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Mehr Geld für Jobcenter: Nahles kürzt Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge

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Mehr Geld für Jobcenter  

Nahles kürzt Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge

20.04.2017, 11:32 Uhr | AFP, rtr, df

Mehr Geld für Jobcenter: Nahles kürzt Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge. Viele Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge sind Hilfsarbeiten in den Unterkünften. (Quelle: dpa)

Viele Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge sind Hilfstätigkeiten in den Unterkünften. (Quelle: dpa)

300 Millionen Euro pro Jahr wollte die Arbeitsministerin für das Jobprogramm ausgeben. Jetzt stellt sich heraus: Die Summe war völlig überdimensioniert.

Die Bundesregierung hat das Ein-Euro-Job-Programm für Flüchtlinge zufolge deutlich gekürzt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Mit dem im August 2016 angelaufenen Programm sollten 100.000 Ein-Euro-Jobs für Asylbewerber zur Verfügung gestellt werden, die lange auf eine Asylentscheidung warten müssen.

60 statt 300 Millionen Euro

Aus einem Schreiben des Bundesarbeitsministeriums von Andrea Nahles (SPD) an die zuständigen Ministerien der Bundesländer gehe hervor, dass für das Programm von 2018 an statt 300 Millionen pro Jahr nur noch 60 Millionen Euro veranschlagt werden, schreibt die Zeitung.

Die übrigen 240 Millionen Euro sollen demnach von 2018 an "zur Verstärkung des Verwaltungskostenbudgets" der Jobcenter eingesetzt werden, teilte der zuständige Staatssekretär Thorben Albrecht in dem Brief mit. Ursprünglich wollte die Bundesregierung 300 Millionen pro Jahr von 2017 bis 2019 ausgeben, inklusive 2016 insgesamt knapp eine Milliarde Euro.

Nur 25.000 Plätze beantragt

Bis Ende März 2017 sind nach Angaben des Arbeitsministeriums jedoch erst knapp 25.000 Plätze beantragt worden. Wie viele tatsächlich besetzt sind, ist nicht bekannt.

Insgesamt habe etwa jeder zweite nach Deutschland gekommene Flüchtling nach fünf Jahren einen Job, so eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Forscher befragten insgesamt 4800 Flüchtlinge.

Zehn Prozent haben nach ein Jahr einen Job

In der zweiten Jahreshälfte 2016 arbeiteten demnach zehn Prozent der im Jahr zuvor angekommenen Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter, erklärte das IAB. Bei den 2014 Zugezogenen waren es schon 22 Prozent, bei den bereits 2013 nach Deutschland gekommenen 31 Prozent. Bezahlte Praktika wurden in dieser Statistik mitgezählt.

Der bisherige Verlauf der Arbeitsmarktintegration decke sich mit den Erfahrungen früherer Jahre sowie mit denen anderer Volkswirtschaften der Europäischen Union, erklärten die Forscher. Allerdings könne aufgrund des großen Umfangs der Zuwanderung und der hohen Investitionen in ihre Arbeitsmarktintegration derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden, ob die Entwicklung auch künftig ähnlich wie in der Vergangenheit erfolgen werde.

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