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Grönland: Vier Menschen nach Erdbeben und Tsunami vermisst

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Vier Vermisste  

Erdbeben und Tsunami treffen Grönland

18.06.2017, 18:11 Uhr | dpa-AFX

Grönland: Vier Menschen nach Erdbeben und Tsunami vermisst. Der Hafen von Nuuk in Grönland (Quelle: dpa/Mads Pihl/Visit Greenland A/S)

Der Hafen von Nuuk in Grönland (Quelle: Mads Pihl/Visit Greenland A/S/dpa)

Nach einem Erdbeben und Tsunami vor der Westküste Grönlands werden vier Menschen vermisst. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden sieben Menschen verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, hielten sich die vier Vermissten in einem Gebäude auf der Insel Nuugaatsiaq auf. Die Insel vor der Küste mit nur etwa hundert Einwohnern war besonders von dem Tsunami betroffen. Informationen über Tote lagen bislang nicht vor. "Ich kann keine Todesopfer bestätigen.", sagte Grönlands Polizeichef Bjørn Tegner Bay im dänischen Fernsehen.

Bebender der Stärke 4,0

78 Menschen mussten von der Insel in Sicherheit gebracht werden. Die Polizei versuche, 23 weitere Bewohner ausfindig zu machen, sagte der Polizeichef. Dies heiße aber nicht, dass sie vermisst werden. Sie könnten auf See fischen, oder sich in anderen Teilen Grönlands aufhalten.

Elf Gebäude wurden beschädigt oder weggespült, sagte Tegner Bay weiter. Bei einem der beschädigten Gebäude handele es sich um das Kraftwerk der Insel. Das Beben mit der Stärke 4,0 ereignete sich am späten Samstag wie die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die dänische Bebenwarte GEUS berichtete. Das Zentrum des Erdstoßes lag etwa 30 Kilometer nördlich von Nuugaatsiaq.

Bevölkerung soll tiefer liegende Gebiete meiden

Überschwemmungen wurden auch von Teilen der grönländischen Küste wie Uumannaq und Illorsuit gemeldet. Ein Polizeisprecher in der Hauptstadt Nuuk sagte, es gebe keine Informationen über Verletzte. Bewohner der betroffenen Gebiete wurden aufgefordert, niedrig gelegene Gebiete zu meiden.

Die Küste der zu Dänemark gehörenden Arktis-Insel Grönland ist immer wieder von Tsunamis betroffen. Diese werden Geologen zufolge von Erdrutschen und abbrechendem Eis von schmelzenden Gletschern ausgelöst. Die 57.000 Bewohner Grönlands sind seit 2009 autonom.

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