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Barcelona: Terrorgruppe wollte Sagrada Familia sprengen

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Überlebender Terrorist gesteht  

Attentäter wollten Barcelonas Wahrzeichen sprengen

22.08.2017, 22:12 Uhr | dpa, AP, AFP, rtr, df

Barcelona: Terrorgruppe wollte Sagrada Familia sprengen. Die unvollendete Basilika Sagrada Familia des Architekten Antoni Gaudí gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas. (Quelle: imago/mika)

Die unvollendete Basilika Sagrada Familia des Architekten Antoni Gaudí gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas. (Quelle: mika/imago)

Ein Mitglied der Terrorzelle in Spanien hat nach seiner Verhaftung ausgepackt. Er gestand, dass die Gruppe ursprünglich die weltberühmte Basilika Sagrada Familia und weitere Wahrzeichen Barcelonas in die Luft jagen wollte.

Das habe der 21-jährige Mohamed Houli Chemlal vor dem Ermittlungsrichter in Madrid ausgesagt, berichtete die Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf Justizkreise. Die Anschläge planten die Terroristen nach Ansicht der Ermittler in einem Haus in der Stadt Alcanar, in dem sie mehr als hundert Butangasflaschen zusammengetragen hatten.

Geständiger Verdächtiger bei Explosion verletzt

Als es in der Bombenwerkstatt vergangenen Mittwoch zu einer unbeabsichtigten Explosion kam, gingen sie zu einem Alternativplan über – den Attacken in Barcelona und Cambrils, bei denen 15 Menschen starben. Chemlal war bei der Explosion in Alcanar verletzt worden.

Der als Kopf der Gruppe gesuchte Imam Abdelbaki Es Satty kam zusammen mit einem weiteren Terroristen bei der Explosion ums Leben. Zwei der Verdächtigen warfen Es Satty vor, der ideologische Anführer der Gruppe gewesen zu sein. Außerdem habe der Imam vorgehabt, bei den geplanten Sprengstoffattentaten selbst zu sterben.

Überlebende sollen in Haft bleiben

Die Staatsanwaltschaft beantragte Haft für die vier gefassten Verdächtigen, die erstmals vor Gericht aussagten. Es dürfte Monate, wenn nicht Jahre dauern, bis es zu einem Prozess kommt. Die vier haben als einzige der insgesamt zwölf Personen zählenden Extremisten-Zelle überlebt. 

Mohamed Houli Chemlal wurde dem Gericht in einem Krankenhaus-Pyjama vorgeführt. Er wurde bei der Explosion der Bombenwerkstatt der Terrorzelle verletzt. (Quelle: AP/dpa)Mohamed Houli Chemlal wurde dem Gericht in einem Krankenhaus-Pyjama vorgeführt. Er wurde bei der Explosion der Bombenwerkstatt der Terrorzelle verletzt. (Quelle: AP/dpa)

Außer Chemlal wurden dem Gericht Driss Oukabir, Mohammed Aallaa und Salh El Karib vorgeführt. Chemlal ist ein Spanier aus der spanischen Nordafrika-Exklave Melilla. Die anderen drei Verdächtigen sind Marokkaner.

Fast alle lebten in der gleichen Stadt 

Die meisten von ihnen lebten in der Kleinstadt Ripoll, wo Es Satty als Imam tätig war. Der 28-jährige Driss Oukabir ist ein älterer Bruder des 17-jährigen Moussa Oukabir, der an dem Auto-Anschlag in Cambrils beteiligt war und dort mit vier weiteren mutmaßlichen Mitgliedern der Terrorzelle von der Polizei erschossen wurde.

Der 27-jährige Aallaa ist der Eigentümer des Audi, der bei dem Anschlag in Cambrils eingesetzt wurde. El Karib, ein Freund von Driss Oukabir, betreibt in Ripoll einen Call-Shop für billige Auslandsgespräche. Er soll 34 Jahre alt sein.

Am Montag hatten Beamte in Subirats unweit von Barcelona den als Haupttäter beschuldigten Younes Abouyaaquoub erschossen. Der 22-Jährige soll den Lieferwagen gesteuert haben, mit dem Dutzende Passanten auf der Flaniermeile Las Ramblas niedergefahren worden waren. Dabei starben 13 Menschen. Auf seiner Flucht erstach Abouyaaquoub noch einen Mann, um an dessen Auto zu kommen.

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