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Schiffswrack im Mittelmeer: Israelische Taucher bergen Schatz

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Größter Fund seit 30 Jahren  

Taucher bergen römischen Schatz aus dem Mittelmeer

17.05.2016, 07:38 Uhr | dpa, AFP

Schiffswrack im Mittelmeer: Israelische Taucher bergen Schatz. In dem Handelsschiff wurden auch tausende 1600 Jahre alte Münzen gefunden. (Quelle: Reuters)

In dem Handelsschiff wurden auch tausende 1600 Jahre alte Münzen gefunden. (Quelle: Reuters)

Vor der israelischen Küste haben Taucher rund 1600 Jahre alte Statuen, Geldstücke und Seefahrtinstrumente aus einem römischen Schiffswrack geborgen. Es handele sich um den bedeutendsten Fund dieser Art seit 30 Jahren, erklärte die israelische Altertumsbehörde (IAA).

Die Hobbytaucher Ran Feinstein und Ofer Raanan hatten im April vor der antiken Hafenstadt Caesarea einige Bronzeobjekte entdeckt und der IAA den Fundort gemeldet.

Handelsschiff vor 1600 Jahren gesunken

Systematische Tauchgänge von Marinearchäologen brachten danach zahlreiche Gegenstände aus der späten Römerzeit ans Tageslicht. Es handele sich um die Ladung eines gesunkenen Handelsschiffs aus der späten römischen Ära, so die IAA. 

Offenbar sollte das Schiff zur Wiederverwertung bestimmte Metallobjekte aus Caesarea abtransportieren, geriet aber schon an der Hafenausfahrt in einen Sturm. Die Lage der erhaltenen Anker verriet den Archäologen, dass der Frachter noch umkehren wollte, aber an den Uferfelsen zerschellte.

"Extrem aufregende Funde"

Auf dem Meeresboden seien auch Überreste des Schiffs sowie Anker aus Eisen und Holz gefunden worden. Mehrere Fundstücke aus Bronze seien in ausgezeichnetem Zustand, etwa Abbildungen des römischen Sonnengottes Sol, der Mondgöttin Luna und eines afrikanischen Sklaven. 

Es seien auch Fragmente von drei lebensgroßen Bronzestatuen entdeckt worden, sowie Abbildungen von Tieren wie einem Wal und ein Wasserhahn in Form eines Wildschweins mit einem Schwan auf dem Kopf.

Tausende Münzen wurden im Laufe der Jahrhunderte zu zwei Klumpen zusammengeschweißt, welche die Form der Krüge angenommen haben, in denen sie aufbewahrt wurden. Aufgeprägt finden sich die Konterfeis von Kaiser Konstantin und seinem Rivalen Licinius.

Jacob Scharvit, Leiter der Marineabteilung in der IAA, sprach von "extrem aufregenden Funden, die abgesehen von ihrer außergewöhnlichen Schönheit von historischer Bedeutung sind". Funde von römischen Metallstatuen seien selten, weil diese eingeschmolzen und neu verwertet wurden, erklärte er bei der Vorstellung der Entdeckungen. "Das Schiffsunglück hat sie in diesem Fall vor dem Recycling bewahrt und für uns erhalten."

Fund von Goldmünzen im letzten Jahr

Die Küste vor Caesarea war im vergangenen Jahr bereits Ort des größten jemals in Israel getätigten Goldfunds. Zweitausend Goldstücke enthielt der von Tauchern entdeckte Schatz. Sharvit erklärt, die Zahl der Funde nehme zu, weil der Sandboden zunehmend aus dem alten Hafen gespült werde und es mehr Hobbytaucher gebe.

Caesarea Maritima war im ersten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung unter König Herodes dem Großen gegründet worden, der in dieser Region als Vasall der Römer herrschte.

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