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Alien-Mumie in Chile: Forscher lösen Rätsel um "Ata"

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Forscher lösen Rätsel um "Alien"-Mumie

11.05.2013, 13:52 Uhr | t-online.de

Alien-Mumie in Chile: Forscher lösen Rätsel um "Ata" . Der Schädel der Mumie mutet seltsam an, DNA-Tests sprechen aber eine deutliche Sprache (Quelle: Sirius Documentary)

Der Schädel der Mumie mutet seltsam an, DNA-Tests sprechen aber eine deutliche Sprache (Quelle: Sirius Documentary)

Ein Außerirdischer, ein menschlicher Vorfahr, ein mumifizierter Fötus? Eine in der chilenischen Atacama-Wüste gefundene Mumie hielt Wissenschaft und Alien-Fans seit Jahren in Atem. Nun erklären zwei renommierte Forscher nach eingehender Untersuchung: Das winzige Skelett stammt von einer menschlichen Lebensform, wie das Fachmagazin "Science" erläutert.

Das nur 13 Zentimeter große, 2003 in der Geisterstadt La Noria entdeckte Wesen wirkt wegen seiner Proportionen, als sei es einem Science-Fiction-Film entsprungen: ein übergroßer in die Länge gezogener Schädel mit riesigen Augenhöhlen, dazu ein schlanker Körper.

Ufologe sah seine Chance gekommen

Verschwörungstheoretiker und Ufo-Gläubige erhielten dadurch Auftrieb, dass die Leiche zunächst verschwand. Sie wurde mehrfach verkauft und tauchte dann wieder in Barcelona auf, wo sie bei einem Ufologen-Kongress Steven Greer in die Hände fiel. Der ehemalige Notarzt sucht nach einem Beweis dafür, dass Außerirdische auf der Erde gelandet sind.

Durch Ata, wie die Mumie genannt wird, wähnte er sich am Ziel. Greer kündigte an, Ata wissenschaftlich untersuchen zu lassen und die Ergebnisse in seinem Dokumentarfilm "Sirius" zu präsentieren. Um Forschung und Film zu finanzieren, sammelte er Spenden. Schließlich ließ das Filmteam verlauten, Ata sei männlich und sechs bis acht Jahre alt geworden.

Ansonsten zeigt der Film vor allem Kornkreise, Ufo-Sichtungen und Greer, wie er zu einem begeisterten Publikum spricht oder mit Anhängern in der Wüste Außerirdische beschwört. Aber die Aussagen zu Ata sollten fundiert sein, Röntgenbilder und Computertomografie-Aufnahmen zeigen, dass er ein humanoides Lebewesen mit allen relevanten Organen ist.

"Mit nichts vergleichbar"

Jetzt sind die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung bekannt geworden. Sie sind eine Enttäuschung für all jene, die erleichtert ausrufen wollten: "Wir sind nicht allein im Universum." Beteiligte Wissenschaftler sind nach wie vor fasziniert, auch wenn der erste Eindruck täuschte.

Der Genforscher Gary Nolan und der Kinderradiologe Ralph Lachman von der kalifornischen Stanford Universität staunten über die ersten Bilder, und nicht nur, weil Ata zehn statt zwölf Rippen hat. Nolan erinnert sich: "Das ist mit nichts vergleichbar, was ich je gesehen habe."

Beider Ansinnen formulierte er vor Beginn der Untersuchungen so: "Ich würde gern beweisen, dass dies nur ein Mensch mit einer interessanten Mutation ist." Das scheint gelungen zu sein. "Ata ist ein Mensch, daran habe ich gar keinen Zweifel", sagte Nolan. Rätselhaft bleibe dieser Mensch jedoch.

Sohn einer Indiofrau

Keine ihm bekannte "Klasse von Störungen oder Syndromen" könne die Merkwürdigkeiten der Mumie erklären, bilanzierte Lachman, Spezialist für Skelettfehlbildungen. Neben der extremen Zwergenwüchsigkeit - der kleinste Mensch der Welt misst 57, selbst Frühchen kommen auf 20 Zentimeter - lägen noch mehrere Deformationen im Kopfbereich vor.

Zur Herkunft konnte Nolan nach eigenen Angaben belegen, dass es sich bei Ata um den Sohn einer Indiofrau aus der Atacama-Wüste gehandelt habe. Wann er lebte, konnte Nolan nicht bestimmen. Die Mumie sei aber mindestens 30 bis 40 Jahre alt. Die knochentrockene Hitze sorgte offenbar dafür, dass sich der Leichnam zur Mumie wandelte.

DNA-Test: 91 Prozent Klarheit

Atas DNA hat Nolan aus einer Rippe entnommen: Die DNA-Schnipsel, die er dabei mit Enzymen aus der zermahlenen Probe lösen konnte, waren zwischen 100 und 150 Basenpaare lang. Als Nolan 500 Millionen solcher Molekülketten mit einem aktuellen menschlichen Genom vergleichen ließ, stimmten 91 Prozent der DNA-Stücke überein.

Technisch bedingter Ausschluss sei normal. Die fehlenden neun Prozent nähren jedoch die Vermutungen von Alien-Anhänger, der Beweis für extraterrestrisches Leben sei gefunden. Und so wird im Internet eifrig weiter diskutiert. Ata mag ein kurzes Leben gehabt haben, aber es wirkt lange nach.

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