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Betrunken Radfahren: Vorsicht Führerscheinverlust

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Betrunken Radfahren: Vorsicht Führerscheinverlust

02.07.2012, 14:11 Uhr | sp (CF)

Wenn Sie betrunken Fahrrad fahren, müssen Sie genauso damit rechnen, Ihren Führerschein zu verlieren wie bei einer Autofahrt mit erhöhtem Promille-Spiegel. Die Toleranzgrenze liegt zwar höher und der "Lappen" ist auch nicht sofort weg, doch auch auf dem Rad hat Alkohol möglichst nichts zu suchen.

Was Ihnen droht, wenn Sie betrunken Fahrrad fahren

Wer mit weniger als 1,6 Promille auf dem Fahrrad unterwegs ist, riskiert zwar nicht seinen Führerschein, aber trotzdem empfindliche Strafen, wenn ihn die Polizei mit einem "alkoholtypischen" Verhalten aufgreift, berichtet der WDR. Dazu gehört beispielsweise das Fahren in Schlangenlinien. Die Geldstrafe kann bei mehreren Hundert Euro liegen, orientiert sich aber auch am Einkommen des Radfahrers, so der Fernsehsender weiter.

Betrunken Radfahren: Vorsicht Führerscheinverlust. Betrunken aufs Rad steigen? Das kann den Führerschein kosten (Quelle: imago)

Betrunken aufs Rad steigen? Das kann den Führerschein kosten (Quelle: imago)

Ab 1,6 Promille ist der Führerschein in Gefahr

Wenn Sie betrunken Fahrrad fahren und dabei mit mehr als 1,6 Promille Alkohol erwischt werden, ist Ihr Führerschein akut bedroht. Dabei ist es völlig egal, ob Sie andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben oder nicht. Die Fahrerlaubnis wird aber noch nicht sofort eingezogen. Bevor dies geschieht, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges bei einer psychologischen Untersuchung unter Beweis zu stellen. Bekannt ist diese Untersuchung auch als "Idioten-Test".

Wer diesen verweigert oder gar durchfällt, ist seinen Führerschein los, berichtet der Bayerische Rundfunk. Allerdings sollten Sie schon aus Rücksicht auf sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer nicht betrunken Fahrrad fahren. Männer müssten für 1,6 Promille Alkohol im Blut übrigens etwa vier Liter Bier trinken.

Niedrigere Toleranzgrenze gefordert

Seit Längerem wird diskutiert, die Toleranzgrenze für Fahrradfahrer zu senken. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert beispielsweise eine Grenze von 1,1 Promille. In Münster ist sogar ein Fall bekannt geworden, bei dem einem jungen Mann lebenslänglich das Fahrradfahren verboten wurde, weil er mehrfach über der 1,6-Promille-Grenze auf dem Fahrrad erwischt wurde, berichtet der WDR. Eine Entscheidung darüber wurde auf Herbst 2014 vertagt.

Überlegen Sie sich also am besten, wie Sie nach Hause kommen, bevor Sie betrunken Fahrrad fahren. Das schont das Portemonnaie, den Führerschein – und ist vor allem sicherer.

 
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