Sie sind hier: Home > Nachrichten > Wissen > Geschichte >

Sohn von Nazi-Funktionär gibt geraubte Kunst an Polen zurück

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

1939 aus Krakau mitgenommen  

Sohn von SS-Offizier gibt geraubte Kunst zurück

01.03.2017, 15:29 Uhr | dpa, t-online.de

Sohn von Nazi-Funktionär gibt geraubte Kunst an Polen zurück. Otto von Wächter auf einem Bild von etwa 1942. (Quelle: Wikimedia / Public Domain)

Otto von Wächter auf einem Bild von etwa 1942. (Quelle: Wikimedia / Public Domain)

Der Sohn des einstigen hochrangigen Nazi-Politikers Otto von Wächter hat drei von seiner Familie geraubte Gemälde an Polen zurückgegeben. Die im Zweiten Weltkrieg entwendeten Kunstwerke würden von Experten untersucht und anschließend voraussichtlich in Krakau ausgestellt, teilte die Regionalbehörde der südpolnischen Stadt mit.

Dort waren sie von der Familie des aus Österreich stammenden NS-Politikers und SS-Führers Otto von Wächter mitgenommen worden. Von Wächter war im Nazi-Regime von 1939 bis 1942 Gouverneur von Krakau, 1944 wurde er hauptamtlicher SS-Führer. Nach dem Krieg tauchte er in Rom unter und starb dort 1949.

Freiwillig hatte sein Sohn Horst von Wächter das Diebesgut am Wochenende den polnischen Behörden übergeben und an andere deutsche und österreichische Nachfahren von Nazis appelliert, seinem Beispiel zu folgen. Dass ein Nachkomme Raubkunst zurückgebe, sei in der südpolnischen Region ein Präzedenzfall, hieß es von der polnischen Behörde.

Recherche brachte Gespräche in Gang 

Bei den Gemälden handelt es sich den Angaben zufolge um eine Landkarte Polens aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Aquarell des Krakauer Potocki-Palasts "Pod Baranami" aus dem 19. Jahrhundert, auf dessen Rückseite die Ehefrau Charlotte von Wächter handschriftlich vermerkt hatte: "Blick auf Potocki-Palast - mitgenommen aus Krakau 1939".

Im Zuge einer Recherche über den Nazi-General war die polnische Wissenschaftlerin und Politikerin Magdalena Ogorek durch eine Fotografie auf eines der Gemälde aufmerksam geworden und hatte die Gespräche in Gang gebracht.

Eine Renaissance-Zeichnung der Stadt Krakau sowie ein Aquarell mit dem Potocki-Palast und dem Marktplatz in Krakau. Die Bilder gehören zu einer Serie von Kunstwerken, die von den deutschen Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs geraubt wurden.  (Quelle: dpa)Eine Renaissance-Zeichnung der Stadt Krakau sowie ein Aquarell mit dem Potocki-Palast und dem Marktplatz in Krakau. Die Bilder gehören zu einer Serie von Kunstwerken, die von den deutschen Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs geraubt wurden. (Quelle: dpa)

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
News-Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
Das Samsung Galaxy S7 nur 1,- €*

im Tarif MagentaMobil M mit Top-Smartphone bei der Telekom. Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILBabistadouglas.deKlingel.de
THEMEN VON A BIS Z

Anzeige
shopping-portal