Startseite
Sie sind hier: Home > Lifestyle > Gesundheit >

Ammen-Dornfinger in Deutschland: So schützen Sie sich vor der Giftspinne

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Ammen-Dornfinger  

So schützen Sie sich vor den giftigen Bissen

06.08.2016, 13:02 Uhr | JL, t-online.de

Giftspinne breitet sich in Deutschland aus

Eine Gesundheitsexpertin weiß, wie gefährlich die exotische Spinne wirklich ist.

Giftspinne breitet sich in Deutschland aus. (Screenshot: ProSieben/Sat.1)


Eine giftige Spinne sorgt derzeit für Aufsehen in Deutschland. Berichte kursieren von Bissen rund um Berlin. Doch bei einer Begegnung mit dem Ammen-Dornfinger ist keine Panik angebracht - Vorsicht aber schon. So schützen Sie sich.

140 Redakteure im Einsatz für unsere Fans:
Jetzt "Gefällt mir" klicken!

t-online.de auf Facebook.

Neben der Wasserspinne ist der Ammen-Dornfinger die einzige Spinne hierzulande, die für den Menschen giftig ist. Sie wird bis zu 1,5 Zentimeter groß, stammt aus Südosteuropa und ist mittlerweile in mehreren Regionen Deutschlands heimisch.

Um Berlin verbreitet

Derzeit berichten lokale Medien in Berlin und Brandenburg über die "gefährliche Giftspinne", doch vor allem dort ist der Ammen-Dornfinger bereits seit den 1950er Jahren ansässig. Mittlerweile gibt es sie auch am Oberrhein, so die Deutsche Zoologische Gesellschaft e.V. (DZG).

Wasser und Kühlpads helfen

Ihre Giftzähne sind groß genug, um menschliche Haut zu durchbeißen.   Häufig passiert der Biss sehr schnell, so dass Betroffene nicht genau wissen, von was sie attackiert wurden. Dornfinger-Bisse erkennt man an zwei kleinen, nebeneinander liegenden Einstichstellen. Diese schmerzen ähnlich wie ein Bienen- oder Wespenstich und schwellen an, manchmal werden sie aber auch nicht bemerkt.

Nach einem Biss sollte die Wunde schnellstmöglich unter fließendem Wasser gereinigt werden. Auf Spaziergängen und Wanderungen bietet es sich daher an, immer eine zusätzliche Flasche Wasser mitzunehmen. Eisbeutel oder Kühlpads helfen anschließend, die Schmerzen zu lindern. Auch wenn das Nervengift der Ammen-Dornfinger nicht zu unterschätzen ist, klingen die Symptome meistens nach rund 24 Stunden wieder ab.

Gift kann leichtes Fieber verursachen

In schlimmeren Fällen kann es vorkommen, dass sich der Schmerz von der Bissstelle ausgehend ausbreitet. Betroffene klagten dann außerdem über folgende Symptome:

  • Hautverfärbungen
  • geschwollene Lymphknoten
  • Schwindel
  • Kreislaufbeschwerden
  • Erbrechen
  • leichtes Fieber

Derart schwere Symptome sollte immer ein Arzt untersuchen - ganz besonders, wenn Kinder gebissen werden.

Grundsätzlich aber gilt Entwarnung: Das Gift der Ammen-Dornfinger ist nicht lebensbedrohlich.

Nach dem Biss kann die Haut anschwellen

Dass es menschliches Fleisch zersetzt, ist ebenfalls übertrieben. Zwar wirkt das Gift der Spinne zersetzend, doch führt das im Falle eines Bisses normalerweise lediglich zu einer Schwellung. Bisher ist nur ein Fall bekannt, in dem sich die Haut nach einem Ammen-Dornfinger-Biss ablöste - die betroffene Stelle hatte jedoch nur die Größe einer Bohne. 

Männchen verirren sich gelegentlich ins Haus

Genau wie Bienen und Wespen beißen Giftspinnen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Im Sommer kann das mitunter schnell passieren: Dann beginnen die Dornfinger-Männchen nach paarungswilligen Weibchen zu suchen. In seltenen Fällen kann es passieren, dass sie sich dabei ins Haus verirren. Da die Tiere nachtaktiv sind, kommt ihnen dort höchstens ein schlafender Mensch in die Quere. Wer mutig ist, setzt die Spinne in einem Glas nach draußen.

Ammen-Dornfinger lassen sich leicht von Hausspinnen unterscheiden: Der Vorderkörper sowie die großen Giftklauen sind rot-orange, der Hinterkörper leuchtet gelblich bis olivgrün. Die hellbraunen Beine wirken glasig und sind verhältnismäßig lang.

Den Nestern nicht zu nahe kommen

Draußen kann man den Ammen-Dornfinger häufiger antreffen. Im dichten Gras, hohen Stauden oder auch in der Nähe von Biotopen verbringen sie den Tag versteckt in ihren Ruhegespinsten. Diesen weißen Nestern sollte man besser nicht zu nahe kommen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, trägt in der Natur lange Kleidung aus festem Stoff, wie etwa Jeans. Zudem stecken Spaziergänger ihre Hosenbeine am besten in Gummistiefel.

Das gilt umso mehr für die Kokons der Ammen-Dornfinger, in denen die Weibchen den Nachwuchs großziehen. Wittert das Weibchen einen Feind, schießt es angriffslustig hervor und beginnt zu beißen. Die Kokons sind zum Glück nicht zu übersehen, denn häufig sind sie so groß wie ein Hühnerei.

Es besteht kein Grund zur Panik

Auch wenn es wichtig ist, sich vor den Ammen-Dornfingern zu schützen: Die Natur müssen Erwachsene und Kinder deshalb nicht meiden.  Zoologen sowie Biologen weisen einhellig darauf hin, dass kein Grund zur Panik besteht.

Zudem sind Geschichten angeblich Betroffener mit schweren Symtpomen nach einem stets mit Vorsicht zu genießen. Selten wurde die Giftspinne wirklich dabei beobachtet, wie sie zubeißt. Da man sich schmerzhafte Hautentzündungen aber nicht erklären konnte, mutmaßten Ärzte und Betroffene oft rückblickend, dass ein Ammen-Dornfinger schuld gewesen sein könnte.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige
Ähnliche Themen im Web


Anzeige
shopping-portal