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"Alles Scheiße!?": Darm-Ratgeber hilft der Verdauung auf die Sprünge

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Ratgeber "Alles Scheiße!?"  

So kommt der Darm wieder auf Trab

11.02.2016, 16:07 Uhr | Andrea Goesch

"Alles Scheiße!?": Darm-Ratgeber hilft der Verdauung auf die Sprünge. "Der Darm kann unser Freund sein", sagt der Mediziner Adrian Schulze. Vernachlässigen wir ihn, rebelliert er.  (Quelle: Thinkstock by Getty Images / Scorpio-Verlag)

"Der Darm kann unser Freund sein", sagt der Mediziner Adrian Schulze. Vernachlässigen wir ihn, rebelliert er. (Quelle: Thinkstock by Getty Images / Scorpio-Verlag)

Völlegefühl, Blähungen und Verstopfungen betreffen in Deutschland immer mehr Menschen. "Noch vor 20 Jahren litten nur alte Menschen an diesen Erkrankungen", sagt der Mediziner Dr. Adrian Schulte. In seinem Ratgeber "Alles Scheiße!? Wenn der Darm zum Problem wird" verrät der Experte, wie Sie Ihren Darm wieder fit machen und warum dabei der Blick auf "das, was hinten rauskommt", wichtig ist.

"Unseren Därmen geht es nicht gut", schreibt Schulte, der in Überlingen das "F.X. Mayr Gesundheitszentrum über dem See" leitet. Schuld daran sei vor allem unsere Ernährung. Bestimmten Nahrungsmitteln solle man daher besser aus dem Weg gehen - "weil sie uns nicht bekommen, zu Blähungen führen oder den Stuhlgang zu einer stinkenden Masse werden lassen." 

Was Klopapier über die Darmgesundheit aussagt

Das Buch liefert überraschende Indizien für Darmprobleme. Zum Beispiel gibt neben dem Geruch und der Beschaffenheit des Kots auch das Toilettenpapier Hinweise, ob eine Darmkrankheit vorliegt. Vor allem bei Blutspuren sollte man schnell zu einem Arzt gehen. Auch die Menge an Toilettenpapier, die beim Abputzen verbraucht wird, ist ein wichtiges Indiz: je mehr nötig ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass mit dem Darm etwas nicht stimmt. Schulte erklärt, warum: "Der intakte Dickdarm überzieht den Kot mit einer Schleimschicht, die verhindert, dass der After verschmutzt wird." Ein hoher Papierverbrauch ist laut Schulte ein Hinweis auf eine gestörte Darmflora.

Warum gesunder Stuhl nicht stinkt

Unsere Ausscheidungen bestehen aus einer Mischung aus Unverdautem, abgestorbener Darmschleimhaut und Bakterien. Kein Grund, sich zu ekeln. Denn wenn die Verdauung richtig funktioniert, riecht der Kot auch nicht. "Eklig wird es erst, wenn der Darm seine Arbeit nicht richtig macht und Gärungs- und Fäulnisprozesse die Ausscheidungen in übel riechende, klebrige, mehr oder weniger feste Masse verwandeln", schreibt Schulte. Dann stimmt etwas nicht. Ebenso sollte der Stuhlgang nicht wässrig, breiig oder knollig sein. Was die Häufigkeit angeht, seien ein- bis zweimal täglich normal, so der Experte. 

Welches Essen die Darmaktivität fördert

Die wichtigste Voraussetzung für eine florierende Verdauung ist eine gesunde Ernährung. Doch welche Nahrungsmittel tun dem Darm gut und welche sollte man besser meiden? Schultes Ratgeber liefert hierzu eine alphabetische Aufstellung - von A wie Alkohol bis Z wie Zucker. Darin empfiehlt der Autor die mediterrane Kost als die gesündeste Ernährungsform: vor allem Gemüse, Obst, Fisch und Olivenöl - mit geringem Anteil an Milchprodukten und Zucker.

