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Forscher finden 61 Millionen Jahre alten Riesenpinguin

23.02.2017, 09:56 Uhr | dpa, t-online.de

Forscher finden 61 Millionen Jahre alten Riesenpinguin. So könnte der Waimanu-Pinguin ausgesehen haben. (Quelle: Senckenberg)

So könnte der Waimanu-Pinguin ausgesehen haben. (Quelle: Senckenberg)

Forscher haben in Neuseeland die fossilen Überreste eines 61 Millionen Jahre alten Riesenpinguins gefunden. Daraus schließen sie, dass sich Pinguine bereits zu Zeiten der Dinosaurier entwickelt haben.

Die Forscher haben von ihren Fund im Fachjournal "The Science of Nature" berichtet. Die Überreste stammen demnach aus dem Zeitalter des Paläozäns, sie sind etwa 61 Millionen Jahre alt. Die Dinosaurier starben vor ungefähr 65 Millionen Jahren aus.
 (Quelle: Senckenberg) (Quelle: Senckenberg)

Die Wissenschaftler verdanken ihre neue Entdeckung dem Fund eines Hobbysammlers in Meeressand-Ablagerungen am Waipara-Fluss auf der Südinsel Neuseelands, wie Gerald Mayr, Wissenschaftler des Senckenberg-Instituts in Frankfurt, sagte. Dort seien in der Vergangenheit bereits die ältesten bekannten Pinguin-Fossilien gefunden worden - die einer "sehr primitiven Art namens Waimanu", die mit den heutigen Pinguinen nur wenig gemeinsam habe.

Die Überreste unterschieden sich wesentlich von anderen, gleichaltrigen Funden, hieß es. Die Vielfalt der Pinguine im Paläozän sei demnach wohl größer gewesen als bisher vermutet. "Diese Vielfalt weist wiederum darauf hin, dass die ersten Vertreter der Pinguine wahrscheinlich schon im Zeitalter der Dinosaurier vor mehr als 65 Millionen Jahren entstanden", so Mayr.

Große Bedeutung für Evolutionsgeschichte

Für die Pinguinforschung, aber auch hinsichtlich der Evolutionsgeschichte der Vögel insgesamt handle es sich um einen bedeutenden Fund: "Es ist einer der strittigsten Punkte, wann die modernen Vögel entstanden sind und ob es zur Zeit der Dinosaurier schon moderne Vögel gab oder ob das alles erst nach dem Massenaussterben in der Kreidezeit entstanden ist."

 (Quelle: Senckenberg) (Quelle: Senckenberg)

Ähnlichkeiten mit dem Kaiserpinguin

Der gefundene Beinknochen erinnere mehr an heutige Königspinguine, schreiben die Forscher. Mit seinen etwa 150 Zentimetern habe der Riesenpinguin beinahe die Größe des Rekordhalters Anthropornis nordenskjoeldi gehabt. Dieser größte bisher bekannte fossile Pinguin lebte vor etwa 45 bis 33 Millionen Jahren, also erst lange nach der nun beschrieben Art.

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