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Drohende Fahrverbote: Politik erwägt kostenlosen öffentlichen Nahverkehr

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Drohende Fahrverbote für Diesel  

Regierung erwägt kostenlosen öffentlichen Nahverkehr

13.02.2018, 12:16 Uhr | dpa

Drohende Fahrverbote: Politik erwägt kostenlosen öffentlichen Nahverkehr. Straßenbahn in Kassel: Deutsche Politiker bringen einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr ins Gespräch. (Quelle: dpa/Archivbild/Uwe Zucchi)

Straßenbahn in Kassel: Deutsche Politiker bringen einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr ins Gespräch. (Quelle: Archivbild/Uwe Zucchi/dpa)

Wegen Stickoxiden und Feinstaub drohen in deutschen Städten bald Diesel-Fahrverbote. Nun macht die Bundesregierung der EU einen beinahe revolutionären Gegenvorschlag.

Die Bundesregierung will angesichts einer drohenden Klage der EU-Kommission ihre Maßnahmen für eine saubere Luft in deutschen Städten deutlich ausweiten. Dazu gehört auch ein möglicher kostenloser öffentlicher Nahverkehr, wie aus einem Brief von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hervorgeht.

In dem Schreiben heißt es, die Bundesregierung denke zusammen mit den Ländern und den Kommunen über einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr nach, um die Zahl privater Fahrzeuge zu verringern. Außerdem sollen "bei Bedarf" Städte darin unterstützt werden, wirksame Verkehrsregeln auf den Weg zu bringen, um die von Autos verursachte Umweltverschmutzung zu reduzieren. Für den Schwerlastverkehr solle es "Niedrigemissionszonen" geben.

Tests in fünf Städten geplant

Die Wirksamkeit von Maßnahmen für eine bessere Luft solle in fünf Städten getestet werden – und zwar in Bonn, Essen, Herrenberg (Baden-Württemberg), Reutlingen und Mannheim.

Die EU-Kommission hält die bisherigen deutschen Maßnahmen für unzureichend, um Grenzwerte für Stickoxide einzuhalten. Sie hatte die Bundesregierung aufgefordert, nachzulegen. Die EU-Kommission könnte vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) klagen. Letzte Konsequenz könnten Fahrverbote sein.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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