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Astronomen kartieren das Zentrum der Milchstraße

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Blick ins kalte Universum  

Forscher enthüllen erstmals das komplette Zentrum der Milchstraße

26.02.2016, 07:33 Uhr | Tonja Ariane Schewe

Im Universum tummeln sich unzählige Galaxien. Wie in anderen Galaxien auch, werden in der Milchstraße ständig neue Sterne geboren. Deshalb ist für Astronomen der zentrale Bereich der Milchstraße so spannend. Denn dort liegen - verborgen hinter gigantischen Staubwolken - die "Sternenküchen". Jetzt ist den Forschern erstmals eine eindrucksvolle Kartierung dieser Himmelsregion gelungen.

Wir stellen Ihnen hier die spektakulären Aufnahme vor.

ESO/APEX/ATLASGAL consortium/NASA/GLIMPSE consortium/ESA/Planck (Quelle: ESO) (Quelle: ESO)

Mit dem APEX-Teleskop in Chile haben die Astronomen mitten ins Zentrum der Milchstraße geschaut. Auf dem Foto ist die sogenannte galaktische Ebene von der Südhalbkugel der Erde aus zu sehen. Aufgenommen wurde die Gaswolke in einem Bereich zwischen infrarotem Licht und Radiowellen. "So können wir Staubregionen erfassen, in die wir sonst gar nicht hineinschauen können", sagt Dr. Norbert Junkes vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. "Das kann man sich vorstellen wie bei Smog. Da kann man mit dem bloßen Auge auch nicht gut durchgucken."

Video Röntgenblick ins Zentrum der Milchstraße

Die Milchstraße (schematische Darstellung/ Quelle: NASA/ Wikipedia) (Quelle: NASA/ Wikipedia) (Quelle: NASA/ Wikipedia)

Die Milchstraße hat die Form einer Balkenspiralgalaxie. Die Darstellung oben zeigt den Aufbau der Milchstraße in der Draufsicht: In der Mitte befindet sich ein breiter Balken mit dem zentralen Bereich der Galaxis. Daran schließen sich die Spiralarme an. Unser Sonnensystem mit der Erde befindet sich in einem dieser Spiralarme. Gekennzeichnet ist es durch den roten Punkt.

Querschnitt durch die Milchstraße (schematische Darstellung/ Quelle: NASA/ Wikipedia). (Quelle: t-online.de/NASA/ Wikipedia) (Quelle: t-online.de/NASA/ Wikipedia)

Hier ist die Milchstraße noch einmal im Querschnitt dargestellt. Dabei ist die galaktische Ebene gut zu erkennen. Das galaktische Zentrum - eine riesige Ansammlung von Sonnen, die sich vermutlich um ein supermassereiches Schwarzes Loch bewegen - ist als heller Fleck in der Mitte sichtbar.

ESO/APEX/ATLASGAL consortium/NASA/GLIMPSE consortium/ESA/Planck (Quelle: ESO) (Quelle: ESO)

Mit den neuen Aufnahmen des APEX-Teleskops liegt jetzt eine komplette Karte der galaktischen Ebene der Milchstraße vor. Sie enthält die "Sternenküchen", wie sie von der Südhalbkugel der Erde aus zu sehen sind. "Der Bereich des Himmels, der hier abgebildet wird, ist riesig", erklärt Pressesprecher Junkes gegenüber t-online.de. "Das ist ein Streifen vom Himmel, der so breit ist wie 280 Monde nebeneinander gelegt." Der Einfachheit halber haben die Forscher den gesamten Streifen auf dem Bild oben in drei Stücke zerlegt. Der helle Fleck in der Mitte des mittleren Streifens ist das eigentliche Zentrum.

ATLASGAL-Konsortium/Csengeri et al. 2016, A&A 585, A104 (Quelle: ATLASGAL Consortium) (Quelle: ATLASGAL Consortium)

Im oberen Teil dieser Aufnahme schauen wir mitten ins Zentrum der Milchstraße. Für die beteiligten Forscher ist die neue Karte eine Fundgrube, um mehr über die Sternengeburt zu erfahren. "Wir können damit mitten in das kalte Universum blicken", so Junkes. Dort herrschen eisige Temperaturen zwischen minus 230 und 240 Grad Celsius.

ESO/ATLASGAL consortium/NASA/GLIMPSE consortium/VVV Survey/ESA/Planck/D. Minniti/S. Guisard Acknowledgement: Ignacio Toledo, Martin Kornmesser (Quelle: ESO) (Quelle: ESO)

Diese Aufnahme bildet die "Sternenküchen" bei unterschiedlichen Wellenlängen ab. Das unterste Bild zeigt die gewohnte Sicht auf die Milchstraße im sichtbaren Licht. Dort sind weiter entfernte Strukturen gar nicht zu erkennen. Erst die Aufnahmen mit kürzeren Wellenlängen auf den oberen Teilen des Bildes erlauben den Astrononomen einen tieferen Blick. Der helle Fleck in der Mitte der beiden oberen Streifen ist der zentrale Bereich der Milchstraße."Die Radiowellen dringen durch die Staubwolke durch und ermöglichen uns so den Zugang zur Wiege der Sternenstehung", erkärt Junkes. "Hier spielt wirklich die Musik."

ESO Hier können Sie das Bild vollständig betrachten

Mit Material vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie/ESO

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