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Viele Menschen denken erst dann über Impfungen nach, wenn Sie eine Fernreise unternehmen wollen. Doch auch im Alltag kann es sinnvoll sein, sich durch Impfungen vor bestimmten Krankheiten zu schützen. Gerade für die Generation 50plus können Versäumnisse schlimmstenfalls zu gravierenden gesundheitlichen Problemen führen.
Bevor Sie sich einen Impftermin geben lassen, sollten Sie sich zunächst einmal informieren, welchen Schutz Sie benötigen und ob Auffrischungen anstehen. Bei einigen Krankheiten ist es umstritten, ob es wirklich sinnvoll ist, sich impfen zu lassen. Natürlich ist der Gang zum Hausarzt für umfassende Informationen der beste Weg. Schon seit Jahren wird die Grippe-Impfung immer wieder als wichtige Unterstützung für das Immunsystem der Generation 50plus angepriesen, und viele Experten sind vom Sinn dieser Impfung überzeugt. Hausärzte weisen in der Sprechstunde besonders ältere Menschen oft auf diese Schutz-Möglichkeit hin.
Impfungen: Viele Senioren haben Bedenken (Quelle: imago)
Im Zusammenhang mit anderen typischen Erkrankungen ist es hingegen klarer, welche Impfung sich Senioren vom Hausarzt verabreichen lassen sollten. Hierzu zählt laut "Focus" neben der Auffrischung der Impfung gegen Tetanus und Diphtherie in Zehn-Jahres-Intervallen die Impfung gegen Pneumokokken, jene Bakterien, die zu einer schweren Lungenentzündung führen können. (Eine Lungenentzündung sollten Sie nicht unterschätzen)
Bei vielen bekannten Infektionskrankheiten leiden Erkrankte der Generation 50plus häufiger unter schweren Erkrankungs-Symptomen als jüngere Menschen, weil das Immunsystem im Alter anfälliger ist. Deshalb sollten Sie gut über den Tipp nachdenken, Ihren Impfschutz aufzufrischen, um eine Infektion zu vermeiden oder zumindest den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. (Ärzte empfehlen Impfung gegen Lungenentzündung)
senioren-ratgeber.de empfiehlt zudem, sich gegen Keuchhusten impfen zu lassen, wenn man öfter die Enkelkinder betreut - auch zum Schutz der Familie. Wenn Sie in einem Gebiet leben, in dem ein erhöhtes Zeckenrisiko besteht, oder wenn Sie sich viel im Freien aufhalten, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, ob eine FSME-Impfung in Ihrem Fall sinnvoll ist. (Was Sie unbedingt über Zecken wissen sollten)
Die meisten von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen werden von den Krankenkassen übernommen. Dazu gehören zur Zeit für Senioren ab 60 Jahren die Auffrischungen für Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Pneumokokken sowie eine jährliche Impfung gegen Influenza. Einige Krankenkassen übernehmen zudem die Kosten für weitere Impfungen. Sie sollten im Zweifelsfall einfach bei Ihrer Krankenkasse nachfragen. (Influenza-A-Virus: Was Sie wissen sollten)
Die heutigen Impfstoffe wurden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit so verbessert, dass laut Professor Erich Kröger vom Deutschen Senioren Ring e.V. bei einer Impfung nur noch minimale Nebenwirkungen, wie Schmerzen an der Einstichstelle oder örtliche Schwellungen, auftreten können. Wichtig sei es auf jeden Fall, alle Impfungen stets im Impfpass dokumentieren zu lassen.
Ist die Angst vor Impfungen berechtigt?
Mit zunehmendem Alter vergisst man das Impfen
Dass die regelmäßige Kontrolle des Impfstatus für ältere Menschen noch immer nicht zum medizinischen Standard gehört, bemängelt bild.de. Nach Aussagen der Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena gerät das Thema im Behandlungs-Gespräch bei älteren Patienten oft in den Hintergrund. (Wartezimmer: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr?)
Wahrscheinlich aus diesem Grund liegt die Impfquote bei der Generation 50plus deutlich unter der Quote von jungen Erwachsenen. Daher der Tipp: Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie eventuell gefährdet sind und welche Impfungen er Ihnen empfehlen würde. Anhand von diesen Informationen können Sie dann selbst die Vor- und Nachteile einer Impfung abwägen. (Impfkalender: Welche Impfungen wann dran sind)
Quelle: kk (CF) / niw
Impfkalender: Alle Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts in der Übersicht. Impfkalender
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