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Schröder kritisiert Bundeswehr-Präsenz an russischer Grenze

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"Ein vollkommen falsches Signal"  

Schröder kritisiert Bundeswehr-Präsenz an russischer Grenze

20.09.2017, 12:55 Uhr | dpa, pdi

Schröder kritisiert Bundeswehr-Präsenz an russischer Grenze. Altkanzler Gerhard Schröder versucht zwischen Deutschland und Russland zu vermitteln. (Quelle: dpa)

Altkanzler Gerhard Schröder versucht zwischen Deutschland und Russland zu vermitteln. (Quelle: dpa)

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat den Nato-Einsatz der Bundeswehr an der russischen Grenze im Baltikum kritisiert. Es sei ein vollkommen falsches Signal, wenn deutsche Soldaten an der russischen Grenze stationiert seien, sagte Schröder der Zeitschrift "Stern". Am litauischen Stützpunkt Rukla sind derzeit rund 450 Bundeswehr-Soldaten im Nato-Einsatz.

Schröder, der mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach eigenen Angaben befreundet ist, warnte vor einer drohenden Entfremdung zwischen Russland und Deutschland. Viele Russen seien aufgrund der gemeinsamen Geschichte von der deutschen Haltung, besonders der Sanktionspolitik, enttäuscht. "Ich prophezeie, dass es keinen russischen Präsidenten geben wird, der die Krim wieder aus Russland ausgliedern wird", sagte er.

Nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim hatte das westliche Militärbündnis jeweils rund 1000 Soldaten in die drei baltischen Staaten und nach Polen zur Abschreckung gegenüber Russland entsendet. Russland und Weißrussland führen in dieser Woche gemeinsam das Großmanöver "Sapad" durch. Die Nato-Mitglieder im Baltikum sind wegen des Manövers besorgt.

Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) begrüßt am 16.04.2004 den russischen Präsidenten Wladimir Putin. (Quelle: dpa)Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) begrüßt am 16.04.2004 den russischen Präsidenten Wladimir Putin. (Quelle: dpa)

Schröder ist Vorsitzender des Aktionärsausschusses beim Betreiber der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream, an dem wiederum der russische Staatskonzern Gazprom die Mehrheit hält. Er strebt zudem in den Aufsichtsrat des mehrheitlich russischen Ölkonzerns Rosneft.

Er forderte, dass sich Deutschland in der Betrachtung Russlands nicht an den Interessen der USA orientieren solle. Die Vereinigten Staaten seien nicht an einem starken Russland interessiert. "Aber Europa, vor allem Deutschland, hat andere Interessen."

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