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Ostern: Eier sind besser als ihr Ruf

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Eier sind besser als ihr Ruf  

Cholesterin im Ei ist gar nicht so schlimm

21.03.2016, 11:24 Uhr | Sabine Dobel, dpa

Ostern: Eier sind besser als ihr Ruf . Eier enthalten viel Cholesterin - doch nicht alles wird vom Körper aufgenommen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eier enthalten viel Cholesterin - doch nicht alles wird vom Körper aufgenommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Aus Angst vor ihrem hohen Cholesteringehalt essen viele Menschen nach wie vor wenig Eier. Dabei ist längst erwiesen, dass die Furcht vor der vermeintlichen Cholesterinbombe übertrieben ist. Im Gegenteil: Das Hühnerprodukt enthält wertvolle Nährstoffe. An Ostern darf das Nest also mit Eiern gefüllt sein.

Die meisten Menschen bringen Eier vor allem mit Cholesterin in Verbindung. Dabei enthalten sie wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Jod, hochwertiges Eiweiß und Lecithin, das die Gedächtnisleistung verbessert und die Nerven stärkt. "Eier sind ja der Nährstoffvorrat für das neugeborene Küken.

Deshalb ist es auch nachvollziehbar, dass sie sehr viele gute Nährstoffe beinhalten", sagt Professor Berthold Koletzko, Leiter der Abteilung Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München.

Die Mär vom ungesunden Ei

Die stets zitierte Warnung vor dem Cholesteringehalt scheint ein wenig wie die Mär vom gesunden Spinat. "Die Rolle des Hühnereies für den Cholesterin-Stoffwechsel wird überschätzt", sagt Koletzko. "Viel wichtiger ist es, ob wir Eier in ungesättigtem Fett aus Pflanzenöl oder in gesättigtem Fett zum Beispiel aus Schmalz braten, wodurch das Cholesterin im Blut viel stärker ansteigt." Ablagerungen in Blutgefäßen können zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.

Ein Hühnerei hat etwa 400 Milligramm Cholesterin. "Das hört sich viel an," sagt Koletzko. Doch nur die Hälfte wird aufgenommen. Den Großteil des in Blutgefäßen abgelagerten Cholesterins produziert der Körper selbst. "Von allem Cholesterin, das wir in den Blutgefäßen ablagern, sind zwei Drittel hausgemacht. Nur ein Drittel kommt aus der Nahrung." Und nicht nur aus dem Ei. Butter, Fleisch und Wurst erhöhen durch ihre gesättigten Fette das Cholesterin weit stärker.

Zwei bis drei Eier pro Woche sind unproblematisch

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt einen maßvollen Konsum von zwei bis drei Eiern in der Woche. Das beinhalte auch verarbeitetes Ei in Lebensmitteln wie Mayonnaise, Nudeln, Suppen, Soßen und Backwaren, erläutert Silke Restemeyer von der DGE. Was frühere Bedenken wegen Cholesterin betrifft, sagt aber auch sie: "Das Thema Ei steht hier ein bisschen auf dem Prüfstand." Koletzko geht je nach Ernährungsstil davon aus, dass auch zwei Eier am Tag nicht zu viel sind. "Und zu Ostern dürfen es auch drei sein."


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