Beispiel mithilfe von Raumbefeuchtern, die Sie mit Wasser füllen und an die Heizung hängen. Es kann aber auch hilfreich sein, Zimmerpflanzen aufzustellen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
Was die Wahl der Kleidung angeht, sollten Sie Folgendes beachten: Synthetikfasern laden den elektrischen Strom besonders gut. Ziehen Sie sich zum Beispiel einen Polyester-Pulli über den Kopf, kann man im Dunkeln sogar winzige Blitze sehen. Dabei kann es leise knistern. Im Prinzip ist das nichts anderes als ein Mini-Gewitter am Kopf. Aber viel kleiner und ungefährlicher. Vermeiden lässt es sich durch Kleidungsstücke aus Naturfasern und Baumwolle. Ein anderer, manchmal sogar schmerzhafter Fall von elektrostatischer Reibung tritt auf, wenn man Schuhe mit Gummi- oder Kunststoffsohlen trägt. Durch die Reibung der Sohlen auf dem Boden wird im Körper eine Ladung erzeugt, die zum Stromschlag führt, sobald man einen metallischen Gegenstand anfasst. Daher sind im Winter Schuhe mit Ledersohle empfehlenswert.
Darüber hinaus gibt es weitere Tricks, die den Körper von der elektrischen Ladung befreien. So hilft es, regelmäßig einen geerdeten Gegenstand anfassen, zum Beispiel einen Heizkörper. Dann entlädt sich die Spannung und Sie bekommen danach nicht mehr so schnell eine gewischt. Weit verbreitet sind auch Stromschläge beim Aussteigen aus dem Auto, da das Metall der Karosserie ein guter elektrischer Leiter ist. Dagegen hilft ein einfacher Trick: Legen Sie die ganze Hand auf ein Blech des Wagens, bis Ihre Füße auf dem Boden stehen. Was auch wirkt: Mit dem Autoschlüssel in der Hand Metall berühren. Der Funken schlägt so am Schlüssel über und kribbelt nicht am Finger.
Menschen mit feinem Haar haben besonders unter der starken elektrostatischen Aufladung im Winter zu leiden. Wenn Sie die Mütze vom Kopf nehmen, stehen Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Haare zu Berge. Um fliegende Haare zu vermeiden, sollte man ein Shampoo mit hohem Feuchtigkeitsgehalt und eine reichhaltige Kur wählen. Sie verhindern das Austrocknen und reduzieren das Risiko, dass sich das Haar auflädt. Statt mit heißer Fönluft sollten Betroffene ihr Haar besser an der Luft trocknen. Nach dem Waschen reicht es aus, das Haar mit einem Handtuch leicht auszudrücken. Niemals rubbeln oder stark reiben, denn das schädigt langfristig die Haarstruktur und begünstigt elektrische Haare.
Quelle: ag
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