27.06.2013, 13:44 Uhr | sd (CF)
Das Rotkehlchen lässt sich anhand seiner leuchtend rot bis orange gefärbten Brust besonders einfach identifizieren. Sein Gesang ist hingegen weniger leicht zu beschreiben. Dabei erhebt der kleine Vogel im Gegensatz zu den Vertretern vieler anderer Arten seine Stimme auch im Winter – zumindest an milderen Tagen.
Viele Vögel beginnen bekanntlich erst im Frühjahr zu singen. Das Rotkehlchen hingegen können Sie beinahe das ganze Jahr über hören. Sein Gesang ertönt im Sommer wie im Winter – nur bei großer Kälte, Schnee und Eis verstummt es. Kehrt die Sonne zurück, ertönt aber sofort wieder der charakteristische Gesang des Rotkehlchens, der den Titel "Vogel des Jahres 1992" trägt.
Rotkehlchen haben einen charakteristischen Gesang (Quelle: imago)
Der Gesang des kleinen Vogels lässt sich weniger leicht identifizieren, als der von anderen Gartenvögeln. Charakteristisch sind die vor allem sehr hohen Töne, die er zu einer "perlend fließenden Strophe" aneinanderreiht. So beschreiben die Vogelexperten vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) den Gesang des Rotkehlchens. Er wird häufig mit den Begriffen "Ticksen" oder "Schnickern" umschrieben und ist bereits in den frühen Morgenstunden zu vernehmen.
Ob es sich bei dem Rotkehlchen, das vor Ihrem Fenster singt, um ein Männchen oder Weibchen handelt, können Sie rein äußerlich praktisch nicht erkennen. Die eindeutigen Merkmale, welche die Unterscheidung bei vielen anderen Vogelarten recht einfach machen, fehlen dem Rotkehlchen. Der rote Hals, die schwarzen Knopfaugen und die rundliche Gestalt haben beide Geschlechter gemeinsam. Auch ihr Gesang unterscheidet sich nicht hörbar.
Die Reviere werden klassischerweise von den Männchen besetzt und verteidigt. Vor allem wenn es auf den Winter zugeht, suchen sich aber auch die Weibchen eigene Reviere, die ihnen ausreichend Nahrung in der kalten Jahreszeit versprechen. Rotkehlchen fressen vor allem Insekten und deren Larven. Wenn diese Nahrungsquelle im Winter knapp wird, begnügen sich die kleinen Gartenvögel aber auch mit Beeren und Sämereien, berichtet der Landesverbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) auf seiner Internetseite.
Die ursprüngliche Heimat des Rotkehlchens sind Wälder, in denen es ausreichend Möglichkeiten gibt, in dichter Vegetation Deckung zu finden. Die Bedingungen sind wichtig, damit die kleinen Vögel ein geschütztes Nest bauen können, das sie stets in Bodennähe platzieren. Wenn Sie den Vogel mit der schillernden roten Brust also in Ihrem Garten begrüßen möchten, sollten Sie zumindest an einigen Stellen etwas Wildwuchs zulassen.
Laut NABU ist hier vor allem wichtig, dass der Bodenbewuchs sehr dicht ist. Es kommt jedoch auch immer wieder einmal vor, dass Rotkehlchen an ungewöhnlichen Orten wie Briefkästen nisten. Auch ein üppiger Türschmuck lädt den einen oder anderen Vogel dazu ein, hier seine Kinderstube einzurichten.
27.06.2013, 13:44 Uhr | sd (CF)
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