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Leserkommentare - Statement der Chefredaktion

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Warum wir viele Leserkommentare nicht veröffentlichen können

Leserkommentare - Statement der Chefredaktion. Jeden Tag schreiben Tausende Nutzer auf t-online.de Kommentare. Nur einige wenige verursachen Probleme, die am Ende aber alle betreffen. (Quelle: t-online.de)

Jeden Tag schreiben Tausende Nutzer auf t-online.de Kommentare. Nur einige wenige verursachen Probleme, die am Ende aber alle betreffen. (Quelle: t-online.de)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ihre Meinung ist uns sehr wichtig. Wir wollen, dass Sie auch weiterhin über Themen, die Sie bewegen, bei t-online.de diskutieren oder mit der Redaktion debattieren können. Doch dafür müssen wir immer härter kämpfen.

>>> Zum Nachlesen: Die Debatte über Leserkommentare <<<

Wie alle anderen Nachrichtenseiten haben auch wir massive Probleme mit den sogenannten Trollen oder "Hatern". Sie kennen weder Anstand noch Regeln, beleidigen auf das Schlimmste und verbreiten unter dem Schutz der Anonymität des Internets extremistische, menschenverachtende und gewaltverherrlichende Kommentare. Das können wir nicht dulden, aber bei über sechs Millionen Kommentaren pro Jahr auch nicht ganz verhindern. Deshalb sind wir leider gezwungen, die Kommentarfunktion einzuschränken und nur für eine begrenzte Zahl an Themen zuzulassen. Vor allem bei hochaktuellen politischen Diskussionen wie dem Umgang mit Flüchtlingen oder Pegida hat es sich leider gezeigt, dass ein sinnvoller Austausch von Argumenten unmöglich ist.

Nutzer und Redakteure werden bedroht

Leidtragende sind vor allem Sie, die große Mehrheit unserer User, die sich sachlich, konstruktiv, informativ, oft humorvoll, aber immer am Thema orientiert mit anderen Lesern austauschen möchte. Aber auch wir, die Redakteure von t-online.de, werden von den Trollen beleidigt – teilweise sogar bedroht. Hier nur ein paar von vielen Tausend Beispielen:

"Wenn Nazis eins richtig machen, dann ist es Typen wie ihnen was auf das Maul zu hauen, hoffentlich bald!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!" (An einen Redakteur)

"Wenn ihr weiter Kommentare löscht uns weiter Bevormundet erlebt ihr das zweite Paris!!!"

"Die Terroristen hätten alle von dem Satire-Blatt erschießen sollen."

"Geht dir jetzt einer ab du hinteranatolischer Eselvicker?" (An einen Redakteur)

"Für Schweine wie den ist eine Kugel zwischen die Augen gerade gut genug"

"Alle Menschen haben eine Öffnung am Körper, durch die Fäkalien ausscheiden. Bei den meisten ist das die hintere Öffnung, bei dir DEIN MUND." (An einen Redakteur)

"Dann verpiss Dich aus meinem Land Du Stück Scheisse!"

"KREPIERE DU DEPP! KREPIERE!"

Es gab darüber hinaus noch viel schlimmere Kommentare, die wir Ihnen an dieser Stelle jedoch ersparen möchten. Weder Sie noch wir wollen auf den Seiten von t-online.de solchen Schmutz lesen. Oft sind wir gezwungen ganze Kommentar-Threads zu löschen, da diese Unruhestifter jede sinnvolle Diskussion ruinieren – und oft auch noch themenfremde Diskussionen "kapern", die dann ebenfalls dicht gemacht werden müssen, da an einen sinnvollen Austausch von Argumenten nicht mehr zu denken ist.

Wir zensieren nicht

Uns wird in diesem Zusammenhang häufig vorgeworfen, wir würden zensieren und die Meinungsfreiheit behindern. Das stimmt nicht. Das Nichtöffnen oder Schließen der Kommentarfunktion bei heiklen Themen geschieht zum Schutz aller Nutzer. Das Löschen von Beiträgen, die gegen unsere Netiquette verstoßen, ist keine Zensur - es ist unsere Pflicht.

Das in diesem Kontext, insbesondere und ironischerweise von den problemverursachenden Trollen, Provokateuren, Verschwörungstheoretikern und "Hatern", eingeforderte "Recht auf freie Meinungsäußerung" greift hier nicht: Jeder kann zwar, sofern er nicht gegen Gesetze verstößt, frei nach Artikel 5 des Grundgesetzes seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei äußern und verbreiten. Niemand hat allerdings ein Recht darauf, dass seine Meinung überhaupt oder noch dazu in einem bestimmten Medium publiziert wird. Es steht jeder Redaktion frei Kommentare zu veröffentlichen - oder eben nicht. Zum Glück: Sonst wären renitente Minderheiten in der Lage, ganze Medien für ihre Zwecke zu vereinnahmen. Das wäre wirklich eine Katastrophe.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Die Chefredaktion t-online.de


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