20.04.2012, 09:34 Uhr | AFP
Das griechische Dorf Potidea ist einer Studie der Universität Aachen zufolge im Jahr 479 vor Christus dank eines Tsunamis vor der persischen Eroberung bewahrt worden. Dabei seien hunderte Angreifer getötet worden.
Das Naturereignis, bei dem sich das Meer zunächst zurückzog und anschließend gewaltige Wellen aufkamen, wurde auch vom griechischen Geschichtsschreiber Herodot beschrieben. Dieser hatte aber noch den Meeresgott Poseidon dafür verantwortlich gemacht.
Sedimente der nördlichen griechischen Halbinsel, wo Potidea und das heutige Nea Potidea liegen, zeigen der Studie zufolge Spuren massiver Seebewegungen, wie sie bei großen Wellen auftreten. Ausgrabungen in der nahegelegenen antiken Stadt Mende wiesen ebenfalls Spuren starker Naturgewalten auf, die sich ins fünfte Jahrhundert vor Christus zurückdatieren lassen.
Studienautor Klaus Reicherter erklärte angesichts der Erkenntnisse, dass die dicht besiedelte Gegend im Nordosten Griechenlands in die Liste der Tsunami-gefährdeten Gebiete des Landes aufgenommen werden müsste. Diese ist auch beliebtes Touristenziel.
Quelle: AFP
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