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Umfrage: Die unbeliebte schwarz-rote Flüchtlings-Obergrenze

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Umfrage für t-online.de  

Die unbeliebte schwarz-rote Flüchtlings-Obergrenze

Von Jonas Mueller-Töwe

13.01.2018, 16:34 Uhr
Umfrage: Die unbeliebte schwarz-rote Flüchtlings-Obergrenze. Syrische Flüchtlinge in Deutschland: Fast jeder Zweite will, dass Deutschland eine niedrigere Obergrenze für Flüchtlinge erlässt, als Union und SPD nun vereinbart haben. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)

Syrische Flüchtlinge in Deutschland: Fast jeder Zweite will, dass Deutschland eine niedrigere Obergrenze für Flüchtlinge erlässt, als Union und SPD nun vereinbart haben. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)

Deutschland ist gespalten: Fast jeder Zweite lehnt die in den Sondierungsgesprächen vereinbarte Obergrenze für Flüchtlinge ab, weil sie zu hoch ist. Jeder Dritte lehnt sie ab, weil sie zu niedrig ist.

Die politische Lagerbildung hinsichtlich der Aufnahme von Flüchtlingen setzt sich auch nach den Sondierungen für eine Große Koalition fort: Fast die Hälfte aller Bürger (48,6 Prozent) lehnt einer Umfrage zufolge die von Union und SPD vereinbarte Obergrenze ab – weil 220.000 Flüchtlinge pro Jahr ihnen zu viel sind. Fast jeder Dritte (31,7 Prozent) ist aber gegen die Obergrenze, weil er sie für zu niedrig hält oder eine Obergrenze ganz ablehnt. Fast jeder Fünfte hat keine klare Meinung zum Thema.

SPD bekommt Probleme mit der Basis

Die repräsentative Umfrage führte das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von t-online.de durch. Mehr als 63.000 Menschen beteiligten sich bis dato an der Online-Befragung. Die Ergebnisse machen deutlich, wie schwer es der SPD fallen dürfte, die Ergebnisse ihrer Basis zu vermitteln.

Denn jeder zweite sozialdemokratische Wähler (50,2 Prozent) hält die Obergrenze für zu niedrig oder – und das ist der ausschlaggebende Punkt – lehnt eine Obergrenze komplett ab: 37 Prozent äußern sich so. Nur bei Grünen und Linken ist das Meinungsbild in dieser Hinsicht noch deutlicher. Dort lehnt fast jeder zweite Wähler eine Obergrenze kategorisch ab. Viele weitere halten den ausgehandelten Kompromiss für zu niedrig angesetzt.

Auch in der Union werden viele nicht mit dem Ergebnis der Verhandlungen zufrieden sein: Unter ihren Wählern sind es immerhin 48 Prozent, die die Obergrenze noch für zu hoch bemessen halten. Das ist wenig überraschend, denn CDU und CSU hatten sich unionsintern geeinigt, nicht mehr als 200.000 Flüchtlinge jährlich aufnehmen zu wollen – also weniger als jetzt mit der SPD vereinbart wurde.

Im Osten ist die Ablehnung am größten

Überraschend ist allerdings, dass auch zwei Drittel aller FDP-Wähler (65,3 Prozent) die Grenze als zu hoch ablehnen. Deutlicher wird nur noch die AfD-Wählerschaft: 4 von 5 Rechtsaußenwählern (85,9 Prozent) wollen noch weniger Flüchtlinge ins Land lassen.

Das gespaltene Meinungsbild hinsichtlich einer Obergrenze verläuft nicht nur durch die Parteien sondern durch ganz Deutschland – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn im Osten bewerten durchgängig mehr Menschen als im Westen die von den Parteien ausgehandelte Zahl noch immer als zu hoch. In Ost-Deutschland lehnen 39,4 Prozent die Zahl als "deutlich zu hoch" ab, während es im Westen nur 28,6 Prozent sind. Auch die Zahl derjenigen, die eine Obergrenze gänzlich ablehnen ist in Ostdeutschland geringer: 17,2 Prozent gegenüber 23,4 Prozent im Westen.

Anmerkung der Redaktion: t-online.de kooperiert für repräsentative Umfragen mit dem Umfrageinstitut Civey. Abstimmen kann jeder, berücksichtigt werden nur die Abstimmungen registrierter Nutzer. Wenn Sie sich registrieren, tragen Sie zu besseren Ergebnissen bei. Alle Informationen zur Methodik finden Sie hier.

Bei der Umfrage handelt es sich um eine laufende Befragung. Ergebnisse werden in Echtzeit aktualisiert und können daher je nach zeitlicher Differenz von denen in den Ergebnisgrafiken abweichen. Die Fehlertoleranzen der Ergebnisse sind den Grafiken zu entnehmen.

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