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Umfrage: 89 Prozent der Araber lehnen den IS ab

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Umfrage  

89 Prozent der Araber lehnen den IS ab

22.12.2015, 18:27 Uhr | Von Raniah Salloum, Spiegel Online

Umfrage: 89 Prozent der Araber lehnen den IS ab. IS-Kämpfer christlichen Gefangenen in Libyen: Im Nahen Osten hat der Islamische Staat bei der Mehrheit der Araber keine Chance. (Quelle: Reuters)

IS-Kämpfer christlichen Gefangenen in Libyen: Im Nahen Osten hat der Islamische Staat bei der Mehrheit der Araber keine Chance. (Quelle: Reuters)

Eine überwältigende Mehrheit aller Araber ist gegen den "Islamischen Staat" (IS), 62 Prozent halten einen Sturz Assads für die beste Option in Syrien. Und wie groß ist die Akzeptanz Israels? Die größte Umfrage im Nahen Osten zeigt es.

Es ging um den "Islamischen Staat" und um Demokratie, Religion, Israel, Migration und Flucht. Mehr als 18.300 Menschen in zwölf Ländern des Nahen Ostens wurden auch in diesem Jahr vom Forschungsinstitut Arab Center for Research and Policy Studies befragt. Der Arab Opinion Index gilt als größte Umfrage in der arabischen Welt.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

89 Prozent der Araber lehnen den IS ab. Am stärksten war die Ablehnung in den Ländern, die selbst von der Terrormiliz stark betroffen sind: Im Libanon, Jordanien und im Irak erreichte sie jeweils 99, 97 und 97 Prozent. Am niedrigsten war sie in Mauretanien mit 74 Prozent.

62 Prozent halten den Sturz des Regimes für die beste Option in Syrien. Dagegen befürworten 12 Prozent die Vernichtung aller Oppositionsgruppen. Neun Prozent glauben, dass erst der IS zerschlagen werden muss, bevor eine politische Lösung gefunden werden kann.

Nicht immer ergeben die Werte 100 Prozent, denn manchmal haben die Wissenschaftler unter anderem auch "Ich weiß nicht" oder "neutral" als Antwort zugelassen.

23 Prozent würden gern ihr Heimatland verlassen. Die Gründe dafür unterschieden sich von Land zu Land. So nannten 95 Prozent der Jordanier, die gern auswandern würden, wirtschaftliche Gründe. Zwei Drittel der Iraker, die ihre Heimat verlassen wollen, verwiesen dagegen auf den Mangel an Sicherheit.

29 Prozent verdienen zu wenig, um ihre Grundbedürfnisse abdecken zu können. 48 Prozent gaben an, zumindest so viel zu verdienen, dass sie dies könnten. 20 Prozent berichteten, ein so hohes Einkommen zu haben, dass sie auch etwas für die Zukunft zur Seite legen können.

71 Prozent halten Demokratie und Islam für vereinbar. Was ihre Mitbürger angeht, sind viele weniger optimistisch: 44 Prozent halten ihre Heimat für "bereit für Demokratie". 48 Prozent dagegen glauben, dass ihr Land nicht dazu in der Lage ist. Wie die Grafik zeigt, bezeichnen die meisten Demokratie als ein für ihr Land geeignetes politisches System. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.

87 Prozent bezeichnen sich selbst als gläubig. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 24 Prozent, die sich als "sehr gläubig" bezeichnen und 62 Prozent, die sich für "etwas gläubig" halten. Wenn sie gefragt wurden, was für sie Gläubigkeit ausmache, nannten 60 Prozent Werte wie Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft; 39 Prozent nannten "die Befolgung religiöser Praktiken".

Die Frage nach Trennung von Religion und Staat spaltet: 52 Prozent sind dafür, 44 Prozent lehnen sie ab.

85 Prozent lehnen die Anerkennung Israels ab. Diese Zahl blieb seit 2011 ungefähr konstant. 75 Prozent stimmten der Aussage zu: "Die Palästinenserfrage betrifft alle Araber, nicht nur die Palästinenser."

USA, Iran und Russland sind am unbeliebtesten. Deren Außenpolitik gegenüber der arabischen Welt lehnen 65 Prozent (USA), 62 (Iran) und 54 Prozent (Russland) ab. Am beliebtesten ist die türkische Außenpolitik: 59 Prozent beurteilen sie positiv.

Den Arabischen Frühling bezeichnet erstmals eine Mehrheit (57 Prozent) als negativ. Die Befragten verweisen auf die vielen Toten, den Mangel an Sicherheit und das zunehmende Chaos. Nur noch 34 Prozent betrachten den Arabischen Frühling als positiv und verweisen auf den Sturz korrupter Regime und einer Zunahme an Meinungsfreiheit. Im Jahre 2012 hatten lediglich 22 Prozent ihn als negativ betrachtet.

Die zwölf Länder, in denen die Interviews durchgeführt wurden, waren Ägypten, Algerien, der Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Mauretanien, Marokko, Palästina, Saudi-Arabien, Sudan, Tunesien. 

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