Wichtige Grundlage für eine gesunde Verdauung seien Ballaststoffe. Die in Gemüse, Obst und Vollkornprodukten enthaltenen Fasern förderten die Darmtätigkeit und verkürzten die Verdauungszeit. Eine ballaststoffreiche Ernährung senke auch das Darmkrebsrisiko. Schulte rät, nur zweimal die Woche Fleisch zu verzehren - in guter Qualität und immer gut durchkauen. Bei Milchprodukten solle man Maß halten. Sonst komme es schnell zu Blähungen und Verdauungsstörungen. Das Gleiche gilt für Zucker, der in größeren Mengen die Darmflora stören kann.

Verdauen beginnt mit gründlichem Kauen 

Schlecht gekaute Nahrung erschwert dem Magen die Arbeit. Denn er muss das leisten, was die Zähne hätten tun sollen: das Essen zerkleinern. "Kauen ist daher der erste Verdauungsschritt", betont Schulte. Wer hingegen das Essen eilig verschlingt und große Brocken mithilfe kalter Getränke runterspült, setzt den Verdauungstrakt nicht nur unter Stress. Er wird auch langsamer satt und nimmt dadurch mehr Kalorien zu sich. 

Morgens ist der Darm in Form

Die Lieblingsarbeitszeit von Magen und Darm sei der Morgen, weiß Schulte. Daher sei das Frühstück eine besonders wichtige Mahlzeit. Abends dagegen sei der Magen müde und die Verdauung träge. Daher solle man sich kurz vor dem Schlafen nicht den Bauch vollschlagen.

Gift für die Verdauung sind kleine Snacks zwischendurch: "Unser Darm wird meist überlastet durch schnell gegessene, zu große Mahlzeiten, durch Zwischenmahlzeiten, die ihm keine Zeit geben, sich zu säubern", schreibt Schulte. Eine Reduzierung der Mahlzeiten auf drei pro Tag sei daher empfehlenswert.

Zehn Tage Darmfitness für Eilige

Wer die genannten Tipps beherzige, bekomme seine Verdauung nach ein paar Monaten wieder in den Griff, sagt Schulte. Für Eilige empfiehlt der Arzt ein "Zehn-Tage-Fitnessprogramm", das sich an das Konzept des österreichischen Arztes Franz Xaver Mayr anlehnt. Die Mahlzeiten sollten zweimal pro Tag mindestens 30 Minuten dauern, damit das Kautraining ausreichend praktiziert wird.Zwischen den Mahlzeiten gilt: viel trinken. Am besten Mineralwasser und Kräutertees. Zwei bis drei Liter pro Tag sollten es schon sein, sagt Schulte.

Wichtig sei auch, während der zehn Tage ausreichend zu schlafen - mindestens acht Stunden am Tag. Das Programm stützt sich vor allem auf Nährstoff- und vitaminreiche Lebensmittel. Daneben gibt es die so genannten "Go's" - eine Liste von Nahrungsmitteln, die verstärkt auf dem Speiseplan stehen sollten. Hierzu gehören Mandelmilch, Sojamilch, grüne Smoothies, Eier, Avocados und leicht verdauliches Gemüse. Absolute "No Go's" dagegen seien Alkohol, Kaffee, Zigaretten und Zucker.

Fazit: Ein gutes Bauchgefühl ist keine Zauberei

Nach der Lektüre des Buches ist dem Leser bewusst, dass ein gesunder Darm keine Zauberei ist. Wer ohne Beschwerden leben möchte, kann mit Hilfe des Ratgebers sein Essverhalten ändern. Dass hierfür eine gewisse Disziplin nötig ist, versteht sich von selbst. Allerdings verzichtet der Autor auf den erhobenen Zeigefinger. Statt langatmiger, wissenschaftlicher Passagen bietet er dem Leser praxisnahe Tipps, die jeder leicht in seinen Alltag einbauen kann. Hinterher hat man viel dazugelernt - auch Überraschendes. Beim dem einen oder anderen wird das sicherlich die Lust wecken, sich zukünftig mehr um seinen Darm zu kümmern.

Das Buch "Alles Scheiße!? Wenn der Darm zum Problem wird" ist im Scorpio-Verlag 2016 erschienen, 203 Seiten, Preis: 18,50 Euro.

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