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Islamischer Staat exekutierte bislang 3600 Menschen

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Steinigungen, Kreuzigungen, Enthauptungen  

IS-Milizen exekutierten bislang 3600 Menschen

29.11.2015, 18:06 Uhr | dpa

Islamischer Staat exekutierte bislang 3600 Menschen. Die IS-Milizen im Irak und Syrien töten ihre Gegner mit Massenerschießungen, Kreuzigungen und Enthauptungen. (Quelle: dpa)

Die IS-Milizen im Irak und Syrien töten ihre Gegner mit Massenerschießungen, Kreuzigungen und Enthauptungen. (Quelle: dpa)

Enthauptungen, Kreuzigungen, Steinigungen: Die Terrormiliz Islamischer Staat hat seit der Ausrufung ihres "Kalifats" im Juni 2014 rund 3600 Menschen in Syrien und im Irak mit dem Tode bestraft. Der Grund: Regelverstöße gegen den Koran oder den IS. 

Die Zahl gibt die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte an. Unter den Opfern seien nicht nur Soldaten oder Kämpfer anderer verfeindeter Terrorgruppen, sondern oft auch Zivilisten.  

Spionage, Hexerei, Homosexualität

Alleine in den letzten vier Wochen zählen die Aktivisten mindestens 53 Exekutionen, davon 35 Zivilisten. Ihnen wurde den Angaben nach Homosexualität, Spionage, Hexerei, Ehebruch oder Abtrünnigkeit vom islamischen Glauben vorgeworfen.

Dafür seien sie erschossen, enthauptet, gesteinigt, lebendig verbrannt oder von Hochhäusern in die Tiefe gestoßen worden, hieß es.

Massengräber mit Jesiden

Besonders die Jesiden sind Opfer der IS-Milizen. Die Dschihadisten wurden Mitte November von kurdischen Peschmerga-Soldaten aus der strategisch wichtigen nordirakischen Region Sindschar vertrieben.

Dort wurden nach kurdischen Angaben erneut Massengräber entdeckt. Darin seien 113 Leichen von offenbar bei Massenexekutionen erschossenen Jesiden gefunden worden, erklärte ein Behördensprecher.

Der IS verfolgt Jesiden als "Teufelsanbeter" und hat viele von ihnen ermordet. Zuvor waren nach kurdischen Angaben in Massengräbern in der Region bereits 130 Opfer geborgen worden, darunter zahlreiche Frauen.

Auch Bombardements der Anti-IS-Koalition trifft Zivilisten

In Syriens nordwestlicher Provinz Idlib kamen bei einem Bombardement, für das Aktivisten die Russen verantwortlich machen, am Sonntag mindestens 18 Zivilisten ums Leben. Den Londoner Aktivisten zufolge waren unter den Opfern vier Kinder. Die Luftschläge hätten einen Markt getroffen.

Die Menschenrechtler beziehen ihre Informationen von einem Aktivisten-Netzwerk im Bürgerkriegsland und haben sich in der Regel als zuverlässig erwiesen. Das IS-"Kalifat" war im Juni 2014 in großen Gebieten Syriens und im Norden des Iraks ausgerufen worden.


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