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Waldmeister pflücken: Der richtige Zeitpunkt ist im Frühling

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Frühlingskraut  

Waldmeister pflücken: Der richtige Zeitpunkt im Frühling

| eh (CF)

Waldmeister erfreut sich durch Getränke wie Waldmeisterbowle und Waldmeister-Bier einer großen Bekanntheit. Wenn Sie das Kraut selbst pflücken möchten, sollten Sie sich am besten im späten Frühling auf den Weg machen. Die gesammelten Kräuter können Sie nach Ihrer Rückkehr zum Beispiel in eine Maibowle oder in Tee verwandeln. Das duftende Kraut gilt außerdem als Mittel zur Beruhigung und zum Einschlafen.

Waldmeister ernten und genießen

Mit seinen zarten, weißen Blüten in einem tannengrünen Meer ist Waldmeister – auch Gallium odoratum – eine ansprechende Pflanze, die manchmal in heimischen Gärten als Bodendecker zu sehen ist. Häufiger finden Sie die Pflanze allerdings ihrem Namen entsprechend in Laub- und Mischwäldern. Die Blütezeit des Waldmeister reicht von Mitte April bis Anfang Mai. In dieser Zeit sollte er geerntet werden: Schneiden Sie die Stängel kurz über der Erde ab und waschen sie mit Wasser ab.

Waldmeister pflücken: Der richtige Zeitpunkt ist im Frühling. Vor der Verwendung in Bowle muss der Waldmeister einen Tag welken, damit sich sein charakteristisches Aroma entfaltet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vor der Verwendung in Bowle muss der Waldmeister einen Tag welken, damit sich sein charakteristisches Aroma entfaltet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei der Ernte ist die Pflanze übrigens geruchslos – erst wenn sie welkt, entwickelt sie ihr beliebtes Cumarin-Aroma. Lassen Sie den Waldmeister deshalb in Bündeln an einem schattigen Ort welken. Anschließend können Sie die Kräuter noch für etwa 15 Minuten ins Gefrierfach legen, um das Cumarin-Aroma zu verstärken.

Bei Waldmeister ist der richtige Zeitpunkt wichtig

Ein wichtiger Tipp: Wenn Sie Waldmeister für eine Bowle verwenden möchten, sollten Sie ihn möglichst frühzeitig ernten. Mit Beginn der Blüte im Frühling steigt der Cumarin-Gehalt in den blühenden Trieben deutlich an. Diese Substanz ist zwar für das Aroma verantwortlich, doch Achtung: In hoher Dosierung ist sie giftig und verursacht Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen, warnt das Magazin "EatSmarter!".

Für eine Bowle reichen daher etwa drei Gramm frischer Waldmeister pro Liter aus. Wenn Sie diesen Rat beherzigen, können Sie die Bowle in vollem Umfang genießen, denn niedrig dosiertes Cumarin wirkt eher beschwingend.

Waldmeisterbowle selbst machen

Für rund einen Liter Waldmeisterbowle benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 1/2 l Weißwein
  • 1/2 Flasche Sekt
  • 3 g frischen Waldmeister
Foto-Serie mit 8 Bildern

Waschen Sie den Waldmeister gründlich und lassen die Kräuter am besten über Nacht trocknen. Binden Sie immer zwei bis drei Waldmeisterpflanzen an den Stielen zusammen. Füllen Sie den Wein in eine Schüssel und hängen den Waldmeister hinein. Achten Sie darauf, dass die Stielenden nicht in der Flüssigkeit hängen, da die Bowle sonst bitter wird. Entfernen Sie den Waldmeister nach zehn bis 15 Minuten. Füllen Sie nun den Sekt hinzu und schon ist Ihre Bowle fertig.

Tipp: Alternativ könnten Sie auch eine Erdbeer-Waldmeister-Bowle zubereiten.

Waldmeister als Tee oder Limonade

Waldmeister findet sich allerdings nicht nur in der Maibowle wieder, sondern ergibt auch eine leckere Limonade: Sie können die Kräuterlimonade ganz einfach selbst zubereiten. Auch getrocknet und als Tee aufgekocht können Sie das Kraut verwenden. Während Sie für eine Bowle den Waldmeister pflücken, ehe er blüht, nehmen Sie für den Tee das blühende Kraut. Sie können Waldmeister pur oder in einer Mischung mit anderen Teesorten genießen.

Denken Sie auch hier daran, den Waldmeister richtig zu dosieren: Das Onlineportal "essen & trinken" empfiehlt etwa 0,1 Milligramm am Tag pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer 60-Kilo-schweren Person wären das sechs Milligramm pro Tag.

In der Pflanzenheilkunde wurde Waldmeister früher gegen Unruhe, Angstzustände oder Schlaflosigkeit eingesetzt. Obwohl er aufgrund des Wirkstoffes Cumarin bei übermäßigem Verzehr zu Kopfschmerzen führen kann, hat er noch heute mit Salbei und Lavendel als beruhigende Substanz in Kräuterkissen seinen Platz.

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