
23.01.2013, 12:05 Uhr | ag
Auch im Winter müssen Grillfans nicht auf ein perfektes Steak vom Rost verzichten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Grillen kann man nicht nur im Sommer. Immer mehr Grillfans packen ihre Feuerstelle im Herbst gar nicht erst in den Keller, sondern läuten bei Minusgraden die zweite Grillsaison ein. Denn auch im Winter schmeckt ein saftiges Steak vom Grillrost vorzüglich. Um beim Wintergrillen richtig Spaß zu haben, muss man jedoch einiges beachten. Wir sagen Ihnen, welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Im Winter ohne Deckel zu grillen, ist eine echte Herausforderung. Bei Wind und eisigen Temperaturen ist es nämlich schwer, eine schöne Glut zu erzeugen und diese zu erhalten. Daher sind Grills mit Deckel, zum Beispiel Kugelgrills, besser geeignet. Als Brennmaterial sollten Sie statt Kohle lieber Grillbriketts verwenden, da deren Glutzeit länger ist. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Qualität und lagern Sie das Brennmaterial niemals im feuchten Keller oder im Schuppen. Sonst kann es passieren, dass das Anzünden schwierig wird. Planen Sie außerdem beim Grillvorgang etwas mehr Brennstoff als im Sommer ein.
Wer im Winter mit Gas grillen möchte, sollte ein Auge auf das Thermometer haben. Da Butangas sich kurz unterhalb des Gefrierpunkts verflüssigt, wird das Grillvergnügen schnell getrübt. Anders sieht es mit Propangas an. Es wird erst bei minus 42 °C flüssig und eignet sich daher besser zum Wintergrillen.
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Da die Grillzeit bei niedrigen Temperaturen länger ist als im Sommer, sollten die Fleischstücke nicht allzu groß sein. Mit ein wenig Geduld wird sicherlich auch ein kiloschwerer Braten im Ganzen gar. Allerdings sollten Sie hierbei bedenken, dass Ihre Gäste in der Zwischenzeit lange in der Kälte stehen und warten müssen. Daher sind sich Würstchen, Filets, kleine Steaks, Schafskäse oder Garnelen besser geeignet. Damit das Grillgut nicht so schnell kalt wird, sollten Sie es in Thermo- oder Styroporboxen legen.
Unterschätzen Sie nicht, dass die Grillzeit bei niedriger Außentemperatur länger ist als im Sommer. Die Zeit, die Sie draußen verbringen, kann dadurch ganz schön lang sein. Bei ihrer Kleidungswahl sollten Sie dies beachten und sich entsprechend warm mit Winterjacke, Mütze und Schal ausstatten. Wer zu dünn angezogen ist, dem zieht die Kälte schnell in die Knochen. Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit, sich gegen das Bibbern zu schützen: Wolldecken und Heizstrahler. Letztere können in vielen Baumärkten gegen Gebühr ausgeliehen werden. Aber auch ein Lagerfeuer oder ein Feuerkorb können angenehme Wärme spenden.
Zu jedem guten Grillabend gehören auch leckere Beilagen. Aber kalter Kartoffel- oder Nudelsalat schmecken nicht wirklich gut, wenn es draußen friert. Probieren Sie es deshalb mit warmen Beilagen wie Ofenkartoffeln. Diese kann man in Alufolie eingepackt auf den Grill legen. Servieren Sie dazu einen leckeren Joghurt-Dip mit Kräutern, der passt zur Kartoffel und zu Fleisch. Wer auf den Beilagenklassiker aber nicht verzichten kann, für den ist warmer Kartoffelsalat oder ein Nudel-Gemüse-Salat eine echte Alternative. Für Salatmuffel bietet sich Stockbrot an. Dafür steckt man einfach den rohen Teig auf einen Holzstock und röstet ihn über dem Feuer.
Um sich zu wärmen, ist ein heißes Getränk statt eines kühlen Biers genau richtig. Dafür eignen sich nicht nur Glühwein und Tee. Mischen Sie doch mal verschiedene Säfte miteinander und erwärmen Sie das Ganze. Dies ist eine leckere Alternative zu fertigen Punschgetränken und auch für Kinder geeignet. Wenn Sie nicht nur ein leckeres Heißgetränk genießen wollen, sondern Ihre Gäste auch mit einem Showeffekt überraschen wollen, bietet sich eine Feuerzangenbowle an: Der verbrennende Zuckerkegel wärmt nicht nur, er sieht auch einfach gut aus.
Nach dem deftigen Grillspaß darf es dann gerne auch noch etwas Süßes sein. Damit es auch hier nicht zu kalt wird, bietet sich eine warme Nachspeise an. Eine Möglichkeit ist ein süßer Flammkuchen. Auch für Desserts zum Grillen gibt es leckere Rezeptideen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem gefüllten Bratapfel oder einer gebackenen Banane? Dafür einfach die Banane in der Schale so lange auf den Grill legen, bis diese schwarz ist. Dann die Schale entfernen und das warme Innere mit Honig genießen. Alternativ gibt es flambierte Orangen vom Grill.
Quelle: ag
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