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Entdeckung der Nasa: Monsterstürme über Jupiter-Polen

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Bis zu 1400 Kilometer Durchmesser  

Nasa entdeckt Monsterstürme auf dem Jupiter

28.05.2017, 22:16 Uhr | AFP

Entdeckung der Nasa: Monsterstürme über Jupiter-Polen. Impressionen des Planeten Jupiter (Quelle: imago/Science Photo Library)

Impressionen des Planeten Jupiter (Quelle: Science Photo Library/imago)

Die Nasa überrascht mit erstaunenden, neuen Erkenntnisse vom größten Planeten des Sonnensystems: Auf dem Jupiter sollen mächtige Stürme toben, die möglicherweise sogar Schnee oder Hagel bringen.

Wie Forscher der US-Raumfahrtbehörde in einer Erklärung mitteilten, werfen die neuen Erkenntnisse das bisherige Wissen über den Gasriesen weitgehend über den Haufen.

"Da passiert so viel, das wir nicht erwartet haben", sagte Scott Bolton, Chefwissenschaftler der Nasa-Mission "Juno" vom Southwest Research Institute in San Antonio. Es entwickele sich das Bild von einem "ganz neuen Jupiter". Die Daten über die Stürme an den Jupiter-Polen lieferte die "Juno"-Sonde, die seit August vergangenen Jahres den Planeten umkreist.

Jupiter "komplexe, gigantische, turbulente Welt"

Der Jupiter sei eine "komplexe, gigantische, turbulente Welt", heißt es in der Nasa-Mitteilung. Auf mehreren Seiten in den renommierten Wissenschaftsmagazinen "Science" und "Geophysical Research Letters" beschreiben die Forscher zudem eine Fülle von Phänomenen, die sie seit der Jupiter-Umrundung entdeckten.

Der Blick auf die Planeten-Pole brachte demnach dutzende, dichte Wirbelstürme mit Durchmessern von bis zu 1400 Kilometern zum Vorschein: "eine chaotische Szenerie heller, ovaler Merkmale", beschreiben es die Forscher. Zudem stießen die Wissenschaftler auf "Anzeichen für Ammoniak, das aus der tiefen Atmosphäre hervorquillt und gigantische Wettersysteme bildet".

Sonde sammelt noch bis 2018 Daten

"Juno" lieferte auch Daten zum Magnetfeld des Jupiter. So stellte sich heraus, dass der Riese keinen klar abgrenzbaren, sondern einen unscharfen Kern hat, wie Bolton sagte. Das Magnetfeld erwies sich demnach als deutlich stärker als erwartet - zehn Mal so stark wie das der Erde. Jack Connerney, zuständig für die Erkundung des Magnetfelds, beschrieb das Feld als "klumpig" - an einigen Stellen stärker und schwächer an anderen".

Die Sonnenlicht-getriebene "Juno"-Raumsonde umkreist den Jupiter auf einer elliptischen Bahn. Bei der nächsten Annäherung werde sie über eine der bekanntesten Stellen des Planeten hinwegfliegen: Eine, die laut Nasa "jedes Schulkind kennt - Jupiters großen Roten Fleck". Die 1,1 Milliarden Dollar (knapp eine Milliarde Euro) teure Mission endet im Februar kommenden Jahres. Start war im Jahr 2011.

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